Viele nationale und internationale Automobilhersteller und Zulieferer bauen beispielsweise auf die Expertise einer Mannschaft, die seit über zehn Jahren mit Serienerfahrung für elektrische Antriebssysteme für Hybrid- und Elektrofahrzeuge ausgestattet ist. Seit Sommer 2008 wird dieser Sachverstand in einer eigenständigen GmbH in Würzburg gebündelt und rundet so das Portfolio der 1980 gegründeten Firmengruppe hofer ab. Über 400 Mitarbeiter sind weltweit für diese Gruppe tätig.
Mit 15 Mitarbeitern ging es in Würzburg los, heute gehören bereits 22 zum Team am Main. Geschäftsführer Dr. Heinz Schäfer sieht den Standort mit hoch nachgefragten Produkten weiter im Aufwind. Die Abkürzung „eds" steht für „electric drive systems": Für die Branchen PKW und Nutzfahrzeuge entwickelt das Unternehmen Gesamtsysteme. Neben der elektrischen Maschine werden auch das Getriebe, die Leistungselektronik, die Software und die Kühlung unter der Motorhaube genau nach Kundenvorstellungen kreiert und bis zur Produktionsreife begleitet.
Im unmittelbar angesiedelten Prüfzentrum testet man elektrische Antriebe mit einer Leistung bis zu 150 kW auf Herz und Nieren. Am Ende monatelanger Entwicklungen stehen laut Dr. Schäfer keineswegs immer reine Antriebe für Elektrofahrzeuge. Ein großer Trend sind Kombinationen aus Verbrennungsmotor und elektrischem Antrieb, sogenannte Hybrid - Antriebe. Also beispielsweise ein Auto, das in der Innenstadt Ressourcen schont indem es rein „elektrisch" fährt und außerorts noch sportlicher agiert, wenn die Drehmomente beider Antriebe addiert werden.
Beim Firmenbesuch begrüßte auch der Vorstandsvorsitzende Johann Hofer den Oberbürgermeister. Hofer, dessen Unternehmensphilosophie schlicht lautet „Am wichtigsten sind die Köpfe" warb um ideale Rahmenbedingungen für sein Unternehmen, aber auch -Kooperationspartner - wie beispielsweise die Hochschule für angewandte Wissenschaften: „Wir können unser Geld nur einmal ausgeben, wir wollen vorrangig nicht in Gebäude investieren." Rosenthal zeigte Entwicklungschancen beispielsweise auf dem Konversionsgelände am Hubland auf und nannte verschiedene weitere potentielle Kooperationspartner vom AK zur Elektromobilität der Mainfranken GmbH bis hin zur Projektgruppe „Nano-Röntgensysteme zur Materialcharakterisierung" des Fraunhofer-Instituts in Zusammenarbeit mit der Universität. Des Weiteren gab es zusammen mit dem Firmenbeauftragten der Stadt Ralf Bersenfelder einen regen Austausch über die sogenannten weichen Standortfaktoren: vom kulturellen Angebot für Mitarbeiter bis hin zur optimalen Kinderbetreuung und Ansprüchen im Alter.
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hofer eds Innovationen in Sachen Elektromobilität: Melanie Böhme (Leiterin Verwaltung), Peter Bucher (Leiter Konstruktion), Dr. Marco Falco (Leiter Entwicklung), Geschäftsführer Dr. Heinz Schäfer, Oberbürgermeister Georg Rosenthal und Vorstandsvorsitzender Johann Hofer (von links) beim Besuch des Würzburger Entwicklungszentrums von hofer eds. Foto: Georg Wagenbrenner |