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Architektur plus

Vortragsreihe des Baureferats der Stadt Würzburg

Architektur plus Veranstaltung am Montag, 26. Juli 2010, 19.00 Uhr

 

Foto Arno Lederer

 

Professor Arno Lederer, Stuttgart,  mit dem Vortrag "Eigentlich eine Kleinigkeit" 

im C i n e m a x X in Würzburg, Veitshöchheimer Str. 5 


Dieser Termin im Juli ergab sich in zeitlicher Anlehnung an den 8. Internationalen Architektur Workshop, der vom 18. bis 30. Juli 2010 in Würzburg im ehemaligen Bürgerbräuareal stattfindet – Prof. Lederer wird dort eine Gastkritik abhalten.

Der Vortrag am Architektur plus Abend lässt auf Einblicke in Projekte, Arbeitweise und Philosophie des Büros Lederer + Ragnarsdóttir + Oei gespannt sein.
Von entscheidender Bedeutung für die Projekte des Büros Lederer + Ragnarsdóttir + Oei ist das Schaffen eines Ortes. Dazu wird Architektur jedoch nicht zwanghaft neu erfunden, vielmehr wird versucht, aus der langen Geschichte des Bauens zu lernen – ohne dabei einem Historismus zu verfallen. Es gilt Orte zu definieren, deren Räume durch ihre körperhaften und taktilen Eigenschaften überzeugen. Um dies zu erreichen, werden Qualitäten bestehender Bauten hinterfragt und in eine moderne Formensprache überführt: das Vertraute wirkt neu.
Im Büro Lederer + Ragnarsdóttir + Oei sind derzeit rund 30 Mitarbeiter beschäftigt. Regelmäßige Wettbewerbsteilnahmen gehören neben laufenden Projekten zu den entscheidenden Aufgaben.
Wettbewerbe, realisierte Bauten, zahlreiche Preise und Auszeichnungen, Ausstellungen und Publikationen stehen für das interessante Arbeitsspektrum.


Das (Architektur) plus des Abends:
Musik: music project eighteen Rock / Jazz Improvisationen
Catering: CinemaxX Restaurant am Alten Hafen


Kartenvorverkauf und kurzfristige telefonische Kartenreservierung: 0931/372886
Kostenbeitrag incl. Catering € 28.--,
ermäßigt für AIV-Mitglieder und Studenten € 23.--

 


HintergrundArchitektur plus

Mit großem Interesse und durchaus respektvoller Bewunderung wird heute die Entstehung architektonisch außergewöhnlicher Bauwerke verfolgt.
In Würzburg wird dieser Tatsache seit 1998 mit der Vortragsreihe ‘Architektur plus’ Rechnung getragen, in der das Baureferat international anerkannte Architekten in Würzburg vorstellt.

‘Architektur plus’-Veranstaltungen bieten neben dem fachlich, informativen Referat oder Werkbericht im weiteren Verlauf der Veranstaltung - sozusagen zusätzlich - ein ‘plus’, da die Möglichkeit geboten wird, den Abend mit angeregten Gesprächen in zwangloser Atmosphäre ausklingen lassen zu können. Für kleinere kulinarische Genüsse und musikalische Unterhaltung ist deswegen im Anschluss an den Vortrag gesorgt.
Das Baureferat konnte sich zur Umsetzung dieser speziellen Veranstaltungsreihe die Unterstützung der Firma KNAUF Gipswerke sichern. Auch wenn ein Kostenbeitrag von 28.-- € für Vortrag, Konzert und Catering von jedem Besucher erhoben wird, erhält ‘Architektur plus’ dadurch die notwendige finanzielle Absicherung.


Rückblick

Erstmals wurde ‘Architektur plus’ im März 1998 durchgeführt und fand sofort großen Anklang. Referent Professor Dietmar Eberle konnte als renommiertes Mitglied der Gruppe Vorarlberger Architekten, die ein ‚kritischer Realismus‘ auszeichnet, mit seinem Werkbericht vor ausverkauftem Haus beeindrucken.

Auch bei der zweiten Veranstaltung im Oktober des gleichen Jahres war die Kartennachfrage für ‘Architektur plus’ weitaus größer, als Plätze im Saal der Zehntscheune im Juliusspital zur Verfügung standen. Mit seinem Vortrag und der Vorstellung seiner prämierten Städteplanungen fand Professor Otto Steidle / München dann auch großen Anklang.


Im Mai 1999 konnte mit Sir Norman Foster, einer der weltweit bekanntesten Architekten, der zudem gerade zu dieser Zeit durch die Übergabe des von ihm umgebauten Reichstaggebäudes in Berlin in allen Medien präsent war, für einen Vortrag bei ‘Architektur plus‘ gewonnen werden. Die eindrucksvolle Vorstellung seiner wesentlichsten Projekte verfolgten im Congress-Centrum-Würzburg ca. 800 Zuhörer. Auch hier wurde der unterhaltsame Ausklang des Abends mit einer Jazzband aus Prag äußerst positiv aufgenommen.

‘Architektur plus’ wurde im November 1999 mit dem Schweizer Architekt und Städteplaner Carl Fingerhuth in gleicher Weise im Hotel Maritim veranstaltet. Nach dem hochinteressanten Vortrag trat eine Gospelgruppe aus New Orleans auf.


Im Mai 2000 wurde die Vortragsreihe mit Professor Manfred Sabatke, Partner des Büros Behnisch + Partner aus Stuttgart, in der bewährten Zehntscheune des Juliusspitals fortgesetzt.
Einem anschaulichen Bericht zur Firmen-Philosophie und über große Projekte des Architekturbüros folgte der unterhaltsame Teil des Abends im Pavillon, begleitet von "Fresh & cool" an Flügel, Keybord und Saxophon.

Am 25. Oktober 2000 folgte ebenfalls in der Zehntscheune des Juliusspitals ein Vortrag des in Berlin wirkenden Architekten Axel Schultes mit dem Schwerpunktthema ‚städtebauliche und architektonische Entwicklung Berlins seit 1989‘.
Das ‚plus‘  des Abends im Pavillon des Juliusspitals wurde von der Jazz Formation "Ed Sperber Kaleidoskop" musikalisch umrahmt.


Im Jahr 2001 fand die 1. 'Architektur plus'-Veranstaltung im Rahmen des 4. Internationalen Architektur Sommer Workshops Würzburg am 24. Juli 2001 in der Halle 3 der Main-Post, Würzburg-Heuchelhof, statt:
Der niederländische Architekt Jacob van Rijs, Mitbegründer des für zeitgenössische, z.T. spektakuläre Architektur stehenden Büros MVRDV, Rotterdam, gab mit seinem Vortrag in englischer Sprache Einblick in Projekte und Arbeitsweise des Büros MVRDV.
"Fresh & cool" begleitete mit Coverversionen internationaler Musik den Ausklang des Abends.

Mit 'Architektur plus' am 20. November 2001 folgte ein Vortrag von Prof. Max Bächer. Nicht zuletzt ihm als Vorsitzender des Preisgerichts 1996 ist es zu verdanken, dass der inzwischen fertiggestellte Kulturspeicher nach den Plänen der damaligen ersten Preisträger Brückner & Brückner aus Tirschenreuth in dieser Form verwirklicht werden konnte. Der Vortrag "Wettbewerbe und ihre Folgen" animierte Prof. Bächer auch zu allgemeinen, stets amüsanten Seitenhieben auf fachkundige Kollegen, selbst ernannte Fachleute, die solche Architekturwettbewerbe grundsätzlich begleiten.
Der Abend, der erstmals im 'Bockshorn', der neuen Kleinkunstbühne im Kulturspeicher stattfand, wurde mit der Gruppe "Strings & Voices" musikalisch abgerundet.


Am 10. Juni 2002 konnte mit Professor Peter Kulka zu Architektur plus ein Architekt begrüßt werden, der - geprägt von den städtebaulichen Eindrücken eines nach dem Krieg zerstörten Dresden - den Wiederaufbau mit damals in der DDR üblichen Plattenbauten‚ 'lächerlich und zutiefst pessimistisch‘ findet, und dennoch – oder gerade deswegen? – heftige Kritik an historisierenden Tendenzen übt.
Prof. Kulka bekennt sich zu den Qualitäten der modernen Architektur, für ihn vor allem Offenheit, Leichtigkeit und Veränderbarkeit.
Der hoch interessante Werkbericht von Prof. Peter Kulka mit der "Clarino Jazzband" als plusdes Abendsfand zum zweiten Mal im "Bockshorn im Kulturspeicher" statt.

Nach fünf Jahren wurde mit der 10. Architektur plus Veranstaltung ein kleines Jubiläum gefeiert.
Dazu konnte am 25. November 2002 mit Hadi Therani aus dem Büro Bothe Richter Teherani, Hamburg / Berlin, einer der Architekten begrüßt werden, die derzeit durch visionäre und aufsehenerregende Projekte nicht nur in Fachkreisen in aller Munde sind. Dieser auch von Öffentlichkeit und Presse sehr positiv bewertete Vortrag brachte Auffassungen und Erkenntnisse der zeitgemäßen Architektur näher und bot anhand von einigen Projekten einen Einblick in die innovativen, teilweise spektakulären Planungen des Büros BRT.  Plus dieses Abends im CinemaxX Würzburg:  fresh & cool mit internationaler coversong music.


Mit  "Architektonischen Erzählungen" von Prof. Boris Podrecca aus Wien wurde die Veranstaltungsreihe am 26. Mai 2003 im CinemaxX Würzburg fortgesetzt.
Boris Podrecca, der als "Prototyp eines mitteleuropäischen Architekten" gilt, übermittelte in seinem Bericht interessante Eindrücke und Gedanken in Verbindung mit der architektonischen Vielfältigkeit seiner Projekte.
Neben seiner Tätigkeit als Hochbauarchitekt ist er einer der gefragtesten Platzgestalter im Gebiet der ehemaligen K+K-Monarchie. Umbauten in historischer Bausubstanz und Neugestaltung historischer Plätze - vorrangig in Italien und Österreich - sowie vielfältige Ausstellungsgestaltungen gehören ebenfalls zu seinen Werken. 
One more once boten mit Dixie und Jazz Standards den musikalischen Rahmen zum (Architektur) plus des Abends.

Mit dem Thema "Luftschlösser und Hängepartien - Große Pläne in der Asservatenkammer der Architekturgeschichte"  gab Prof. Dr. Falk Jaeger aus Berlin, am Montag, 26. Januar 2004 im CinemaxX Einblicke in die kritischen Einschätzungen von Projekten, insbesondere auch zu nicht realisierten Planungen unserer Zeit. Die Architektur plus Veranstaltung fand im CinemaxX Würzburg statt, zeitgleiche zur Architekturausstellung 'why not externer Link im Kulturspeicher, die unrealisierte Werbekampagnen und Projekte bekannter Architekten vorstellte.
Erstmals kam mit Prof. Dr. Jaeger ein Architekturkritiker zu Wort, der durch zahlreiche Veröffentlichungen nicht nur dem Fachpublikum bestens bekannt ist, er genießt den Ruf eines "objektiven Pluralistikers in Sachen architektonischer Bewertung".
Der unterhaltsame Ausklangdes Abends mit Live Musik (Trio Grande) und Asiatischer Küche fand im neuen Lokal "Las Candelas" des CinemaxX statt.


Für den zweiten Vortrag im Jahr 2004 am 6. Dezember 2004 konnte Architekt Hinrich Storch aus Hannover gewonnen werden.
Die Architektengemeinschaft 'Storch Ehlers Partner' ist insbesondere auf dem Gebiet des Kongressbauwesens nach der Umsetzung des renommierten Projektes in Dresden und der Wettbewerbsplanung des IKBB in Bonn als führendes Büro in Deutschland anzusehen.
Die Veranstaltung fand wird wiederum im CinemaxX in Würzburg, Veitshöchheimer Straße 5 stattfinden, der gewohnte zweite Teil des Abends bei unterhaltsamer Musikumrahmung mit "Olsen Collection" und Catering im "Las Candelas".


Am 6. Dezember 2005 folgte ein interessanter Vortrag von Prof. Speer, Büro AS&P, Frankfurt, mit Einblicken in Arbeitsweise und Projekte des Teams AS&P.
Das Büro AS&P – Albert Speer & Partner GmbH Architekten und Planer – in Frankfurt ist bereits seit Anfang der siebziger Jahre auf internationaler Ebene erfolgreich.
AS&P zählt  heute zu den wenigen internationalen Architektur- und Planungsbüros, die sich auf dem rasant entwickelnden chinesischen Markt und in derzeit 16 verschiedenen Ländern behaupten können. Das Büro beschäftigt im Jahr 2005 mehr als einhundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Stadtplanung, Architektur, Regional- und Verkehrsplanung und Kommunalmanagement.
Nach dem Vortrag im CinemaxX folgte als "plus" des Abends - bei kulinarischer Stärkung und musikalischem Rahmen - im Las Candelas Gelegenheit zu ausgiebigem Gedankenaustausch.


Prof. Volkwin Marg, büro gmp, Hamburg
 hielt bei der Veranstaltung am 16. Mai 2006 den Vortrag "Visionen werden Wirklichkeit - die Synthese von Technik und Kunst" anhand von anschaulichen Projektbeispielen.
gmp gehört zu den wenigen Büros mit einer generalistischen Position, die sich für ein Projekt von seiner entwurflichen Idee und deren Realisierung bis hin zum Interieur Design verantwortlich fühlt.
Die Projektpalette reicht von Einfamilienhäusern, Museen, Bürogebäuden bis hin zu Verkehrsbauten und Masterplanungen.
Der  interessante Abend im CinemaxX  fand wie immer den unterhaltsamen Ausklang bei Musik und Catering im Las Candelas.

In seinem Vortrag "...das Vielschichtige ist uns wichtig" am 20. November 2006 berichtete Prof. Fritz Auer über Projekte, Planungsarbeit und –Philosophie des Büros Auer-Weber+Assoziierte.
Das Büro ging im Frühjahr 2006 aus der seit 1980 bestehenden Architekten-Gemeinschaft Auer+Weber hervor.
Die heutige Architektengesellschaft Auer+Weber+Assoziierte mit Sitz in Stuttgart und München beschäftigt im Mittel 50 bis 60 Mitarbeiter.
Die Bandbreite der Leistungen erstreckt sich von Planungen und Realisierungen in den Bereichen Bildung und Forschung, Verwaltung und Kultur über Hotels und Wohnanlagen, Sport- und Verkehrsbauten bis hin zu städtebaulichen Konzepten und Masterplänen.
Das Büro Auer+Weber+Assoziierte hatte im September 2006 den 1. Preis des Ideen- und Realisierungswettbewerbs Würzburg Arcaden / Hauptbahnhofsvorplatz erhalten.


Prof. Architekt DI Klaus Kada
setzt die Veranstaltungsreihe im CinemaxX mit seinem anschaulichen Vortrag "ARCHTEKTURREFLEXIONEN" am 19. Juni 2007 traditionsgemäß fort.
In dieser Zeit arbeitet Klaus Kada in Graz und Aachen unter anderem an Projekten wie dem Hauptbahnhof Salzburg, Textilmuseum Augsburg, einem Technologiezentrum in Oberösterreich oder dem Zentralsitz einer großen Versicherung in Deutschland.
Zu den mehr als 120 realisierten Projekten gehören neben Privathäusern und Wohnbauten zahlreiche öffentliche Bauten - Schul- und Universitätsbauten, Stadthallen, Festspielhäuser - sowie Industrie- und Bürobauten .
Prof. Klaus Kada ist über seine Projekte hinaus bekannt als Juror vieler internationaler Preisgerichte, Vortragender bei Tagungen und an Universitäten in Europa, Asien, Nord- und Südamerika, Präsident von Europan Österreich, Ehrenmitglied des BDA/Deutschland und an der Chinese University of Hong Kong und erhielt für viele Bauten wichtige Auszeichnungen und Preise.


Prof. Architekt DI Hermann Kaufmann, Schwarzach, Österreich, mit seinem Vortrag "Ökrationale Baukunst" war Mittelpunkt der gelungenen Jubiläumsveranstaltung  „10 Jahre Architektur plus“am 9. März 2009 im CinemaxX Würzburg. Wie bei der ersten Architektur plus Veranstaltung im März 2009 konnte für die Jubiläumsveranstaltung wiederum ein Architekt aus Vorarlberg gewonnen werden.

Als Sohn einer Zimmermannsfamile lernte Prof. Kaufmann sehr früh die Faszination des Baustoffs Holz kennen, wodurch seine Arbeit als Architekt wesentlich beeinflusst wurde.
So zeugen zahlreiche Hallen für Zimmereien und andere Gewerbe sowie Gemeindesäle von seinen zielgerichteten Entwurfs-Konzepten für die Holztragwerke. Neben vielen Einfamilienhäusern ergänzen zurückhaltende Erneuerungen alter Bausubstanz in empfindlichen Dorfstrukturen die Werkliste. Der Wohnbau entwickelte sich zu einer Hauptaufgabe insbesondere im Zusammenhang mit Holz und Fragen der Energie, ebenso der Schulbau sowie Bauten für die Öffentlichkeit.

Seine Lehrtätigkeit begann Prof. Kaufmann als Gastdozent an der Liechtensteinischen Ingenieurschule, als Gastprofessor an der TU Graz und der Universität Ljubljana. Seit 2002 ist er Professor am Institut für Bautechnik und Entwerfen an der TU München, Fachgebiet Holzbau.

In seinem ausführlichen, informativen Vortrag stellte Prof. Hermann aktuelle Projekte seines Büros vor - wobei das Baumaterial Holz jeweils die entscheidende Basis bildet - und beschrieb an eindrucksvollen Detailbeispielen Möglichkeiten und Entwicklungen des modernen Holzbaus bis hin zur positiven Ökobilanz des Baustoffes Holz. 

 

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen erhalten Sie beim Baureferat der Stadt Würzburg, Tel. 0931/ 372886.


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