Publikationen und Ausstellungen

Begleitbroschüre zur Wechselausstellung "Würzburger Denkmäler"

Zu der vergangenen Ausstellung des Stadtarchivs "Würzburger Denkmäler. Erinnerungskultur im Wandel der Zeit" ist eine Begleitbroschüre erschienen und im Stadtarchiv erhältlich.

Geleitbroschüre zur Ausstellung

 

 "Würzburger Denkmäler. Erinnerungskultur im Wandel der Zeit."

Würzburg 2011 (Kleine Reihe des Stadtarchivs Würzburg, Heft 31), 56 S., 25 Abbildungen, 4,00 €.

 

 

Würzburger Denkmäler

 

 

Mit der Geschichte einiger ausgewählter Denkmäler in der Stadt beschäftigt sich eine bis Ende Dezember 2011 laufende Ausstellung im Foyer des Würzburger Stadtarchivs, die von Annette Wolf erarbeitet wurde und zu der nun in der Kleinen Reihe des Stadtarchivs als Nr. 31 eine Begleitpublikation veröffentlicht wurde.

Denkmäler für bestimmte Personen oder Ereignisse wurden in Europa bereits während der Antike errichtet; seit Beginn des 19. Jahrhunderts ist eine wahre „Denkmalsflut“ zu konstatie­ren. Auch in Würzburg finden sich zahlreiche Denkmäler, die Schlaglichter auf die regionale und nationale Geschichte werfen und deren Errichtung zu verschiedenen Zeiten mehr oder weniger kontrovers diskutiert wurde.

Die Autorin stellt exemplarisch Denkmalstypen vom 19. Jahrhundert bis in die jüngste Ver­gangenheit vor, die entweder heute noch in der Stadt zu finden sind oder die mittlerweile schon wieder aus dem Stadtbild verschwunden sind. Das Echter-Denkmal in der Juliuspro­menade und das mittlerweile verschwundene Prinzregentendenkmal stehen als Beispiele für Herrscherdenkmäler, der Kiliansbrunnen am Bahnhof für ein geschenktes Denkmal. Wie in Würzburg verdiente Bürger geehrt wurden, zeigen das Zürn- und das Lindahldenkmal. Brei­ten Raum nehmen die Kriegerdenkmäler ein: hier ragt neben den Gedenksteinen für Gefal­lene verschiedener Kriege der „Deutsche Michel“, ein Kriegs­wahrzeichen zum Benageln, das im Zuge des Ersten Weltkrieges zwischen Dom und Neu­münster aufgestellt wurde, als Be­sonderheit heraus. In die drei Meter hohe Standfigur, die von Artur Schleglmünig geschaf­fen wurde, konnten Würzburger gegen eine Spende gol­dene, silberne oder bronzene Nägel einschlagen. Nach Ende des zweiten Weltkrieges dauerte es einige Jahrzehnte, bis auch in Würzburg in der Denkmalskultur eine kritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozia­lismus einsetzte und historische Verantwortung in entsprechenden Denkmälern thematisiert wurde. Hierzu gehören das De­portationsdenkmal am Friedrich-Ebert-Ring, die Würzburger Stolpersteine, die seit 2006 in der Stadt verlegt werden oder das für die in der Zeit der NS-Diktatur ermordeten Sinti am Paradeplatz. An die Schrecken des zweiten Weltkrieges erinnert z.B. das Denkmal der Versöhnung, an den Aufbauwillen der Würzbur­ger Bevölkerung das Denkmal für die Trümmerräumung.

 

Pressefoto Ausstellungsbroschüre

 Pressefoto (Ingrid Rack): v.l. Kultur-, Schul- und Sportreferent Muchtar Al Ghusain, Dipl.- Archivarin (FH) Annette Wolf und Ltd. Archivdirektor Ulrich Wagner.

Die Ausstellung im Foyer des Stadtarchivs Würzburg, Neubaustr. 12, 1. Stock, ist von Mo-Do 8.00 bis 17.00 Uhr und Fr 8.00-12.00 Uhr zu besichtigen. Eine nun jetzt vorliegende, umfassend bebilderte Begleitbroschüre kann für 4,00 Euro im Stadtarchiv erworben werden.

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