Monochrome Landschaften

fineart-Analogfotografie von Christoph K. Schwarz

pp KB 623-18

Bei dieser Ausstellung im Lesecafe der Stadtbücherei Würzburg steht die klassische analoge Schwarzweiß-Fotografie im Mittelpunkt, wie sie sich in Deutschland noch eher zögerlich als Kunstform etabliert. Die Fotografien des Würzburger Künstlers Christoph Schwarz stehen sowohl in ihrer Bildsprache als auch der handwerklichen Ausrichtung in der Tradition der amerikanisch geprägten klassischen Landschafts-fotografie und hierbei insbesondere ihres bekanntesten Vertreters, Ansel Adams.

Die Motive seiner Naturaufnahmen findet der Künstler vor allem in seiner unterfränkischen Heimat: die eigentlich unaufgeregten Landschaftsansichten gewinnen durch die Abbildung in schwarzweiß eine ganz andere Bedeutung/Dimension und auch Pflanzen und florale Details, formal eher unbedeutende Motive, erfahren durch ihre monochrome Darstellung eine
ungeheure darstellerische Kraft.

Die Fotografien entstehen von der Aufnahme bis zum fertigen Abzug komplett analog. Sämtliche Arbeitsschritte werden eigenhändig und ohne weiteren maschinellen Einsatz ausgeführt. Hierzu gehört auch das eigene Schwarzweißlabor, in dem die Filme entwickelt und die Vergrößerungen erstellt werden. Alle Bilder sind auf Barytpapier geprintet, archivfest ausgearbeitet und auf Museumskarton kaschiert.

Die Gestaltung erfolgt während der Aufnahme mit den genuin fotografischen Ausdrucksmitteln. Christoph K. Schwarz beschreibt seine Arbeitsweise daher auch als „Authentische Schwarzweiß-Fotografie“:

•   Authentisch: direkt, unmittelbar, unmanipuliert, echt
•   Schwarzweiß: zeitlos, traditionell, abstrahierend und doch realistisch
•   Fotografie: Abbild der Wirklichkeit durch das Objektiv der Kamera gesehen vom Auge des Fotografen.

pp 4x5'' 499

Der Würzburger Fotokünstler Christoph K. Schwarz präsentiert seine schwarz-weißen Landschaftsaufnahmen auf dem Hintergrund eines anspruchsvollen hermeneutischen Ansatzes, der mit den Worten „Authentizität“ und „Handwerk“ sowie dem Programm „Slowfood in der Zeit der Bilderfastfood“ wiedergegeben werden kann.
Qualität und Anmutung der Bilder sind unübertroffen. Das Wissen um das analoge und unmanipulierte Verfahren vermittelt eine Aura des Wertes und der Kostbarkeit.
Zugleich wirken die „monochromen Landschaften“ auch ganz unmittelbar und erzählen von einer poetischen und Mystischen Schönheit der Natur.

Dienstag, 7. Februar – Samstag, 14. April 2012