In Würzburg wird die 37-Jährige im Mai ihre erste Ausstellung auspacken und hängen: „Das Öffnen der Kisten ist immer wie Weihnachten. Die Inspiration, die von den Originalen ausgeht, können Kataloge und Fotos einfach nicht ersetzen", freut sich die in Lübbecke geborene Wissenschaftlerin schon jetzt auf die Werke der Rupf-Stiftung von Pablo Picasso bis Paul Klee, ausgeliehen vom Kunstmuseum in Bern.
Eine ausgewiesene Expertin ist die neue Kraft am Alten Hafen auf dem Feld der Historienmalerei des 19. Jahrhunderts. Doch als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Kunsthalle in Bremen war auch die Kunst der Gegenwart stets ein Schwerpunkt: „ Mir ist es wichtig, in einem Museum zu arbeiten, das nicht im 19. Jahrhundert aufhört. Der Kulturspeicher mit seiner Spannung aus Figürlichem und der Konkreten Kunst ist ein sehr lebendiges und beeindruckendes Haus."
Dr. Lauter freut sich über den „frischen Wind aus dem Norden, mit dem neue Perspektiven für unser Museum und die beiden Sammlungen einhergehen". Die neue Kollegin kennt Würzburg nicht erst seit ihrer Aschaffenburger Zeit. Bereits während des Studiums in Köln führte sie ein Tiepolo-Seminar in die Würzburger Residenz. Seitdem legte sie - unterwegs auf der Autobahn - immer gerne einen Zwischenstopp beim Weltkulturerbe ein.
Dr. Holsing promovierte zum Thema „Luther - Gottesmann und Nationalheld. Sein Image in der deutschen Historienmalerei des 19. Jahrhunderts". Unter ihren zahlreichen Veröffentlichungen befindet sich seit 2011 auch ein umfangreicher Bestandskatalog zur französischen Malerei der Kunst-halle Bremen: „Vom Klassizismus zum Kubismus". Die wissenschaftliche Stelle im Kulturspeicher und somit die Nachfolge von Dr. Carola Schneider ist zunächst auf zwei Jahre befristet.