Mi., 24.03. Dr. Johannes Mayer, Universität Würzburg: Klostermedizin – gestern und heute Die Klostermedizin war nicht irgendeine besondere Therapieform vergangener Zeiten, das Wort bezeichnet vielmehr eine Epoche der europäischen Medizingeschichte. Die Grundlagen dafür schuf der Heilige Benedikt in seiner Klosterregel. Im frühen und hohen Mittelalter sorgten vorwiegend Mönche und Nonnen für eine kompetente medizinische Versorgung der Bevölkerung in Europa. Dazu nutzten sie medizinisches Wissen aus der Antike, fügten dem im 11. und 12. Jahrhundert auch die Kenntnisse der arabischen Medizin und der europäischen Volksheilkunde hinzu. Somit ist die Klostermedizin eine wichtige Stufe in der Entwicklung einer „traditionellen europäischen Medizin“, die sich gegenüber anderen medizinischen Systemen nicht zu verstecken braucht und uns heute noch viele Anregungen in der Anwendung von Kräutern und Mineralien sowie der Erhaltung der Gesundheit zu geben vermag. Der Vortrag stellt neben der Geschichte der Klostermedizin ihre wichtigsten Persönlichkeiten und Stationen wie Walahfrid Strabo, Hildegard von Bingen und Albertus Magnus vor, sowie zahlreiche Arzneipflanzen und Therapien mit ihrer Bedeutung damals und heute. |