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40 Jahre Städtepartnerschaft zu Otsu: Bürgerreise unterstrich Verbundenheit

Schon am Vorabend des Festakts zum 40-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen dem japanischen Otsu und Würzburg kam es zu einer besonderen Begegnung an einem hektischen Ort. Am Würzburger Hauptbahnhof trafen die Heimkehrer von einer zweiwöchigen Bürgerreise durch Japan und in die Partnerstadt auf Bürgermeisterin Naomi Koshi, die sogar ab Frankfurt im gleichen Zug saß.

Das hatte man im Vorfeld so genau nicht planen können und so ergab sich wenige Tage nach einem feierlichen und herzlichen Empfang im Rathaus von Otsu ein spontanes Wiedersehen im bequemen Freizeitdress. Die Gruppe um Bürgermeister Dr. Adolf Bauer, begleitet von den Stadträten Willi Dürrnagel und Ingo Klünder, hatte zu diesem Zeitpunkt schon fast 20 Stunden Reise hinter sich, Koshi wiederum stattete vor der Jubiläumsfeier einer weiteren Partnerstadt Otsus in Europa, dem schweizerischen Interlaken, einen Besuch ab.

Diese Begegnung unterstrich die Ausführungen von Oberbürgermeister Christian Schuchardt bei der Eintragung von Bürgermeisterin Koshi ins Goldene Buch der Stadt Würzburg am Freitag: „Würzburg ist mit zehn Städten auf vier Kontinenten verbunden und diese Partnerstädte wiederum mit mehreren anderen. Das macht uns zu einem globalen Netzwerk unzähliger Städte, vereint im Streben nach gegenseitigem Verständnis. Entschlossen Frieden und Freundschaft unter den Völkern der Welt zu säen.“ Im Beisein von Generalkonsul Tetsuya Kimura, Vizekonsul Takafumi IIda sowie Vertretern der Siebold-Gesellschaft um den Vorsitzenden Udo Beireis erfuhr die Behr-Halle einen ersten protokollarischen Veranstaltungshöhepunkt. 

Der Chor des Mainfranken-Theaters sang unter der Leitung von Anton Tremmel zum runden Geburtstag neben „Freude schöner Götterfunken“ auch ein Ständchen auf Japanisch. Beim bekannten Lied, das an eine Rundfahrt auf den Biwa-See erinnert, sang Koshi sogar einige Takte mit. In den Reden erinnerte man sich an die Anfänge und auch die imposantesten Manifestationen dieser Partnerschaft. So feierte die von Katja Schröder vom Büro Würzburg International und Japan-Kennerin Barbara Lohoff begleitete Reisegruppe natürlich auch einen Abend im Würzburg House in Otsu, genauso wie bei jedem Gegenbesuch ein Abstecher in den Japanischen Garten auf dem alten LGS-Gelände nicht fehlen darf. Wer weiter in die Geschichte zurückblickt, stößt auf den Schriftsteller Max Dauthendey, der ebenfalls dem Biwa-See ein künstlerisches Denkmal setzte und den Universalgelehrten Philipp Franz von Siebold, dem in Würzburg auch ein Museum gewidmet ist, das die japanische Kultur in der Ferne pflegt. Insbesondere Generalkonsul Kimura hob die Bedeutung der Siebold-Gesellschaft als wichtiges Bindeglied in der deutsch-japanischen Partnerschaft hervor. Im Jahr 2021 feiern die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern bereits den 160. Geburtstag. Der große Wertekanon der beiden Demokratien und Wirtschaftsnationen sei laut Kimura eine gute Grundlage, um die großen Herausforderungen unserer Zeit von globalen Umweltthemen bis zur Digitalisierung gemeinsam anzugehen.

Gäste aus unterschiedlichsten Bereichen beispielsweise auch vom Mainfrankenkreis belegten wie auch die frischen Eindrücke der Reise, dass die Beziehung zu Otsu auf vielen persönlichen Freundschaften fußt. Ein intensiver Austausch findet seit Jahren insbesondere in den Bereichen Kultur, Gastronomie, oder zuletzt auch auf Verwaltungsebene im Bereich Tourismus statt.

Koshi nutzte den Eintrag ins Goldene Buch, um sich genau bei diesen vielen Menschen zu bedanken, die den persönlichen Austausch vorleben. Mit einem „Guten Abend. Hallo“ begrüßte sie die Gäste der Abendveranstaltung auf Deutsch. Beim dritten persönlichen Treffen mit Amtskollegen Schuchardt – zum ersten Mal in Würzburg – war beispielsweise beim anschließenden fränkischen Abendessen kein Dolmetscher notwendig. Auf Englisch brachten sich die Verwaltungs-Spitzen auf einen aktuellen Stand und sprachen über Pläne für die nächsten 40 Jahre.

Goldenes Buch Koshi-1
Goldenes Buch Koshi-1
Zum ersten Mal in Würzburg: Bürgermeisterin Naomi Koshi trug sich ins Goldene Buch der Stadt Würzburg ein. Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Bürgermeister Dr. Adolf Bauer, Generalkonsul Tetsuya Kimura und Vertreter des Stadtrats wie des Mainfrankenkreises und der Siebold-Gesellschaft bezeugten diesen feierlichen Moment. Bild: Georg Wagenbrenner


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