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Verdienstmedaillen des Verdienstordens der Bundesrepublik ausgehändigt

Oberbürgermeister würdigt drei Persönlichkeiten für ihr hohes bürgerschaftliches Engagement.

Die einzige Auszeichnung der Bundesrepublik für herausragende Verdienste um das Gemeinwohl ist die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Verliehen wird sie vom Bundespräsidenten. Oberbürgermeister Christian Schuchardt durfte diese Verdienstmedaille an drei Würzburger aushändigen, die sich „auf unterschiedlichen Gebieten und in ganz besonderer Weise für Menschen eingesetzt haben.“„Ihre Leistungen werden von der Gesellschaft gesehen, anerkannt und dank Ihrer Vorbildfunktion nach außen getragen“, so Schuchardt, der besonders die Vielseitigkeit der unterschiedlichen Engagements würdigte.

Schwester Katharina Merz ist seit 1999 Oberin der Ursulinen, seit 1995 leitet sie die Realschule und seit 2009 das Gymnasium. Momentan besuchen etwa 1.400 Mädchen die Schulen. Unter der Leitung von Schwester Katharina erfolgten eine Generalsanierung mit Abriss und Neubaumaßnahmen während des Schulbetriebs, um den Anforderungen einer modernen Schule zu genügen. „Mit Weitblick“, so der Oberbürgermeister, „führen Sie beide Schulen in die Zukunft, indem Sie zusammen mit Ihren mittlerweile nur noch neun verbliebenen Mitschwestern ein immenses Bauprojekt in Angriff nahmen. Obwohl absehbar, dass die Trägerschaft der Schule langfristig in andere Hände übergehen wird, setzen Sie sich dafür ein, dass die über 300-jährige Tradition der Ursulinenschule in Würzburg nicht einfach zu Ende verwaltet wird, sondern in sanierten und modern ausgestatteten Räumen weitergeführt werden kann. Sie bauen in die Zukunft hinein.“ Doch weit über ihre schulischen Pflichten hinweg, habe sich Schwester Katharina Merz für alle schulischen Belange, umfangreiche soziale Projekte und sämtliche Aufgaben als Oberin des Ursulinenklosters engagiert.

Enormen Einsatz zeigt ebenso Xenia Heimberger. Oberbürgermeister Christian Schuchardt sprach der Würzburgerin für die Pflege ihres Sohnes seinen Respekt aus. Seit seiner Geburt 1995 ist Julian Heimberger auf vollumfängliche Hilfe angewiesen, er muss ständig beatmet, abgesaugt und über eine Sonde ernährt werden. „Die Betreuung und Pflege täglich ohne Ruhepause ist oft mit großen Anforderungen sowie seelischen und körperlichen Belastungen verbunden. Sich auf ein Kind und seine Bedürfnisse einstellen zu müssen und dabei zu wissen, dass das Kind oft nie die Verantwortung für sein Leben übernehmen kann, ist für viele Eltern eine große Belastung“, so Schuchardt. „Es ist aber bewundernswert, dass Eltern von schwerbehinderten Kindern dies nicht nur als Belastung empfinden, sondern auch als Bereicherung ihres Lebens.“ Und besonders an Xenia Heimbergers Adresse gerichtet, wandelte der Oberbürgermeister Antoine de Saint-Exupérys berühmten Ausspruch ab: „Sie sehen mit dem Herzen.“

In einem ganz anderen Bereich war und ist der ehemalige Stadtrat Dr. Reinhart Stumpf tätig. Er trat 1977 in die 1. Karnevalsgesellschaft Elferrat Würzburg und in den Elferrat ein, von 1981 bis 1987 gehörte er dem Präsidium an und wurde 1993 zum 1. Gesellschaftspräsidenten, was er heute noch ist. Er ist Träger des Tills von Franken und des Verdienstordens in Silber des Bundes Deutscher Karneval. Ganz besonderes Engagement zeigte Dr. Stumpf aber für den Schwimmverein Würzburg 05 e.V.. Mit nur 31 Jahren erklärte er sich bereit, den Verein zu führen. „Obwohl“, darauf wies Schuchardt besonders hin, „zum Zeitpunkt des Amtsantritts am 1. Februar 1978 die Mitgliedsbeiträge für das Jahr 1978 wegen des damaligen hohen Schuldenstands des Vereins verbraucht waren.“ Stumpf verstand es als eine seiner wichtigsten Aufgaben, mit der Stadt Würzburg ein Bäderkonzept zu entwickeln, damit das Weiterbestehen das Schwimmvereins aus wirtschaftlichen Aspekten gesichert werden konnte. Nicht zur Freude aller Mitglieder installierte er Anfang der 1980er Jahre eine Fitnessabteilung. Der Erfolg gab ihm Recht: „Diese und noch weitere Maßnahmen führten letztlich dazu, dass der Schwimmverein sich komplett entschulden konnte, was unstreitig Ihnen zuzurechnen ist“, so Schuchardt. Seit 1988 trägt Stumpf den Titel des Ehrenpräsidenten des Schwimmvereins. Auch als Ausscheiden als aktiver Präsident brachte er sich ein und übernahm sogar Bürgschaften beispielsweise für das Bambini-Becken. Als im Jahr 2007 der Vorsitzende des SV 05, Peter Lurz, überraschend verstarb, übernahm Stumpf in einer schwierigen Sanierungsphase wieder die Präsidentschaft – und blieb noch acht Jahre lang der Vorstand des Schwimmvereins bis 2015. In Nachverhandlungen zur Sanierung gelang es ihm, mit der Regierung von Unterfranken und der Stadt Würzburg, zusätzliche Mittel für den Verein zu akquirieren. „Ohne Sie wäre es nicht gelungen, die Sanierung zu Ende zu führen“, so Schuchardt. „Ohne Sie gäbe es in Würzburg seit 1984 keinen Leistungssport in den Bereichen Schwimmen, Wasserball, Triathlon und Synchronschwimmen. Es gäbe mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht mehr den Schwimmverein Würzburg 05 e.V.“ Im Jahr 2010 erhielt Dr. Stumpf bereits die höchste Auszeichnung des Würzburger Sports als Anerkennung für vorbildlichen Einsatz und großes Bürgerengagement, den Ehrenbrief der Stadt Würzburg.

Verdienstmedaillen des Verdienstordens der BRD
Verdienstmedaillen des Verdienstordens der BRD
Oberbürgermeister Christian Schuchardt (3. v.re.) händigte die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik aus an: Dr. Reinhart Stumpf (2.v.li.), Xenia Heimberger (3.v.li.) und an Schwester Katharina Merz (2. v.re.). Mit auf dem Foto: Landtagsabgeordneter Manfred Ländner (li.) und Bundestagsabgeordneter Andrew Ullmann (re.).

(19.06.2019) 


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