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Ausstellung im Rathaus: „Atlas Würzburg“ mit Karten, Luftbildern, Fotografien und Texten - Wie der Mensch den Raum prägt

Wer etwas über Würzburg erfahren möchte, kann im „Atlas Würzburg“ einen faszinierenden Blick auf die älteste Stadt Frankens werfen. Über 100 Autorinnen und Autoren, Experten ihrer wissenschaftlichen Fachgebiete, haben in vierjähriger Arbeit über 100 Karten, Fotos, Luftbilder und erklärende Texte über die Stadt zusammengetragen. Unter Federführung des Instituts für Geographie und Geologie der Universität Würzburg ist in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Würzburg ein Stadtatlas entstanden, der unterschiedliche spannende Themen zusammenträgt. Bis 23. November sind einzelne, ausgewählte Blätter des Atlas wie auch der Atlas selbst im oberen Foyer des Rathauses zu bestaunen.

Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake staunte selbst über die Vielfalt der Tafeln und betonte: „Hier wird deutlich, dass eine Stadt ein lebendiger Organismus ist. Eine Publikation wie der Atlas Würzburg kann dazu beitragen, Diskussionen über Fragen der Stadtentwicklung zu versachlichen.“ Neben der historischen Entwicklung stellen Atlas und Ausstellung das Würzburg von heute dar. Damit zeige sich deutlich, so die Bürgermeisterin: „Würzburg ist nicht nur die älteste Stadt in Unterfranken und eine der ältesten im rechtsrheinischen Deutschland, sondern auch eine junge und moderne Stadt, die sich entschlossen und erfolgreich den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts stellt.“ Bei aller wissenschaftlichen Objektivität sei der Atlas auch Werbung für Würzburg.

Opulent aufbereitet bietet der Atlas Streifzüge durch die Stadt und ihre Stadtteile. Die Leserinnen und Leser erfahren, dass sich Europas ältester Kanaltunnel in Würzburgs Burkarder Viertel befand, sie erfahren etwas über den Klimawandel, Religion, die Internationalität, die Stadtteile. Sie können sich auf den Weg machen und die Örtlichkeiten besuchen, an denen in den Schoppenfetzer-Krimis von Günter Huth die Morde geschehen. „Wir wollten auch das Unterhaltsame nicht zu kurz kommen lassen“, erklärte Professor Barbara Hahn, Lehrstuhlinhaberin der Wirtschaftsgeographie und eine der Herausgeberinnen. „Es ist keine Enzyklopädie, aber die Beiträge decken ein breites Spektrum ab und wir haben so viele Themen gesammelt, dass sie für einen zweiten Band reichen würden“, sagte sie bei der Ausstellungseröffnung im Rathaus Würzburg. „Von Hochwasser bis Steinbrüche: Sie erwartet eine Odyssee der sehr erfreulichen Art“, freut sich Mitherausgeber Professor Roland Baumhauer, Lehrstuhlinhaber Physische Geographie über das gelungene Werk.

Der Atlas Würzburg ist in strukturelle Kapitel unterteilt. „Würzburg in der Welt“ wirft unter anderem mit beeindruckenden Satellitenfotos einen Blick auf die Stadt aus dem Weltall, zwischen den Metropolregionen und Gesamtbayern. Ein weiteres Kapitel widmet sich Stadtgeschichte und Baukultur von den Ursprüngen bis zur Gegenwart mit unterschiedlichen Baustilen und funktionalem Wandel. Natürlich darf „Stadtnatur und Weinkultur“ nicht fehlen, denn die Lage am Main bietet Klima und Böden optimale Bedingungen für eine große naturräumliche Vielfalt. Dieser Abschnitt wirft aber natürlich auch die Frage auf, was geschieht bei immer fortschreitendem Klimawandel. Beleuchtet werden weiterhin die Themen Vielfalt in den Stadtteilen, Verkehr im engen Maintal und Würzburgs Bedeutung als Oberzentrum, Bildung, Gesellschaft und Struktur.

Ausgewählte Tafeln aus dem Atlas Würzburg sind bis 23. November im Rathaus Würzburg zu entdecken, Oberes Foyer, 1. Stock. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr, Freitag 8 bis 14 Uhr.

Roland Baumhauer, Barbara Hahn, Dorothea Wiktorin (Hrsg.): Atlas Würzburg, Vielfalt und Wandel der Stadt im Kartenbild. Mit historischen Karten, S/W- und Farbabbildungen, 49,90 Euro im Buchhandel.

 Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake (m.) bei der Ausstellungseröffnung im Rathaus mit den Herausgebern des „Atlas Würzburg“ Professor Barbara Hahn und Professor Roland Baumhauer. Foto: Claudia Penning-Lother


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