Der im März erschienene Kulturbericht umfasst den Berichtszeitraum 2006-2009 und stellt insbesondere die Leistungen von städtischen, stadtnahen und geförderten Einrichtungen dar.
„Ich denke, dass es unserer Stadt als ausgewiesenem Kulturstandort, der immerhin eine Weltkulturerbestätte und zahlreiche national und international bedeutsame Kultureinrichtungen und Festivals vorweisen kann, gut ansteht, den Bürgerinnen und Bürgern, der Politik, aber auch der örtlichen und überregionalen kulturinteressierten Öffentlichkeit Rechenschaft über ihre aktuelle Kulturarbeit zu geben“, erläutert Oberbürgermeister Georg Rosenthal den Hintergrund für den Kulturbericht bei seiner Pressekonferenz am 09.03.2010. Publikationen zur Situation der Kultur in Würzburg gab es seitens der Stadtverwaltung zuletzt 1988 und 1998.
Der Berichtszeitraum umfasst im Wesentlichen die Jahre 2006 bis 2009. Die Beiträge zu den einzelnen Einrichtungen und Veranstaltungen wurden jeweils von den dort Verantwortlichen verfasst. Zahlen wurden ergänzend in den Bericht aufgenommen, soweit sie ohne umfangreiche Erläuterungen auskommen und von allgemeinem Interesse sind, bzw. soweit sie auch von den nichtstädtischen Einrichtungen überhaupt zur Verfügung gestellt wurden.
Der Bericht beschränkt sich nicht allein auf die Darstellung der kommunalen Angebote und Einrichtungen. Eine umfassende und gleichwertige Darstellung aller Bereiche hätte den Rahmen gesprengt und die teilweise unterschiedlichen Interessenlagen bzw. Kapazitäten wären nicht in Einklang zu bringen gewesen. So werden diese Angebote zusammenfassend erwähnt bzw. die Kulturarbeit städtischer Stellen außerhalb des Kulturreferates ergänzend beleuchtet.
Im letzten Kapitel werden die Ausgaben, Besucherzahlen, Zuschüsse u.a. Daten in einem Auswertungsteil zusammengefasst und bewertet. „Ein Blick auf das Verhältnis zwischen der städtischen Förderung und dem Gesamtbudget für Kultur zeigt, dass mit 1 Euro städtischer Förderung über die drei Jahre verteilt rund das 2,5-fache an Gesamtbudget generiert werden konnten“, stellt Al Ghusain fest. „Die Attraktivität der Kultureinrichtungen zeigt sich auch in den Besucherzahlen, die bei den näher untersuchten Einrichtungen konstant rund 1,5 Mio Nutzer pro Jahr betrug. Addiert man noch die Besucher der Residenz sowie anderer Kultureinrichtungen hinzu, verzeichnet Würzburg mindestens 2 Mio Kulturbesucher im Jahr“, so Al Ghusain zur Auswertung des Berichts.
Weitere nützliche Informationen sind im Glossar, in der Aufstellung über Publikationen zur Kultur in Würzburg, in den aktuellen Förderrichtlinien sowie in ausgewählten Beschlüssen des Stadtrates zur Kultur zusammengestellt.
„Es ist sicherlich wünschenswert, künftig Kulturberichte in kürzeren Abständen vorzulegen und sie zugleich regelmäßig auch mit prospektivischen Elementen und konzeptionellen Ansätzen zu versehen. Denn erst im Abgleich von Zielvorgabe und Zielrichtung können Erkenntnisse über die Leistungsfähigkeit bzw. Konzeptionsstärke einer kommunalen Kulturpolitik erkennbar werden. Insoweit versteht sich dieser Kulturbericht als Auftakt zu einer kulturpolitischen Debatte, die Begriffe wie Leitbildentwicklung, Kulturkonzept oder gar Kulturentwicklungsplan wieder auf die Agenda kommunalpolitischen Handelns setzt“, so Al Ghusain abschließend.
Der Kulturbericht wird an Kultureinrichtungen in Würzburg, verschiedene Institutionen, die sich mit Kulturarbeit befassen, kulturelle Interessensverbände und Vereinigungen verteilt und steht der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung. Er steht zum Herunterladen unter http://www.wuerzburg.de/kultur-bildung zur Verfügung und wird am 10.03.2010 dem Kultur- und Schulausschuss sowie am 25.03.2010 im Stadtrat vorgestellt.
Die Beiträge zu den einzelnen Einrichtungen und Veranstaltungen wurden von den jeweils dort Verantwortlichen verfasst. Für die Redaktion zeichnen sich Kulturreferent Muchtar Al Ghusain, Fachbereichsleiter Johannes Engels und stv. Fachbereichsleiter Ole Kruse sowie Steffen Deeg (im Rahmen seiner Diplomarbeit beim Institut für Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg,) verantwortlich.
Nachfolgend zwei Versionen zum Download:
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