wuerzburg.de ist nicht die einzige Domain, die mit diesem Problem zu kämpfen hat. Eigentlich alle großen Domain-Inhaber, darunter Microsoft und diverse Universitäten, verschicken angeblich Spam — natürlich sind auch diese Mails gefälscht. Das nennt man im Fachjargon einen "Joe Job"
. Der Heise Verlag hat auf seinen Internetseiten schon am 16.9.2003 dieses Problem beschrieben. Hier der Wortlaut des Artikels.
Das eigentliche Problem besteht darin, dass man dagegen nicht viel unternehmen kann. Es gibt in Deutschland weder ein Gesetz gegen Spam (die Verursacher müssen nicht einmal mit einem Bußgeld rechnen), noch kann man der Verursacher habhaft werden, da sich diese meistens im Fernen Osten befinden. Die einzige Möglichkeit besteht darin, dass der Empfänger von Spam diese E-Mails (komplett mit Header, denn hier befinden sich die tatsächlichen Absenderinformationen) an den jeweiligen Provider weiterleitet.
Haben Sie gefälschte Spam erhalten?
Da das Spam-Problem überall im Netz auftritt, gibt es schon viele gute Informationsseiten dazu. Web.de beschreibt auf seinen Seiten umfassend, was man tun kann: http://portale.web.de/Computer/Spam_Special/
Ein Auszugaus dem Text zum Thema Beschwerde beim tatsächlichen Provider
In fast allen Fällen von Spam ist die unter "Von" angezeigte Absender-Adresse gefälscht, es wird also ein unbeteiligter oder erfundener E-Mail-Anbieter zum scheinbaren Schuldigen gemacht. Eine Beschwerde an diese Adresse ist also meist sinnlos. Sie sollten deshalb zunächst den tatsächlichen Provider oder E-Mail-Anbieter des Spammers
feststellen.
Sind Sie sich sicher, dass Sie die richtige Stelle ausgemacht haben, können Sie dort eine Beschwerde einreichen: Leiten Sie die Spam-Mail samt des kompletten Headers
der Spam-Mail weiter, mit einer kurzen und höflichen Information, dass es sich bei der E-Mail um Spam handelt. Die Standard-Adresse für Beschwerden sollte abuse@domain.xyz sein, eine weitere Möglichkeit ist postmaster@domain.xyz. Bei www.abuse.net
(engl.) können Sie auch auf eine Datenbank mit Beschwerdeadressen zugreifen.
Hinweis: Den kompletten Header einer E-Mail bekommt man je nach Mailprogramm mehr oder weniger leicht angezeigt. Infos zu vielen Mailclients gibt es auf: http://www.spamcop.net/fom-serve/cache/19.html
Sollten Sie trotz der obigen Angaben nicht weiterkommen, schicken Sie bitte die Mail mit dem kompletten Header an: abuse@wuerzburg.de.