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Journalisten-Seminar zur Europawahl: Brüsseler Einblicke und Recherchetipps

Dass Europa komplex ist, zeigen aktuell nicht nur die täglichen Updates zum Brexit und somit die Frage nach dem einschneidenden Ausstieg aus einem über Jahrzehnte gewachsenen Institutionen-Gefüge und Vertragswerk.

Europaseminar Journalisten
Europaseminar Journalisten Bild: Georg Wagenbrenner
Der Brexit lässt die Bürgermeisterin der Europastadt nicht kalt: Marion Schäfer-Blake begrüßt Journalisten zu einem Fachseminar im Vorfeld der Europawahl am 26. Mai.

Das Europäische Parlament ist in diesem Gefüge - neben der Kommission und dem Rat der EU - die direkt von den Bürgern gewählte Größe: mit derzeit noch 751 Abgeordneten aus 28 Mitgliedstaaten, die sich in acht Fraktionen organisieren, die in 24 Amtssprachen kommunizieren. „Auch nach Jahrzehnten hat man auf einem solchen Feld nicht ausgelernt“, gibt auch Rainer Reichert zu, der seit 1994 im Bayerischen Journalistenverband (BJV) den Fachausschuss Europa leitet. Der BJV war nun zusammen mit dem Bundespresseamt und dem Büro EU-Angelegenheiten der Stadt Würzburg Veranstalter eines Seminars speziell für Journalisten. Im Rathaus gab es Fachvorträge, Recherchetipps, zahlreiche Hinweise auf umfangreiche Quel-len und natürlich die Möglichkeit, mit Experten ins Gespräch zu kommen. Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake begrüßte im ausgebuchten Wappensaal Regionaljournalisten aus ganz Nordbayern und betonte: „In Zeiten von Desinformation sind Sie die Garanten für Qualitätsjournalismus. Social Media kann keinesfalls die Rolle der klassischen Medien übernehmen, wenn es um schwierige Zusammenhänge und seriöse Berichterstattung geht. Danke, dass Sie sich die Zeit nehmen dieses schöne Angebot wahrzunehmen.“

Die Multiplikatoren erfuhren so von Philipp Bauer, Pressereferent im Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in Berlin, wie aktuell die Prognosen und Projektionen für den Wahltag aussehen. Unter der Moderation von Walter Liedtke, ein Geschäftsführer der Pressto GmbH, kam zudem die Würzburger Politologin Dr. Gisela Müller-Brandeck-Bocquet zu Wort, die in der EU derzeit nicht nur Krisen, sondern auch Aufbruchssignale ausmachen kann. Kurt Treumann von der IHK Würzburg-Schweinfurt und Steffen Schulz, Pressereferent der Vertretung der Europäischen Kommission in München, lenkten den Blick unter anderem auf internationale Wirtschaftsverflechtungen. Rund 300 mainfränkische Unternehmen haben beispielsweise eine geschäftliche Beziehung zum Vereinigten Königreich. Peter Riesbeck konnte zudem als ehemaliger EU-Korrespondent der DuMont Mediengruppe journalistische Praxis in diese Runde einbringen.  

Parallel zu diesem Format läuft auch noch die Veranstaltungsreihe „Europa Deiner Wahl“ im Würzburger Rathaus. Nachdem am Dienstag 150 Personen die Möglichkeit nutzten, sich im Ratssaal den europäischen Urnengang in einfacher Sprache erklären zu lassen, stehen nun auch noch ein Theaterstück und ein Multimediavortrag auf dem Programm. Alle Infos unter: www.wuerzburg.de/europa-deiner-wahl-2019externer Link.


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