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Lüften in Schulgebäuden: Stadt Würzburg setzt auf verantwortungsvolles Handeln

Im „Lockdown light“ kommt dem reibungslosen Schulbetrieb weiterhin eine sehr hohe Priorität zu. Im Schul- und Sportausschuss am 29. Oktober berichtete Bürgermeisterin Judith Jörg wie aktuell die Strategie in der Schulstadt Würzburg aussieht, um in Klassen- und Fachräumen Schülerinnen und Schülern in Corona-Zeiten mit frischer Luft zu versorgen:.

„Es geht darum, dem Virus, das sich durch Aerosole ausbreitet, keine Chance zu geben. Zudem müssen wir das Lernen durch frischen Sauerstoff erleichtern, den winterlichen Temperaturen gerecht werden, aber auch realistisch einschätzen, was technisch sinnvoll und angemessen ist. Auf die flächendeckende Installation von raumlufttechnischen (RLT-) Anlagen setzen wir hierbei aktuell nicht, sondern prüfen dies höchstens in besonderen Raumsituationen.“

Die Schulräume sind laut dem Bericht des Fachbereichs Schule bereits aufgrund der CO2-Konzentration grundsätzlich und jahreszeitenunabhängig zu lüften (Stoßlüftung). Als Hinweis für die Notwendigkeit des Lüftens könne ein CO2-Messgerät gute Dienste leisten. Nach einer Abfrage an den Schulen in unserer Sachaufwandsträgerschaft werden wir nun einige Geräte dieser Art, die oft auch als CO2-Ampeln bezeichnet werden, laut Jörg für Würzburg bestellen.

Die Lüftung mit Frischluft bleibe die effektivste Vorbeugung gegen Virenübertragungen. Das Stoßlüften könne aber sicher noch weiter optimiert werden. In Zusammenarbeit mit der Kultusministerkonferenz erarbeite das Umweltbundesamt beispielsweise derzeit eine Handreichung zur notwendigen Dauer und Häufigkeit des Stoßlüftens für Schulen, erklärte Jörg im Ausschuss. Sehr einfach in der Handhabung um die Lüftungszeiten zu ermitteln ist auch die Nutzung einer App der DGVU, die einfach in der Handhabung ist und kostenlos zum Download angeboten wird.

In Abwägung zum Anschaffungs- und Installationsaufwand, dem Betrieb und der Wartung von Raumlüftungsgeräten wird auf die Ausstattung aller Würzburger Schulräume mit Luftfiltergeräten/-anlagen verzichtet. Dies wären wohlgemerkt rund 700 Klassenräume, 380 Fachräume und 45 Sporteinrichtungen und die RLT-Ausstattung somit ein nie dagewesener Kraftakt mit Millionen-Investitionen – bei unterschiedlich starkem Nutzen je nach Raumsituation. Je nach eingesetzter Technik, gebe es zudem laut Fachbereich Schule neue Risiken oder weitere Herausforderungen zu bewältigen. Beispielsweise durch die Geräuschentwicklung, die mit solchen Installationen einhergehe oder die Belastung der Stromnetze in den Schulen bei einer entsprechenden Anzahl dieser Geräte.

Im Einzelfall könne man aber zum Schluss kommen, eine solche Anlage zu prüfen. Beispielsweise wenn Fenster aufgrund von hoher Außenlärmentwicklungen nur eingeschränkt geöffnet werden können, dann werde der Einsatz von Luftfiltergeräten mit HEPA-Filtern geprüft.

Jörg kommt zu dem Zwischenfazit: „Die Situation in unseren Schulen und insbesondere auch das Thema Lüften und frische Luft treibt die Verantwortlichen und die Elternschaft um. Ich danke für dieses große Interesse an idealen Lernbedingungen in der Schule und für viele konkrete und praktische Vorschläge, die uns erreichen. Diese nehmen wir sehr ernst, nicht alles lässt sich aber sofort bedenkenlos umsetzen. Ich bitte um Verständnis dafür, dass wir in unserer Strategie einen Gleichklang aller Schulen in unserer Obhut brauchen.“
 


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