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Rollrasen-Labyrinth schlägt Brücke zwischen Kulturspeicher und LGS

Zur Ausstellung „Labyrinth konkret … mit Nebenwegen“ präsentieren das Museum im Kulturspeicher und die Künstlerin Waltraud Munz-Heiliger in Zusammenarbeit mit dem städtischen Fachbereichen Bauen und dem Gartenamt ein Rasenlabyrinth vor dem Gebäude des Museums.


Foto: Die Mitarbeiter des Gartenamts bei der Verlegung des QR-Codes aus Rollrasen. 
Foto: Die Mitarbeiter des Gartenamts bei der Verlegung des QR-Codes aus Rollrasen.  (c) Sonja Kippes


Das Labyrinth aus Rollrasen, entwickelt von der Künstlerin, schlägt die Brücke zwischen der Wechselausstellung und der Landesgartenschau. 

Die in der Nähe von Darmstadt lebende Künstlerin Waltraud Munz-Heiliger verwendet den QR-Code des Museumsnamens und überträgt ihn partiell in eine Installation aus Rollrasen. Das unruhige Datenmuster erfährt durch den Dimensionssprung und Materialwechsel Beruhigung und im wahrsten Sinne des Wortes, "Erdung". Das Daten-Labyrinth verwandelt sich in lebendes Grün. So gelingt der Künstlerin die Synthese zwischen codierter Information und Natur, letztere in ihrer artifiziellen, gezähmten Form. 

„Noch nie hat ein künstlerisches Projekt so unterschiedliche Dienststellen der Stadt Würzburg produktiv und kreativ zusammengeführt“, freut sich Museumsdirektorin Dr. Marlene Lauter. „Die Realisierung der Installation verdankt sich der großzügigen Unterstützung des Fachbereiches Bauen und insbesondere des Gartenamtes, ohne die der fachkundige Aufbau nicht zu leisten gewesen wäre“, bedankt sich Marlene Lauter bei den Dienststellenleitern Jörg Roth (Fachbereich Bauen) und Dr. Helge Bert Grob (Gartenamt) und ihren Teams. Insgesamt wurden 150 m² Rollrasen verlegt. Zwei Rollrasenbahnen wurden jeweils nebeneinander ausgelegt, sodass eine Gesamtbreite von 80 cm pro Bahn erreicht wird. 


Das Labyrinth

Labyrinthe üben eine große Faszination aus und sind bereits aus dem Altertum überliefert. Ein antiker Mythos beschreibt den Ursprung des Labyrinths als Anlage des griechischen Palastes von Knossos. Es steht für ein Gangsystem, das durch zahlreiche Richtungsänderungen den Weg zum Zentrum verrätselt. Seit dieser Zeit haben seine Formen unterschiedliche Ausprägungen und inhaltliche Deutungen erfahren. In vielen mittelalterlichen Kathedralen wie in Amiens oder Chartres dienten Fußbodenlabyrinthe zu Bußübungen. In der christlichen Religion symbolisiert das Labyrinth den Weg der Seele zur Erlösung. Im Labyrinth führt der Weg zum Ziel, gleichzeitig ist der Weg das Ziel.


Foto: Blick vom Dach des Kulturspeichers auf die Entstehung des Rollrasen-Labyrinths.
Foto: Blick vom Dach des Kulturspeichers auf die Entstehung des Rollrasen-Labyrinths. (c) Sonja Kippes 


Darüber hinaus ist das Labyrinth eine alte Form des Ornamentes, die sich heute neu belebt, vor allen Dingen dort, wo Künstler sich an der Geometrie orientieren. Damit hat das Labyrinth Berührungspunkte zu Grundprinzipien der konstruktiv-konkreten Kunst, die sich nicht zuletzt mit den Beziehungen von Liniensystemen auf der Fläche beschäftigt. Dies gab den Anstoß für ein Ausstellungsprojekt im Museum im Kulturspeicher, das labyrinthischen Formstrukturen nachgeht. Ausgehend von der "Sammlung Peter C. Ruppert. Konkrete Kunst in Europa nach 1945", die im Museum im Kulturspeicher beheimatet ist sind in der Ausstellung Werke der Sammlung etwa von Jakob Bill, François Morellet, Suzanne Daetwyler und Ludwig Wilding zu sehen, ebenso wie zahlreiche Leihgaben von Künstlern wie Heinz Mack, Vera Röhm, Mark Wallinger oder der im Würzburger Raum lebenden Matthias Engert, Jürgen Hochmuth und Joachim Koch. Insgesamt ca. 40 Labyrinthe als Wand- oder Bodenarbeit, eines davon begehbar, zeigen die Vielfalt des Labyrinthes. 

 

Speziell zu dieser Ausstellung, deren übrige Exponate in den Wechselausstellungsräumen des Museums zu sehen sind, gilt ein besonderes Angebot im Rahmen der Kooperation mit der Landesgartenschau Würzburg: Besucher des Museum im Kulturspeicher erhalten mit ihrer Eintrittskarte das vergünstigte Tagesticket der Landesgartenschau (zwei Euro Ermäßigung) und umgekehrt erhalten alle diejenigen, die ein Ticket der Landesgartenschau im Museum im Kulturspeicher vorweisen, ebenfalls einen vergünstigten Eintritt (ein Euro Ermäßigung). Die Aktion ist während der kompletten Laufzeit der Landesgartenschau gültig. 

Die Ausstellung wird offiziell am Mittwoch, 16. Mai, um 18:30 Uhr im Museum im Kulturspeicher eröffnet und wird von 17. Mai bis 15. Juli 2018 zu sehen sein.

QR-Code Rollrasen vor dem Kulturspeicher
QR-Code Rollrasen vor dem Kulturspeicher

Die Mitarbeiter des Gartenamtes verlegen den Rollrasen vor dem Kulturspeicher
Die Mitarbeiter des Gartenamtes verlegen den Rollrasen vor dem Kulturspeicher

Wichtig für das Gedeihen des grünen QR-Codes: wässern
Wichtig für das Gedeihen des grünen QR-Codes: wässern

Teil des grünen QR-Codes
Teil des grünen QR-Codes

 


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