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Kreativwirtschaft in Würzburg

Es gibt ein neues Beratungsangebot für Kulturschaffende und Kreative in Würzburg. Ziel der Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums und des Kulturstaatsministers ist es, die Wettbewerbsfähigkeit dieser arbeitsplatzreichen Branche zu steigern. Die Wirtschaftsförderung und der Fachbereich Kultur der Stadt Würzburg unterstützen das Vorhaben.

Autoren, Filmemacher, Musiker, bildende und darstellende Künstlerinnen und Künstler, Architekten, Designer und die Entwickler von Computerspielen – unter dem Begriff „Kultur- und Kreativwirtschaft“ versammelt sich eine bunte Berufsgruppe. Und eine volkswirtschaftlich wichtige dazu: Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums erzielten im Jahr 2008 deutschlandweit knapp eine Million Erwerbstätige in rund 238.000 Kreativ- und Kulturunternehmen einen Umsatz von 132 Milliarden Euro. Mit 28 Prozent ist dabei die Quote der Selbständigen außergewöhnlich hoch. Doch trotz der insgesamt erfolgreichen Entwicklung steht die Kultur- und Kreativwirtschaft nach Einschätzung des Ministeriums vor besonderen Herausforderungen, wie beispielsweise der Digitalisierung und der Globalisierung.
 

Bundesweite Initiative

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche weiter zu steigern, hat die Bundesregierung im Jahr 2007 die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft gestartet. Branchenhearings und ein Forschungsgutachten im Jahr 2009 haben die besonderen Erfordernisse für Kultur- und Kreativunternehmer deutlich gemacht. Daraufhin wurde zum Jahresende 2009 das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes eingerichtet, das sich als Mittler zwischen Kulturschaffenden und wirtschaftsfördernden Organisationen und der Politik versteht. Eine Besonderheit macht das Kompetenzzentrum aus: Als Bundeseinrichtung ist es auch auf der regionalen Ebene aktiv. Im Wesentlichen geht es hier um Beratungsleistungen. Dazu wird ein Netz von regionalen Ansprechpartnern vorgehalten, die individuelle Orientierungsberatungen und Sprechtage anbieten.

Auch Würzburg kommt in den Genuss dieser Förderung: Der für Bayern zuständige Regionalberater Jürgen Enninger aus Nürnberg steht seit Juni 2010 den hiesigen Kreativen sowie Kunst- und Kulturschaffenden für Informationsgespräche zur Verfügung.


Äußerer Rahmen durch die Stadt Würzburg

Unterstützt wird er dabei von der Wirtschaftsförderung und dem Fachbereich Kultur der Stadt Würzburg. „Wir freuen uns über die Hilfestellung, die damit einer bedeutenden Gruppe von Unternehmern, Selbstständigen und Freiberuflern unserer Stadt gegeben wird“, betont Klaus Walther, als Geschäftsleiter des städtischen Eigenbetriebs Congress-Tourismus-Wirtschaft (CTW) unter anderem zuständig für die Wirtschaftsförderung Würzburgs. „Deshalb stellen wir Herrn Enninger für seine Beratungsgespräche gerne unsere Räume im Würtzburg Palais am Congress Centrum zur Verfügung.“
 

Kostenlose Beratungsgespräche zweimal im Monat

Die Sprechtage finden am zweiten und vierten Donnerstag im Monat statt. „An diesen Tagen werde ich zwischen 10:30 und 18:00 Uhr für etwa einstündige, kostenlose Informationsgespräche bereitstehen“, sagt Jürgen Enninger, der vor seiner Beratertätigkeit als Geschäftsführer einer Plattenfirma sowie als Sprecher eines Mittelstandsverbandes in Bayern tätig war.

Im Mittelpunkt der Gespräche stehen erfahrungsgemäß die Klärung erster unternehmerischer Ideen, die wirtschaftliche Weiterentwicklung einer konkreten Geschäftsidee, die Verknüpfung mit spezifischen Angeboten für die Kultur- und Kreativwirtschaft vor Ort sowie das Networking und der Erfahrungsaustausch.

„Neben dem wirtschaftlichen Abklopfen von unternehmerischen oder künstlerischen Projekten geht es bei unseren Sprechtagen auch um einfache, aber nichtsdestotrotz wichtige Fragen wie zum Beispiel: Was kann ich tun, wenn Rechnungen nicht bezahlt werden? Wie organisiere ich meine Akquise?“, erläutert Jürgen Enninger.
Teilnahmeberechtigt ist jeder, der seine Aktivität einem der elf Teilbereiche der Kultur- und Kreativwirtschaft (siehe Kasten) zuordnet oder in diesen Teilbereichen wirtschaftliche Aktivitäten entfalten will.

Für eine Anmeldung kontaktieren Interessierte Jürgen Enninger unter Tel. 0151-26 46 72 88 oder E-Mail enninger@rkw.de.


Eine Chance auf neue Arbeitsplätze

„Ich hoffe, dass die für die regionale Wirtschaft so wichtige Kultur- und Kreativszene dieses Angebot ausgiebig nachfragt, um die wirtschaftlichen Möglichkeiten, die in ihren Ideen und Themen stecken, noch offensiver zu nutzen. Diese Chance, in Würzburg für Würzburg vielleicht auch neue, hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen, sollte nicht ungenutzt bleiben“, unterstreicht Klaus Walther abschließend.

 



Elfmal Vielfalt

Die Kultur- und Kreativwirtschaft gliedert sich nach der Definition der Bundesregierung in elf Teilmärkte:

  • Architekturmarkt,
  • Buchmarkt,
  • Designwirtschaft,
  • Filmwirtschaft,
  • Kunstmarkt,
  • Markt für darstellende Künste,
  • Musikwirtschaft,
  • Pressemarkt,
  • Rundfunkwirtschaft,
  • Software/Games-Industrie,
  • Werbemarkt.


Weitere Informationen zur Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft gibt es im Internet unter www.kultur-kreativ-wirtschaft.deexterner Link
 



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Ansprechpartner:
Eigenbetrieb Congress - Tourismus - Wirtschaft
Am Congress Centrum
97070 Würzburg
Tel: 0931 - 37 23 19
Fax: 0931 - 37 35 89
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