
Dem verantwortungsbewussten Motto des Kämmerers „Ballast reduzieren!“ folgten die Fraktionen bei den Haushaltsberatungen zudem mit großer Disziplin und Weitsicht. Es herrschte Konsens darüber, dass die Nettokreditaufnahme angesichts der noch ausstehenden turbulenten Jahre 5.000.000 € nicht überschreiten sollte.
Der Rathaus-Aufzug ist vielleicht das prominenteste Beispiel für eine Maßnahme, die nun Opfer des engen finanziellen Spielraums geworden ist. Diesem Rückschlag stehen aber einige dicke Ausrufezeichen gegenüber. Nehmen wir beispielsweise alle Schul-Sanierungsmaßnahmen zusammen, knacken wir 2010 bei einem deutlich kleiner gewordenen Gesamtvolumen erstmals die 10-Millionen-Euro-Marke! Im Krisenjahr 2010 erreichen wir außerdem - bereits im Frühjahr - eine Top-Quote von 29,6 % bei der Kinderbetreuung. Der Bedarf wird weiter steigen. Wir werden diesem durch hohe Investitionen gerecht. Wir haben schon heute zusammen mit München und Coburg die höchste Betreuungsquote für Kinder unter drei Jahren in Bayern.
Den Vergleich mit anderen Städten brauchen wir auch bei unseren Personalausgaben nicht scheuen. München, Regensburg, Nürnberg, Erlangen, Schweinfurt, Memmingen, Coburg, Bamberg, Bayreuth: all diese bayerischen Städte geben pro Einwohner deutlich mehr für ihre Verwaltung aus. Es versteht sich von selbst, dass eine schlanke Verwaltung - nicht nur in Krisenzeiten - eine enorme Entlastung darstellt. Der Blick über die Stadtgrenzen hinaus zeigt: Im direkten Vergleich kann sich Würzburgs Bilanz sehr gut sehen lassen.
Georg Rosenthal
Oberbürgermeister