Den Opfern des Bombenangriffs vom 16. März 1945 aber auch allen anderen Opfern des von Deutschland entfesselten Krieges und der NS-Diktatur gedachte die Stadt Würzburg am heutigen Vormittag an der Gedenkstätte vor dem Hauptfriedhof.
"Unser Gedenken steht unter dem Leitmotiv: Versöhnung über den Gräbern. Wir wollen verhindern, dass aus Gräbern neue Gräben werden“, so Oberbürgermeister Georg Rosenthal in seiner Ansprache an der Gedenkstätte: „Unter dem Eindruck der erlebten Schrecken hat bereits die Kriegsgeneration die ,Versöhnung über den Gräbern’ gesucht und weitgehend erreicht.“
Der Untergang des alten Würzburg führe eindringlich vor Augen, wie wertvoll der Friede sei, und erinnere daran, dass es nicht selbstverständlich sei, sondern aktiven Einsatz erfordere, in Frieden zu leben. Dabei seien alle aufgerufen sich einzuschalten, wenn Angehörige von Minderheiten beleidigt, ausgegrenzt oder angegriffen werden, so der OB.
An die Gedenkfeier am Mahnmal schloss sich ein Fußweg zum Ort der Judendeportationen am Verladebahnhof Aumühle an.
Oberbürgermeister Georg Rosenthal (Mitte), Bürgermeister Dr. Adolf Bauer und Bürgermeisterin Marion Schäfer an der Gedenkstätte zum 16. März 1945. Foto: Christian Weiß