Die Liste der Barrieren, Umwege und unbewussten Diskriminierungen, die von den Stadträten nach der Tour in einer gemeinsamen Runde zusammen getragen wurden war lang: „versteckte“ Türöffner, fehlende Behindertentoiletten in der Gastronomie oder auch Spiegel, um aus engen Aufzügen rückwärts wieder herauszufinden, wurden vermisst. Gerr und der Behindertenbeauftragte der Stadt Würzburg Karl-Heinz Marx betonen in ihren Schlussworten, dass es an diesem Tag aber nicht das Ziel war, die Stadt Würzburg als besonders rückständig in Sachen Barrierefreiheit zu präsentieren. Dies würde den großen Fortschritten der letzten Jahre und der insgesamt positiven Gesamtsituation im Städtevergleich nicht gerecht, vielmehr ginge es darum, die Entscheidungsträger über künftige Bauprojekte auf möglichst viele wichtige Detailfragen aufmerksam zu machen. Trotzdem notierten sich die Stadträte und der Oberbürgermeister nach den gelösten und ungelösten Aufgaben selbstverständlich viele konkrete Hausaufgaben.
![]() | Komplizierter Weg zum Casino: Snacks aus der Stadtkantine während der Sitzungspause lässt sich Michael Gerr von den Kollegen mitbringen. Oberbürgermeister Georg Rosenthal bewältigte im Rahmen der „Rollstuhl-Erfahrung“ einmal den langen Umweg über den Grafeneckart. Foto: Wagenbrenner |
![]() | Erfahrungsaustausch: Stadtrat Michael Geer (links) bespricht mit Oberbürgermeister Georg Rosenthal (Zweiter von rechts) und Stadtrat Hans Schrenk (rechts) die ersten bewältigten und unbewältigten Aufgaben der Rollstuhl-Erfahrung. Foto: Wagenbrenner |