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Auf der Suche nach dem perfekten Stadtbaum

Die Stadt Würzburg begibt sich zusammen mit zwei weiteren bayerischen Städten auf die Suche nach dem perfekten Stadtbaum. In einer Kooperation mit der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim werden derzeit im Rahmen des Projekts "Stadtgrün 2021" an drei Würzburger Standorten insgesamt 160 Bäume gepflanzt.

Jeweils acht Setzlinge von insgesamt 20 Baumarten sind künftig dem niederschlagsarmen Klima Würzburgs ausgesetzt. In Hof bekommen es die "Leidensgenossen" mit kalten Wintern und in Kempten mit den üppigen Niederschlägen des Voralpenlands zu tun.

Immer mehr heimische Gehölze erkranken. Den Pflanzungen durch das Gartenamt Würzburg ging deshalb eine aufwendige Suche nach robusten Alternativen voraus. Stadtbäume müssen viele zusätzliche Stressfaktoren wegstecken: Abgase, Streusalz oder auch enge Baugruben. Die nun getesteten Arten kommen aus der ganzen Welt: beispielsweise der Amberbaum aus Nordamerika, der Ginkgo-Baum aus China oder die in Südosteuropa beheimatete Silberlinde.

 

Stadtbäume
Jürgen Eppel, Leiter der Abteilung Landespflege bei der LWG, Baumschulexperte Klaus Körber, Umweltreferent Wolfgang Kleiner und Gartenamtsleiter Dieter Müller (von links) präsentierten das Gemeinschaftsprojekt nun der Öffentlichkeit.
Foto: Georg Wagenbrenner
 

 

Umweltreferent Wolfgang Kleiner ist sich sicher, dass die intensive Eignungsprüfung bis 2021 viele wichtige Erkenntnisse liefern wird, die sich auch auf der Landesgartenschau 2018 perfekt präsentieren lassen. Der Aufwand ist jedenfalls allein in Würzburg enorm. 1500 m³ spezielles Baumsubstrat und 1400 Meter Wurzelschutzbahn kommen zum Einsatz. Der Testlauf ist auch für den Tiefbau von hohem Interesse. Die Wurzeln sollen in den größeren Pflanzlöchern durch lockeres Material in die Tiefe geleitet werden. Wenn dies gelingt, haben sowohl Baum als auch Straßenbelag eine längere Lebenserwartung.

Auch der Einsatz eines Pilzsubstrats wird wissenschaftlich ausgewertet. Eine natürlichere Umgebung - wie im Wald - wird auf diese Weise simuliert. Durch die vielen gestesteten Arten können am Heuchelhof und im Gewerbegebiet auch für Krankheiten anfällige Monokulturen vermieden werden.

 


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