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Neue Urnengrabfläche in Heidingsfeld: Ein Weingarten als letzte Ruhestätte

„Mit viel Lokalkolorit und Ortsverbundenheit wurde diese ansprechende Grabfläche würdevoll gestaltet. Die Friedhofsverwaltung wird mit den neuen, pflegefreien Urnengräbern den aktuellen Trends in der Bestattungskultur gerecht“, lobte Oberbürgermeister Christian Schuchardt bei der Einweihung und Segnung des Weingartens im Friedhof Heidingsfeld die neue Anlage, die sich an die ebenfalls sanierte Friedhofsmauer schmiegt.

Seit Beginn des Baus von Urnengärten im Hauptfriedhof im Jahr 2010 sind fast 1000 Urnengrabplätze in Würzburg entstanden. Gefragt sind seit einigen Jahren Ruhestätten, die auf der einen Seite einen ansprechenden Ort zum Trauern bieten, auf der anderen Seite aber nicht regelmäßig oder gar nicht gepflegt werden müssen. Gerade wenn die Hinterbliebenen nicht vor Ort sind, ist dies nur schwer zu organisieren. Nun bietet die Friedhofsverwaltung einmal mehr eine Lösung inklusive dieser Pflege. Die Grabplatzgebühren belaufen sich auf 119 € jährlich. Dafür gibt es eine letzte Ruhestätte, die man als typisch fürs „Städtle“ bezeichnen kann. Weinreben und Rosen dominieren die Fläche in unmittelbarer Nachbarschaft zur Grabfläche des Ordens der Schulschwestern. Die Glaubensgemeinschaft machte den Bau erst möglich, weil sie eine Neuordnung zuließ. So können 30 neue Grabplätze für je zwei Urnen hinzukommen. Auf kleinen Steinen ist Platz für die Namen und Lebensdaten der Verstorbenen. Die Plaketten werden wie herbstlich gefärbte Weinblätter aussehen und somit ebenfalls mit den Heidingsfelder Weinbergen harmonieren, die vom Friedhof aus gesehen werden können.

Im Beisein von Kommunalreferent Wolfgang Kleiner und der Leiterin der Friedhofsverwaltung Isolde Krones mit ihrem Team gab es eine ökumenische Segnung durch die Pfarrer Klaus Hösterey (St. Laurentius und Zur Heiligen Familie) und Stephan Schmidt (St. Paul). Die Geistlichen zeigten die Symbolkraft des Weins im christlichen Kontext auf. Der Wein könne als „Geschenk Gottes“ betrachtet werden, als „ein Lebensbaum“ der Früchte trägt und die enge Verbindung des Gläubigen mit Jesus verkörpere.

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Ruhestätte mit Weinranken: die neue Urnen-Grabfläche auf dem Heidingsfelder Friedhof wurde nun eingeweiht. Bild: Georg Wagenbrenner


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