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Die Stadtreiniger sind für den Winterdienst 2019/20 vorbereitet

Für die bevorstehende Winterperiode ist der Eigenbetrieb „Die Stadtreiniger“ gut vorbereitet, um für freie Fahrt auf den Straßen in Würzburg zu sorgen.

„Wenn Schneefall oder Glätte zu erwarten ist, sind rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Rufbereitschaft, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien und arbeiten, wenn nötig stetig, im Dauereinsatz. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hat dabei höchste Priorität“, sagt Werkleiter Wolfgang Kleiner. Insgesamt rund 3.500 t an Streusalz, 14.000 Liter an Sole und rund 200 t an Granulat und 250 t Granulat/Salzgemisch sind eingelagert, um den potenziellen Bedarf von Streumitteln abzudecken.

Bei Wintereinbruch werden pro Einsatz mit 31 Groß- und Kleinfahrzeugen, darunter 10 Lastkraftwagen, 2 Unimogs und 19 Kleinstreufahrzeuge, rund 700 Kilometer Fahrbahnlänge von Schnee und Eis befreit. Werkleiter Wolfgang Kleiner: „In vielen Fällen leisten wir über das gesetzlich vorgeschriebene Maß Winterdienst. Bei starken und anhaltenden Schneefällen bitten wir jedoch um Verständnis, dass unsere Kapazitäten begrenzt sind und wir nicht überall sofort im Einsatz sein können.“ Der Winterdienst konzentriert sich dann gemäß der gesetzlich vorgeschriebenen Reinigungs- und Verkehrssicherungspflicht auf Straßen und Bereiche mit der höchsten Prioriät. Dazu zählen verkehrswichtige und gefährliche Straßenabschnitte, unter anderem Rettungswege und Hauptverkehrswege.

Um den Radfahrern einen besseren Überblick über die durch den Winterdienst betreuten Radverkehrsrouten zu ermöglichen, veröffentlichen auch die Stadtreiniger auf ihrer Homepage die Winterradverkehrsrouten (https://www.wuerzburg.de/themen/umwelt-verkehr/vorsorge-entsorgung/unser-service/m_559784).

„Unterstützt werden wir im Winterdienst zum Beispiel durch Straßenwetterinformationen von Wetterdiensten und die moderne Fahrzeugtechnik, die uns bei der grammgenauen Ausbringung der Streumenge für die Winterdiensteinsätze eine große Hilfe ist. Aber auch die Bürgerinnen und Bürger müssen ihren Teil beitragen, um für sichere Straßen zu sorgen“, sagt Referent Kleiner. Für das Räumen und Streuen der Gehwege mit einer Breite von 1,50 Meter bei Schnee und Glätte sind in der Stadt Würzburg gemäß der Straßenreinigungs- und -sicherungsverordung die Anlieger beziehungsweise Grundstückseigentümer verantwortlich. Die Verkehrssicherheit muss an Wochentagen bis 7 Uhr morgens, an Sonn- und Feiertagen bis 8 Uhr hergestellt sein und tagsüber jeweils bis 20 Uhr aufrechterhalten werden. Nachts gibt es weder auf Straßen noch auf Gehwegen eine generelle Winterdienstpflicht.

Salzverbot für Anlieger

In diesem Zusammenhang weisen „Die Stadtreiniger“ darauf hin, dass in Würzburg seit der Winterdienstsaison 2017/18 ein Salzverbot beim Anliegerwinterdienst gilt. Dies regelt § 10 Abs. 1 der Straßenreinigungs- und sicherungsverordnung. Auftauende Streumittel wie Salz wirken sich ungünstig auf die Umwelt, insbesondere Pflanzen und Tiere, aus. Für Grundstückseigentümer, Hausverwaltungen, Hausmeisterdienste bzw. Dienstleister heißt dies, abstumpfende Streustoffe wie Lavagranulat, Sand, Splitt und dergleichen ausreichend vorzuhalten. Das Missachten dieser Vorschrift stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 € belegt werden. Nur bei Glatteis oder Glatteis in Folge gefrierenden Regens (Eisregen) ist die Verwendung von auftauenden Streustoffen an den betroffenen Stellen zulässig.

Die Stadt Würzburg weist außerdem darauf hin, dass in der anstehenden Winterperiode auch erhöhte Vorsicht im Straßenverkehr notwendig ist, um die Unfallgefahr zu verringern. Bei winterlichen Straßenverhältnissen sollten Verkehrsteilnehmer möglichst nur die geräumten und gestreuten Straßen nutzen und auf wettertaugliche Reifen und die Fußgänger auf geeignetes Schuhwerk achten. Das schnelle Durchkommen der Winterdienstfahrzeuge muss jederzeit ermöglicht werden. Falsch geparkte Fahrzeuge erschweren häufig die Winterdiensteinsätze, das kostet wertvolle Zeit. Nur wenn der Winterdienst und alle Verkehrsteilnehmer gut zusammenarbeiten, kann die Mobilität und Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet werden.

Wie funktioniert der Winterdienst durch die Stadt Würzburg?

Die Winterdiensteinsätze der Stadtreiniger werden nach einem über viele Jahre hinweg bewährten, ständig optimierten und strategischen Konzept durchgeführt: Die Kommunen haben die Aufgabe, verkehrsbedeutende und gefährliche Straßen, Straßenabschnitte, Kreuzungen, Fußgängerüberwege und örtliche Gefahrenstellen etc. zu räumen und zu streuen, in den Grenzen von Notwendigkeit, Leistungsfähigkeit und Zumutbarkeit des Winterdienstes.

Nach welchen Prioritäten erfolgt der Winterdienst?

Die Einteilung der örtlichen Straßen und Wege einschließlich der Radwege in Prioritäten bzw. Dringlichkeitsstufen von 1 bis 3 entspricht den für die allgemeine Verkehrssicherheit erforderlichen Anforderungen an die Räum- und Streupflicht der Gemeinden, sowie der Verpflichtung zu einem wirtschaftlichen Einsatz von Haushaltsmitteln im Winterdienst. Die restlichen nicht in diese Prioritäten bzw. Dringlichkeitsstufen fallenden Straßen sind reine Anliegerstraßen und Wohnwege mit weniger Verkehr, meist geringer Breite und teilweise ohne Gehwege.

Einstufung nach Prioritäten:

Priorität 1

Straßenwinterdienst wird durchgeführt

Verkehrsbedeutende und gefährliche Straßen und Plätze, insbesondere Hauptstraßen, Durchgangsstraßen, Buslinien, Krankenhäuser, Schulen

Priorität 2

Straßenwinterdienst wird durchgeführt

Verkehrsbedeutende Nebenstraßen und Berg­strecken

Priorität 3

Kein Straßenwinterdienst

Nachrangige Nebenstraßen (Wohn- und Spielstraßen, Tempo-30-Zonen, etc.)

Wann wird der Winterdienst durchgeführt?

Nach 20 Uhr und vor 7 Uhr muss an Werktagen und vor 8 Uhr an Sonn- und Feiertagen der Straßenbenutzer davon ausgehen, dass nicht geräumt oder gestreut ist. In dieser Nachtzeit greift auch der städtische Straßenwinterdienst nur in Extremfällen ein.

Wer führt den Straßenwinterdienst durch?

Für den Straßenwinterdienst in Würzburg sorgen die Stadtreiniger mit den Abteilungen Straßenreinigung und Fuhrpark unterstützt von der Fachabteilung Tiefbau aus dem Baureferat sowie dem Gartenamt und dem Fachbereich Sport. Auf Teilen der Einfallstraßen ist auch das Staatliche Straßenbauamt unterwegs.

Welche Technik kommt im Winterdienst zum Einsatz?

Seit dem Jahr 1999 wird in Würzburg Feuchtsalz eingesetzt. Hierfür steht eine Feuchtsalzmischanlage und entsprechende Tanks an den Lastwagen zur Verfügung. Ziel ist, die eingesetzte Salzmenge zu reduzieren und bei trockenem Eis eine bessere Tauwirkung zu erzielen.

Welche Verantwortung haben Verkehrsteilnehmer?

Bei allen Bemühungen der Stadt Würzburg kann der Winterdienst den Verkehrsteilnehmern nicht die Verantwortung abnehmen, selbst besondere Vorsicht walten zu lassen und sich den winterlichen Verhältnissen anzupassen. Dies bedeutet, auch die Fahrzeuge bzw. das Schuhwerk den winterlichen Bedingungen anzupassen.

Diese Bitte hat der städtische Winterdienst an alle Autofahrer:

  Jetzt ist die richtige Zeit zum Aufziehen der Winterreifen. Mit Winterreifen bleibt der Verkehr schon beim ersten Schnee flüssig. Winterreifen mit weniger als 4 mm Profil sollten ausgetauscht werden.

  Eiskratzer für freie Sicht gehören jetzt ins Auto, ebenso Schneeketten für Hanglagen.

  Beim Parken insbesondere von Lieferwagen bitte in der Straßenmitte genügend Platz lassen für den Winterdienst-Lastwagen. Der Lastwagen mit seinem knapp 3 m breiten Räumschild ist deutlich breiter als ein Omnibus oder ein normaler Lastwagen mit nur 2,50 m Breite. Auch der Kurvenradius wird durch das vorgebaute Räumschild größer.

  Die Winterdienstfahrzeuge benötigen eine gewisse Mindestgeschwindigkeit zum Räumen und Streuen. Deshalb die Bitte, rechtzeitig Platz zu machen. Hinter dem Räumfahrzeug ist der Weg außerdem sicherer.

Wer kümmert sich um den Straßenwinterdienst in Würzburg?

Der Winterdienst wird vom Betrieb „Die Stadtreiniger“ (Abteilung Straßenreinigung) geleitet.

Zum Einsatz kommen Beschäftigte aus mehreren städtischen Bereichen:

•           Die Stadtreiniger/Abt. Straßenreinigung                         ca. 75 Beschäftigte

•           Die Stadtreiniger/Abt. Fuhrpark                                     ca. 41 Beschäftigte

•           Fachabteilung Tiefbau (Baureferat)                               ca. 22 Beschäftigte

•           Gartenamt                                                                     ca.   4 Beschäftigte

•           Fachbereich Sport                                                            ca.   3 Beschäftigte

Wie viele Fahrzeuge sind im Straßenwinterdienst im Einsatz?

Für den Straßenwinterdienst stehen verschiedene Fahrzeuge und Geräteträger zur Verfügung. Je nach Witterungs- und Straßenbedingungen kommen unterschiedlich viele Fahrzeuge zum Einsatz.

Fuhrpark für den Winterdienst:

•    12 schwere und mittlere Lastwagen (alle mit Feuchtsalzstreuer) einschließlich 2 Unimogs mit Räumschild und Streuer

•    3 Radlader

•    1 Gabelstapler

•    19 Kleinfahrzeuge (davon 7 mit Feuchtsalzstreuern und 2 mit Solestreuer) zum Räumen und Streuen auf Wegen und kleineren Straßen

•           dazu Transportfahrzeuge und Ausrüstung für die örtlichen Arbeitsgruppen

Wie viel Streugut hat die Stadt gelagert?

Die Stadtreiniger können für den Winterdienst auf verschiedene Streugutlager und Streustoffe zurückgreifen:

•    Salzlager in der Aumühle, im Neuen Hafen, in Heidingsfeld und auf dem Heuchelhof mit ca. 3.500 to Salz

•    Streugutlager mit 200 to Lava-Granulat und 250 to Streugutgemisch

•    2 Feuchtsalzanlagen (9.000 Liter und 5.000 Liter) in der Aumühle und auf dem Heuchelhof

•    1 Streugutsilo für Kleinfahrzeuge (19 to) beim Salzlager auf dem Heuchelhof

•    ca. 300 örtliche Salzkisten

Wie ist die Räum- und Streupflicht für Anlieger vor den Anwesen geregelt?

Vor jedem Anwesen muss bei Eis und Schnee eine Gehbahn von 1,50 m Breite geräumt und gestreut werden. Dabei muss grundsätzlich mit abstumpfenden Mitteln gestreut werden, es besteht ein Salzverbot für Anlieger laut Straßenreinigungs- und sicherungsverordnung § 10 Abs. 1.

Gibt es keinen Gehweg, muss die Gehbahn auf der Straße, dem Weg oder Platz angelegt werden. Der geräumte Schnee oder die Eisreste (Räumgut) sind neben der Gehbahn so zu lagern, dass der Verkehr nicht gefährdet oder wesentlich erschwert wird. Abflussrinnen, Hydranten, Kanaleinlaufschächte und Fußgängerüberwege sind bei der Räumung freizuhalten.

Soweit vor den Anwesen Haltestellen bzw. Gleiskörpern der Straßenbahn und Buslinien liegen, wird gebeten, den Schnee so zu lagern, dass die tieferliegenden Niederflurfahrzeuge nicht behindert werden (z. B. falsch gelagerte Schneehaufen können Probleme beim Öffnen der Türen verursachen).

Geräumt und gestreut sein muss die Gehbahn von 07.00 bis 20.00 Uhr an Werktagen und von 08.00 bis 20.00 Uhr an Sonn- und Feiertagen. Verantwortlich ist der Eigentümer des Anwesens.

Rechtsgrundlage für die Räum- und Streupflicht der Anlieger ist das Bayerische Straßen- und Wegegesetz, umgesetzt in der städtischen Straßenreinigungs- und –sicherungsverordnung.

Was ist bei den Zugängen zu den Mülltonnen im Winter zu beachten?

Die Räum- und Streupflicht gilt nicht nur für die Gehbahn entlang der Grundstücksgrenze, sondern auch auf dem eigenen Grundstück für den Zugang zum Mülltonnenstandplatz. Die Transportwege müssen vom Anschlusspflichtigen stets in verkehrssicherem Zustand gehalten werden; Schnee, Eis- und Winterglätte sind zu beseitigen.

Neben der ordnungs- und haftungsrechtlichen Problematik ist zu beachten, dass, sofern der Zugang zu den Mülltonnen nicht frei von Schnee- und Eisglätte ist, die Mülltonnen ungeleert bleiben und eine zweite, kostenpflichtige Anfahrt in Höhe von €  55,- erforderlich werden kann.

Wozu stehen orangfarbene Streugutkisten der Stadt in verschiedenen Straßen?

Die städtischen Streugut-/Winterdienstkisten im Stadtgebiet sind ausschließlich für die städtischen Einsatzkräfte in den jeweiligen Streubezirken im Stadtgebiet aufgestellt. Diese Streugutkisten dienen nicht zur Streugutversorgung der Anwohner für ihren Anliegerwinterdienst! Fahrzeuglenker, die beispielsweise an einer Gefällstrecke stecken bleiben, können sich allerdings selbstverständlich anhand der nicht verschlossen Streugutkisten selbst behelfen.

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Winterdienst Hintergrund
Winterdienst Hintergrund Grafik: Stadt Würzburg
Welche Winterdiensttätigkeiten verrichtet die Stadt Würzburg?

(27.11.2019) 


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