Die Nachricht, auf die die Universitätsleitung mit Hochspannung wartet, kommt erst am Freitag, dem Dreizehnten. Werden die Würzburger Anträge in der Exzellenzinitiative bewilligt und wird die Julius-Maximilians-Universität vielleicht, womöglich, eventuell sogar Elite-Universität? Am Freitag in einer Woche werden die Gutachter unter der Federführung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entscheiden. Quasi als kleine Freude in der nervenaufreibenden Wartezeit gab es gestern für die Uni bereits eine gute Nachricht aus Bonn: Im aktuellen Förderranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft liegt die Uni Würzburg auf Platz 4. 104,7 Millionen Euro konnte die Hochschule in den Jahren 2002 bis 2004 für Forschungsprojekte bei der DFG einwerben. Mehr Geld bekamen nur die LMU München (130,8 Mio Euro), Aachen (126,2 Mio) und Heidelberg (105,1 Mio) bewilligt. Die DFG-Förderung erfolgt nach einem strengen Begutachtungsverfahren und gilt als besonderes Qualitätsmerkmal in der Forschung. Den Würzburger Wissenschaftlern ist ein gewaltiger Sprung nach vorne gelungen: Seit der ersten DFG-Untersuchung Anfang der 90er Jahre kletterte die Julius-Maximilians-Universität in den Ranglisten kontinuierlich nach oben - von Platz 14 über Platz 10 und Platz 8 auf den Rang kurz vor dem Podest. Sehr zur Freude von Präsident Professor Axel Haase, der auf eine Zahl in der Untersuchung besonders stolz ist: Bei der Höhe der Bewilligungen pro Professor liegt Würzburg auf Rang 6 - keine Universität in Bayern schneidet da besser ab. Noch eine Würzburger Besonderheit wird in den Zahlen der DFG deutlich: 80 Prozent aller Fördergelder wirbt die Uni für Projekte aus den Lebenswissenschaften, also Biologie und Medizin, ein. Und, so haben es die Autoren der Untersuchung vermerkt - Würzburg ist überdurchschnittlich stark an Kooperationsprogrammen beteiligt und vor allem überregional stark vernetzt. Quelle: Main-Post vom 05.10.2006/(NAT) |