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Europäischer Multimedia-Vortrag: Schumann, Adenauer und Juncker auf der Kinoleinwand

Ingo Espenschied hielt zum Abschluss der städtischen Veranstaltungsreihe „Europa Deiner Wahl“ des Büros EU-Angelegenheiten im Programmkino Central einen Multimediavortag über das Parlament, das am 26. Mai neu gewählt wird.

Multimedia-Vortrag
Multimedia-Vortrag (c) Georg Wagenbrenner
Begeisterter Europäer: Ingo Espenschied lieferte mit Bildern und Videos Einblicke in die europäische Gesetzgebung und Geschichte.

„Das Europäische Parlament – Stimme der Bürger“ hieß das Motto für 160 Schüler aus fünf verschiedenen Schulen aus Würzburg und Umgebung. Der Politologe Espenschied berichtete auf eine spannende und anschauliche Art und Weise über die europäische Geschichte und die Entstehung der einzelnen Institutionen in Straßburg und Brüssel. 

Espenschied stellt während seines Vortrages viele Fragen. Eine der zentralen Fragen ist: Welche Rolle spielt das Europäische Parlament wirklich? Ist die Institution ein zahnloser Debattierklub oder tatsächlich die veritable Stimme der Bürger? Antworten versuchte der Diplom-Politikwissenschaftler mit einer Live-Doku zu geben. 

Espenschied hat an Stellen nachgefragt, die sonst nur schwer zu erreichen sind. Er schaute den Parlamentariern und auch der Verwaltung bei ihrer täglichen Arbeit über die Schulter und sprach mit den Abgeordneten verschiedene Parteien um die Antworten zu bekommen die er nun mit seinen Zuhörern teilen will. 

Zusammen mit dem Publikum warf er einen Blick zurück in die außergewöhnliche Geschichte des Europäischen Parlaments um zusätzliche Klarheit zu schaffen, um auch den Schülern noch einmal zu veranschaulichen, was sich in den letzten Jahrzenten in diesem Zusammenhang alles getan und verändert hat. 

Europäische Visionen hatte man schon früh. Doch erst mit den Plänen des französischen Außenministers, Robert Schumann, für die Errichtung einer europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) wurde dafür ein institutioneller Rahmen geschaffen. Schumann schlug dem damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer vor, einen gemeinsamen Markt für diesen immer schon problematischen Wirtschaftszweig zu schaffen. So entstand die Gemeinschaft für Kohle und Stahl. „Ein bahnbrechender Plan, der Europa zu diesem Zeitpunkt verändern wird.“, bestätigte Espenschied. Damit seien einer europäischen Behörde erstmalig Entscheidungsbefugnisse zugestanden und somit auch die Frage nach einer europäischen Einigung positiv beantwortet worden. 

Im Mai finden nun bereits die neunten Wahlen für das Europäische Parlament statt. Die seit Jahren sinkende Wahlbeteiligung nahm Espenschied zum Anlass, junge Leute zum Urnengang zu ermutigen: „Ihr seid die Zukunft, und ihr habt es in der Hand. Nutzt eure Stimme“. Am Abend fand eine zweite Vorstellung für Erwachsene und Berufstätige statt.


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