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Was ist an Silvester verboten, was ist erlaubt?

Der zweite Jahreswechsel in Pandemie-Zeiten steht unmittelbar bevor und das neue Jahr wird wohl wieder ohne große Party und ohne großes Feuerwerk begrüßt. Hier sind die in Würzburg geltenden Regelungen zu Silvester im Überblick:

FEUERWERKSMUSIK

Großes Feuerwerk wird ausbleiben: Feuerwerkverkaufsverbot 2021
Die Erste Verordnung zum Sprengstoffgesetz wurde mit Wirkung zum 24. Dezember geändert. Darin wurde ein bundesweites Feuerwerkverkaufsverbot erlassen. Dieses Verkaufsverbot bestand auch schon im Vorjahr. Zusätzlich besteht nach der Verordnung ein Abbrennverbot pyrotechnischer Gegenstände in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Altenheimen, Kinderheimen oder besonders brandempfindlichen Gebäuden. 

Würzburger Modell hat sich seit Jahren bewährt
Zusätzlich bleibt das seit dem Jahr 2003 eingeführte Würzburger Modell „Sicherheit in der Silvesternacht“ in Kraft: Durch die städtische Sicherheitsverordnung ist es verboten, im Zeitraum der Silvesternacht ab 22 Uhr bis zum Neujahrsmorgen um 2 Uhr auf den öffentlichen Bereichen im Innenstadtbereich der Domstraße, Sternplatz, Platz am Vierröhrenbrunnen, Eingangsbereich Augustinerstraße, Alte Mainbrücke, Beim Grafeneckart und Eingangsbereich Langgasse Feuerwerkskörper aller Art mitzuführen oder abzubrennen. Auch Glasflaschen oder Gläser dürfen in diesem Sicherheitsbereich zu dieser Zeit nicht mitgeführt werden. Hinzu kommen die Verbote rund um die Wallfahrtskirche „Käppele“ samt Schließung des Vorplatzes sowie Verbote im Bereich der Festungsanlage Marienberg und rund um die Residenz samt Residenzplatz.

BayIfSMV erlaubt das Feiern bis maximal zehn geimpfte Feiernde
Seit dem 28. Dezember dürfen sich landesweit nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) bei privaten Feiern maximal zehn Personen treffen. Diese Höchstzahl gilt auch dann, wenn alle Beteiligten geimpft bzw. genesen sind. Die Höchstzahl gilt auch außerhalb privater Wohnungen, wenn z. B. Räume oder Locations privat angemietet sind oder genutzt werden. 

Ungeimpfte: Verschärfte Kontaktbeschränkungen
Sobald eine ungeimpfte Person bei der Feier dabei ist, gelten nach der BayIfSMV die verschärften Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte: Private Zusammenkünfte sind dann – egal ob im öffentlichen oder privaten Raum – nur mit Mitgliedern des eigenen Hausstands sowie höchstens zwei weiteren Personen eines weiteren Hausstands möglich: Kinder, die unter 14 Jahren alt sind, zählen dabei nicht mit.

Ansammlungsverbot nach der BayIfSMV auf publikumsträchtigen Plätzen
Das Ansammlungsverbot nach der BayIfSMV auf öffentlichen publikumsträchtigen Plätzen gilt in Bayern zwischen dem 31. Dezember 2021, 15 Uhr, und dem 1. Januar 2022, 9 Uhr. In dieser Zeit sind Ansammlungen von mehr als 10 Personen untersagt. Menschenansammlungen, die darüber hinausgehen, haben sich nach der BayIfSMV unverzüglich zu zerstreuen. Die Stadt Würzburg hat den Geltungsbereich für die Innenstadt auf den Bereich „Kleiner Bischofshut“ ergänzt um die Sanderstraße festgelegt; damit gilt das Ansammlungsverbot für das engere Innenstadtgebiet, umgrenzt durch die Straßen Juliuspromenade, Theaterstraße, Balthasar-Neumann-Promenade, Neubaustraße, Wirsbergstraße, Oberer Mainkai, Mainkai, ergänzt um die Alte Mainbrücke und die Sanderstraße. (siehe angehängte Dokumente)

Alkoholverbot im Kernbereich der Innenstadt verlängert
Das bisher bestehende Alkoholkonsum- sowie Alkoholabgabeverbot im Innenstadtbereich wurde durch Allgemeinverfügung der Stadt bis zum 12. Januar 2021 verlängert und gilt daher auch in der Silvesternacht. Damit besteht das ganztägige Alkoholverbot im gleichen räumlichen Geltungsbereich wie das aufgezeigte Ansammlungsverbot zu Silvester, namentlich im oben beschriebenen Bereich „Kleiner Bischofshut“, ergänzt um die Alte Mainbrücke und die Sanderstraße. Von diesen Verboten nicht erfasst ist der Konsum alkoholischer Getränke im konzessionierten Bereich von Gaststätten für den Verzehr an Ort und Stelle, soweit die Außengastronomie geöffnet ist und nach den Schutz- und Hygienekonzepten der Gastronomie arbeitet. (siehe angehängte Dokumente)

Sperrstunde an Silvester für Gastronomie aufgehoben
Um zumindest im kleinen Kreis und nach den Hygiene- und Zugangsregeln der Gastronomie in diesem Jahr Silvester feiern zu können, ist die derzeit geltende Sperrstunde in der Gastronomie durch die BayIfSMV für die Silvesternacht landesweit aufgehoben worden. Diskotheken, Clubs und reine Schankwirtschaften sind aber weiterhin bayernweit geschlossen. Die BayIfSMV verbietet grundsätzlich auch sonstige Tanzveranstaltungen. 

„Leider wird es auch zu diesem Jahreswechsel pandemiebedingt kein unbeschwertes Feiern geben können“, so Kommunalreferent Wolfgang Kleiner. „Die Einhaltung der Regelungen ist aber insgesamt wichtig, um einerseits der anhaltenden Belastung in den Krankenhäusern zu begegnen, andererseits um die neue Dynamik durch die Omikron-Variante abzubremsen.“ Hier hatte zuletzt das Robert-Koch-Institut die Risikobewertung verschärft und die Gefährdung insgesamt als „sehr hoch“ eingestuft. Das Ordnungsamt hat das Sicherheitskonzept für die Silvesternacht unter anderem mit der Polizei und dem Bayerischen Roten Kreuz abgestimmt. Für die Umsetzung des Konzeptes werden neben der Polizei auch der Kommunale Ordnungsdienst sowie Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes zum Schutz von öffentlichen Einrichtungen und Brücken im Einsatz sein.


Die Allgemeinverfügungen erhalten Sie im Original zu Ihrer Information anbei.

2. Allgemeinverfügung zur Änderung der Allgemeinverfügung zum Konsum- und Abgabeverbot von Alkohol 2. Allgemeinverfügung zur Änderung der Allgemeinverfügung zum Konsum- und Abgabeverbot von Alkohol, 220 KB
Anlage zur Allgemeinverfügung der Stadt Würzburg zum Ansammlungsverbot vom 28.12.2021_Lageplan Anlage zur Allgemeinverfügung der Stadt Würzburg zum Ansammlungsverbot vom 28.12.2021_Lageplan, 994 KB
Allgemeinverfügung der Stadt Würzburg zum Ansammlungsverbot vom 28.12.2021 Allgemeinverfügung der Stadt Würzburg zum Ansammlungsverbot vom 28.12.2021, 143 KB

28. Dezember 2021 

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