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Die Stadtreiniger - Abteilung Abfallberater, Umweltstation | |
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Eine Althandysammlung ermöglichte den Bau eines Insektenhotels an der Graf-zu-Bentheim-Schule
Die Franz-Oberthür-Schule, die Steinbachtal-Schule, die Klara-Oppenheimer-Schule, das Matthias-Grünewald-Gymnasium, das Deutschhaus-Gymnasium, die Graf-zu Bentheim-Schule sowie der Media-Markt in der Domstraße, die Stadtwerke, das Bürgerbüro im Rathaus und natürlich auch die beiden Wertstoffhöfe der Stadtreiniger unterstützten erfolgreich die Sammlung. Insgesamt kamen über 800 Handys zusammen. Eine tolles Ergebnis, für das wir uns bedanken möchten.
Sammelsieger war die Graf-zu Bentheim-Schule mit 81 Handys, gefolgt von der Klara-Oppenheimer-Schule mit 75 Handys.
T-Mobile Deutschland spendet für jedes abgelieferte Handy einen Betrag von 3 € an die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Davon erhält die Umweltstation 1,50 € für jedes Handy und kann mit diesem Geld den Bau eines Insektenhotels finanzieren.

Dieses Hotel bietet Wildbienen und andere Insekten eine Vielfalt von Nisthilfen. Die für Natur und Landwirtschaft zur Bestäubung der Pflanzen wichtigen Bienen sind durch die Zerstörung ihrer Lebensräume stark bedroht. Nistmöglichkeiten und artenreiche Pflanzenbestände sind selten geworden, und so ist das Überleben der kleinen Brummer gefährdet. Schülerinnen und Schüler der Graf-zu-Bentheim-Schule in Würzburg haben in Kooperation mit der Umweltstation das „Hotel“ gebaut. Im Schulgarten zwischen Nahrungspflanzen für die Bienen findet es nun einen idealen Standtort und kann als dauerhaftes Lehrnobjekt für die SchülerInnen dienen.
Einen weiteren Erfolg für den Umweltschutz konnte die Sammlung dadurch erreichen, dass die gesammelten Handys einer umweltgerechten Wiederverwertung zugeführt werden.
Weit über 72 Millionen Handys verstauben in den Schubläden deutscher Haushalte. Diese gehören keinesfalls in den Restmüll! Neben Schadstoffen stecken wertvolle Metalle, wie Gold, Kupfer und Coltan in den Handys. Der Abbau dieser Metalle zerstört vielfach die Natur vor Ort und bedroht zahlreiche Tierarten. Sogar Kinder suchen unter katastrophalen Arbeitsbedingungen im Kongo nach dem Erz Coltan. Wenn wir gebrauchte Handys wiederverwenden oder mit umweltgerechten Recycling Wertstoffe daraus gewinnen, benötigen wir weniger primäre Rohstoffe und tragen damit auch zur Reduzierung von Treibhausgasen bei.
Bringen Sie ihre alten Handys weiterhin zu den Sammelstellen. An den Wertstoffhöfen, bei der Umweltstation und im Bürgerbüro finden Sie auch weiterhin Sammelbehälter.

Der Handykauf ist einfach keine „grüne“ Sache
Neukauf
Der Neukauf eines Handys bedeutet immer eine starke Umweltbelastung. Wenn Sie ein neues Gerät brauchen, können Sie ein paar Punkte beherzigen und ein Gerät wählen, das zumindest besser ist als andere. Laufen Sie nicht jedem Hype nach. Nutzen Sie Ihr Gerät lieber solange es funktionsfähig ist.
Welche Hersteller „grüner“ sind als andere, können Sie z.B. im Handy-Ranking vom NABU
nachlesen.
Verkaufen - Gebraucht kaufen
Entspricht Ihr aktuelles Gerät nicht mehr Ihren Ansprüchen, ist aber noch voll funktionsfähig? Dann ist es unter Umweltaspekten sinnvoll es zu verkaufen. Wenn Sie es nicht selbst an den Nächstbesitzer bringen wollen, gibt es zum Beispiel die Möglichkeit es über entsprechende Händler auf den Gebrauchthandy-Markt zu bringen.
Auch bei Handys gilt: Wer gebraucht kauft, schont Ressourcen und hilft Müll zu vermeiden.
Recyceln
Altgeräte immer zurückgeben. Über den Wertstoffhof oder entsprechenden Sammlungen werden die Handys einer umweltgerechten Wiederverwendung oder Aufbereitung zugeführt - keinesfalls in den Restmüll!
Flyer mit allgemeinen Tipps zum Handy
von Germanwatch
Denken Sie auch an Ihre Gesundheit
Beim Handykauf sollte nicht nur an die Umwelt, sondern auch an die eigene Gesundheit gedacht werden. Achten Sie auf die spezifische Absorptionsrate (SAR), einem Maß für den auf die Gewebemasse bezogenen Leistungsumsatz (W/kg), der vom Gerät ausgeht. Beim Bundesamt für Strahlenschutz
lassen sich die herstellerunabhängigen Messwerte zu aktuellen Modelle einsehen. Gesetzlich vorgeschrieben ist ein Grenzwert von max. 2 W/kg. Der Blaue Engel, der sich im Bereich Mobiltelefone leider noch nicht durchgesetzt hat, setzt einen schärferen Grenzwert von max. 0,6 W/kg voraus.