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Stadt vergibt erstmalig Stipendien für Künstlerinnen und Künstler

Martin Armbruster, Max Gehlhofen, Angelika Summa und Christoph Naumann-Zimmer: Mit diesen vier Künstlerinnen und Künstlern startet die Stadt Würzburg ihr neues Arbeitsstipendienprogramm. 

AngelikaSumma CityParc
AngelikaSumma CityParc

Künstlerinnen und Künstler aller Sparten konnten sich bewerben. Die Auswahl erfolgte über eine Fachjury. Die Künstlerinnen und Künstler werden nun für spezifische Arbeitsvorhaben über sechs Monate mit je 6.000 Euro finanziell gefördert.

Das Kulturreferat entwickelte das Programm als eine von mehreren Maßnahmen zur Unterstützung des Kunst- und Kulturbereichs in Würzburg, um den Künstlerinnen und Künstlern sowie Einrichtungen über die schwierige Coronazeit zu helfen und den jetzt beginnenden Neustart in der Kultur aktiv zu unterstützen.

„Wir können“ so Achim Könneke, Referent für Kultur und Tourismus, „mit diesen Arbeitsstipendien vier herausragende Künstlerinnen und Künstler unserer Stadt aus den Bereichen Film, Bildende Kunst und Fotografie dabei unterstützen, wieder Fuß zu fassen und sich neuen Projekten zu widmen.“

Die Stipendien sind nur ein Teil eines ganzen Maßnahmenbündels im Volumen von zusätzlichen 500.000 Euro allein in diesem Jahr, mit dem die Stadt den Kulturbereich bisher sehr erfolgreich in der Coronakrise unterstützt. Der gebürtige Stuttgarter Martin Armbruster arbeitet seit vielen Jahren als Diplom-Grafiker, Animator und Illustrator für Medien, Unternehmen und die öffentliche Hand.

Sein Portfolio überzeugt durch handwerkliches Können und einen sehr jungen, urbanen Style. Unter dem Arbeitstitel „Red Balloon“ will Martin Armbruster mit Hilfe des Stipendiums einen dreiminütigen Animationsfilm produzieren, der nach Fertigstellung unter anderem auch bei verschiedenen Trickfilmfestivals gezeigt werden soll.

Max Gehlhofen ist als Bildender Künstler und Kurator in Würzburg bereits seit einigen Jahren tätig. Er will das Stipendium dafür nutzen, um sich im nächsten halben Jahr Skulpturen und Zeichnungen zu widmen, die er als Rauminstallationen präsentieren möchte.

Angelika Summa gehört seit vielen Jahren zu den bekanntesten und auch wichtigsten Künstlerinnen der Region. Bekannt durch ihre filigranen und zugleich doch wuchtigen Skulpturen erhielt die gebürtige Bayreutherin unter anderem bereits den Kulturpreis der Stadt Würzburg. Mit Hilfe des Stipendiums will die Künstlerin das nächste halbe Jahr dafür nutzen, um als Kuratorin neue öffentliche Räume für Bildende Künstler in Würzburg zu erschließen. Unter dem Titel „Kunst für die Stadt“ möchte sie Kunst verschiedener Künstler mit Lebenswirklichkeit und dem Ort selbst in Beziehung setzen und so eine anregende Veränderung des Stadtbildes erreichen.

Auch für Christoph Naumann-Zimmer sind Stadtbild und Stadt ein künstlerisches Forschungsfeld. Der Fotograf, der insbesondere Architektur fotografiert, plant im Rahmen des Stipendiums Streifzüge durch das Würzburger Stadtgebiet, um Räume zu entdecken, in denen städtische Agglomeration und peri-urbane Bereiche ineinander übergehen und sich in Mischformen begegnen.

Mit der Vergabe der Mittel für die Stipendien in den Haushaltsberatungen im letzten Jahr bekennt sich die Stadtgesellschaft zu ihren Künstlerinnen und Künstlern, die in diesen schweren Zeiten mit ihrer Arbeit ihr Einkommen sichern können, und dadurch eine gute Alternative zu Hartz 4 haben. 


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