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16.04.2002: Würzburg als Markenzeichen
 

Der Wettbewerb der Regionen läuft europaweit - ein Wettbewerb um kluge, originelle Köpfe, um innovative Unternehmen. Da gilt es, die Standortvorteile offensiv zu vermarkten. Die Region Würzburg hat dies nach Überzeugung vieler bislang nicht ausreichend getan. Mit der neu gegründeten "Würzburg AG" soll das anders werden. "Würzburg AG - wir sind kein Arbeitskreis, sondern eine richtige kleine Aktiengesellschaft", stellte Prof. Rainer Thome, der künftige Aufsichtsratsvorsitzende, die originelle Idee vor (siehe auch Interview), mit der man bundesweit für Aufsehen sorgen möchte.

Ziel der Initiative sei es, die verborgenen Schätze der Region vom einmaligen Kulturangebot bis hin zu den High-Tech-Forschungseinrichtungen an der Universität "nach innen und nach außen" bekannter zu machen. Würzburg habe in der Vergangenheit "zu oft" Negativ-Schlagzeilen geschrieben, bedauerte Sabine Unckell, die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende. Unter dem Label "Würzburg AG - eine Geschichte mit Zukunft" wolle man dem Image von Bocksbeutel, Baudenkmälern und Beschaulichkeit ein modernes Leitbild entgegen setzen.

Die "Marke Würzburg" (Mit-Initiator David Brandstätter) soll künftig europaweit für einzigartige Lebensqualität, moderne Bildungs- und Forschungseinrichtungen, aber auch für einen Wirtschaftsstandort mit Perspektive stehen. In Würzburg zu leben, in Würzburg zu investieren, sei "eine Geschichte mit Zukunft", so das Motto der AG.

"Wir verstehen uns als Netzwerk, das vorhandene Aktivitäten bündelt, Kontakte vermittelt", so AG-Vorstand Claus Schreiner. Insofern ergänze man die Arbeit anderer Marketing-Initiativen wie der "Chancen-Region Mainfranken". Vorteil der AG sei jedoch, dass sie bei ihrem Tun weniger Rücksicht auf politische Entscheidungsprozesse nehmen müsse, betonten die Verantwortlichen bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Gleichwohl ist die Stadt Würzburg mit Co-Vorstand Klaus Walther (Geschäftsführer Congress-Tourismus-Wirtschaft) mit im Boot der AG. Auch der Landkreis hat Unterstützung signalisiert.

Um zu erreichen, dass Würzburg überall als "progressiver Standort" für innovative Unternehmen und Forschungseinrichtungen, als Ort hochkarätiger Kunst- und Kulturereignisse, als beliebte Kongress-Stadt sowie als internationales Basketball-Zentrum wahrgenommen wird, wie es sich AG als "Vision für das Jahr 2012" wünscht, sollen jetzt Schritt für Schritt Anregungen aus einem Ideenwettbewerb für Werbeagenturen umgesetzt werden.




Main-Post vom 16.04.2002, Main-Post

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