Der siebte Teil der Serie enthält folgende Geschichten: Revolution! +++ Und der Sieger ist: Der Bischof +++ Stichwort: Der Hexenhammer +++ "Das Ungeziffer ausrotten" +++ Julius Echter +++ Das Bollwerk hält. Das Bollwerk hält nicht. +++ Keine Geschäfte für Evangelische +++ Das Messgewand im Kochtopf +++ Eine "polizeiwidrige und dem gemainen Wesen schädliche Sach" +++ Porträt: Winzermeister Klemens Rumpel
![]() | Revolution! April 1525: Im Land spielt sich Ungeheuerliches ab. Viele tausend Bauern, voller Wut und Mordlust, proben den blutigen Aufstand. 60 Burgen und 20 Klöster haben sie niedergebrannt. Ihre Haufen bewegen sich auf Würzburg zu. In der Stadt brodeln die Gemüter. In den Weinschänken, in den Gassen, auf den Plätzen, überall, wo Leute zusammenkommen, scheint Hans Bermeter zu sein. weiter >>> |
![]() | Und der Sieger ist: Der Bischof Die Würzburger Bürger bezahlten ihre Niederlage im Bauernkrieg schwer. Fürstbischof Konrad von Thüngen hob alle Rechte der Bürgerschaft auf. Er legte fest: Die Wahl des Stadtrates und des Stadtschreibers sind ausschließlich seine und des Domkapitels Angelegenheit... weiter >>> |
![]() | Stichwort: Der Hexenhammer Hexenhammer ("Malleus maleficarum") heißt das Werk des Straßburger Dominikanerpaters Heinrich Kramer, das 1486 erscheint und zur Grundlage der Hexenjagden wird. Kramer unterrichtet unter anderem über: die gewöhnliche Reinigung und besonders über die Probe mit dem glühenden Eisen; die Art, das Urteil über eine Angezeigte zu fällen, die verdächtig und übel beleumdet ist; ... |
![]() | "Das Ungeziffer ausrotten" Welche Not! Im Gefängnis sitzt eine Frau und klagt: "Der Bischof lässt nit nach, bis er die ganze Statt verbrennt hab." Unter Philipp Adolph von Ehrenberg, einem Neffen Julius Echters, sitzen zwischen 1626 und 1629 viele vermeintliche Hexer und Zauberer im Gefängnis. weiter >>> |
![]() | Julius Echter 18. März 1544 Geburt Julius Echters von Mespelbrunn. +++ 1573 Das Domkapitel wählt den 28-jährigen Domherren mit 11 von 22 Stimmen zum Bischof. +++ 1575 Er wird erst zum Priester, dann zum Bischof geweiht. +++ 1575 Echter verschärft das Mandat, mit dem sein Vorgänger Friedrich von Wirsberg die Juden aus dem Hochstift vertrieben hat. weiter >>> |
![]() | Das Bollwerk hält. Das Bollwerk hält nicht. Wenn sich der große Universalgelehrte Athanasius Kircher, Würzburger in den Jahren 1629 bis 1631, schlafen legt, plagen ihn Albträume. Im Traum verfolgt ihn, was am Tag passiert. In Würzburg wüten Hexenjäger, niemand ist sicher. Draußen tobt der Krieg, die Schweden sind auf dem Weg nach Würzburg. weiter >>> |
![]() | Keine Geschäfte für Evangelische Dass Würzburg heute keine pulsierende Handelsmetropole ist, hat womöglich viel mit der Religion zu tun. 1566 begann Fürstbischof Friedrich von Wirsberg die Würzburger Protestanten zu mobben, sein Nachfolger Julius Echter machte Schluss mit den Evangelischen. 1594 verließen die letzten die Stadt, ausgewiesen bis ins Jahr 1803. weiter >>> |
![]() | Das Messgewand im Kochtopf In der Bibliothek der Universität von Schweden liegt Kriegsbeute aus Würzburg: die Bibliothek Julius Echters, 1631 aus der Festung gestohlen. Reste eines Messgewandes Echters, ebenfalls Beute aus dem Dreißigjährigen Krieg, gehören zu den kostbarsten Besitztümern einer Kirche in Linköping. Was fehlt, hatten die Landsknechte in Brühe verkocht und als Mittel gegen Gelbsucht verwendet. Sie glaubten, das Gewand könne Wunder bewirken. weiter >>> |
![]() | Eine "polizeiwidrige und dem gemainen Wesen schändliche Sach" Das Würzburger Trinkwasser war eine schlimme Brühe. Ist das ein Jubel gewesen, als Balthasar Neumann 1730 sauberes Quellwasser vom Faulenberg über einen Kanal in die Stadt geleitet hatte. Joseph Raphael Tatz, ein Ingenieur, berichtet, was los war, als das Wasser aus dem Vierröhrenbrunnen sprudelte: "Einige Stehen mit Krügen, Einige mit gläser andere mit bütten da, das wasser zu hohlen, Einer drinckeht auß der Röhren, der andere haltete den hutt auf und thun nicht anders, als laufete wein heraus." weiter >>> |
![]() | Porträt: Winzermeister Klemens Rumpel Klemens Rumpel hat einen uralten Arbeitsplatz, nach dem Main einen der ältesten der Stadt. Rumpel ist einer der Winzermeister des Bürgerspitals, sein Arbeitsplatz ist die Weingroßlage Würzburger Stein. Rumpel, aufgewachsen auf einem Bauernhof in Rimpar, hat Landwirtschaftsgehilfe gelernt. Er verlässt den Hof der Eltern, weil der zu klein ist; mehr als eine Familie ernährt er nicht. |