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Sicherheit geht vor: Schneller Grün für Fußgänger an Straba-Haltestellen - Pkw-Fahrer müssen warten

Wer als Pendler auf der Talavera parkt und die Straßenbahn erwischen möchte, hat nicht immer Glück. So manche Straßenbahn kommt, nimmt die Fahrgäste mit und fährt weiter, während der Pendler, nervös von einem aufs andere Bein tippelnd, immer noch auf die grüne Fußgängerampel wartet. Das soll nach und nach anders werden. 

Seit 2015 regelt nämlich eine in Bayern verbindliche und zwingend vorgeschriebene Richtlinie, dass Fußgängerampeln, die zu Haltestellen des Öffentlichen Nahverkehrs führen, vor den Pkw-Ampeln Vorrang haben. Damit sollen „Rotläufer“ vermieden werden. Die Steuergeräte der Ampeln müssen also die Fahrzeugampeln auf Rot und die Fußgängerampeln so rechtzeitig auf Grün schalten, dass der Fußgänger die Fahrzeuge des ÖPNV noch erreichen kann. Die Ampeln an Straßenbahnhaltestellen werden seither nach und nach umgestellt – auch in Würzburg.

„Am Wichtigsten war die Umstellung zunächst bei den Ampelanlagen, die sich in der Nähe von Schulen und Sportanlagen und Straßenbahn-Haltestellen befinden“, erklärt Stadtbaurat Benjamin Schneider. In der Folge werden in Würzburg sukzessive auch die anderen Ampelanlagen in Nähe von Straba-Haltepunkten umgestellt: Bei allen neuen Anlagen und bei wesentlichen Änderungen an bestehenden Anlagen wird die neue Signalisierung eingerichtet, beispielsweise im Umfeld der Haltestelle Reuterstraße, der Kreuzung Frankfurter-/ Wörthstraße oder an der Virchow-/ Adalberostraße. „Bedingung ist die technische Voraussetzung, also der Einbau neuer Steuergeräte. Dann kann die Zuwegesignalisierung eingerichtet werden“, erklärt Claudia Gotthard von der Fachabteilung Tiefbau / Verkehrsregelung. „Fußgänger können so die Straßenbahnen noch sicherer erreichen“, erklärt Schneider.

Die rechtlich bindende Vorgabe bringt längere Wartezeiten für Autofahrer mit sich, selbst wenn kein Fußgänger mit der nahenden Straßenbahn fahren möchte. Beispiel Mergentheimer Straße an der Straßenbahnhaltestelle am Ruderzentrum. Denn mit wirklich jeder Einfahrt einer Straßenbahn wird die Zuwegesignalisierung automatisch aktiviert. Praktisch läuft es wie folgt: Eine Straßenbahn meldet sich per Funk an einer Haltestelle an, parallel dazu wird die Anforderung für die zur Haltestelle zuführenden Fußgängerüberwege ausgelöst. Damit reduziert sich die Grünphase für den Autofahrer auf die Mindestzeit und der Fußgängerüberweg erhält Grün, egal ob angefordert oder nicht.

Die Zuwegesignalisierung wird über die in Bayern rechtlich verbindlichen Richtlinien für Lichtsignalanlagen (RiLSA) geregelt. Dieses Regelwerk führte übrigens auch dazu, dass in Würzburg einem Konterfei von Balthasar Neumann oder Dirk Nowitzki als „Ampelmännchen“ kein grünes Licht erteilt werden konnte.

(20.11.2019)


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