Bild: Pressemitteilungen aus Würzburg

Fachabteilung Presse, Kommunikation und LOB

Rückermainstraße 2
97070 Würzburg
In Karte anzeigen
Tel: 0931 - 37 24 92
Fax: 0931 - 37 33 73

Archiv 2016

Ausstellung: „Trachten in Unterfranken – Projekt Gewebe“ eröffnet

Gewebe sind Stoffe, die in der alten Kulturtechnik des Webens entstehen. Dabei werden gegenläufige Fäden miteinander verbunden. Fäden schaffen Strukturen, aus denen ganze Bilder entstehen können. Bezirk Unterfranken und städtisches Kulturamt widmen sich in einem Projekt dem Thema „Gewebe“. Den Auftakt zu diesem Projekt macht die Ausstellung „Trachten in Unterfranken“ im Rathaus der Stadt Würzburg. Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake wies bei der Vernissage darauf hin, dass Trachten „eine Brücke in unsere Zeit schlagen“.

Neben Exponaten aus den Textilsammlungen des Bezirks erwarten den Besucher fünf Text-Bild-Fahnen, die über die Entwicklung der Trachten in Unterfranken informieren. „Schnell wird dabei klar“, so die Bürgermeisterin, „dass Tracht weit mehr ist als nur Kleidung.“ Tracht stehe für kulturellen Reichtum, für Heimat und für Gemeinschaft. Einst waren sie Ausdruck regionaler und lokaler Identität und zeigten, „wo man zu Hause war.“ Trachten seien Teil heimatlichen Brauchtums. Marion Schäfer-Blake wies auch darauf hin, dass Trachten „in unserer globalisierten Welt mit ihrer oft verwirrenden Komplexität Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln und die Erfahrung von Heimat“ seien. Zur Ausstellungseröffnung waren neben Prof. Dr. Klaus Reder (Kulturdirektor Bezirk Unterfranken), Dr. Erich Schneider (Gründungsdirektor des künftigen Fränkischen Landesmuseums auf der Festung) und einigen Stadträten auch interessierte Besucher in Tracht gekommen. Besondere Beachtung fand die Besucherin Ingeborg Neubert mit Fotos ihrer geerbten und wieder aufbereiteten Tracht aus dem Ochsenfurter Gau.

In der Bildenden Kunst spielen Gewebe eine zentrale Rolle als Bildträger. Gewebe finden sich genauso aber auch in der textilen Kunst, im volkstümlichen Stoff bis hin zum gewebten Raum. Das Projekt „Gewebe“ von Bezirk Unterfranken und dem städtischen Kulturamt widmet sich der Bedeutung gewebten Materials. Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler werden im Rahmen des Projekts vorgestellt, die mit verschiedenen Textilien arbeiten und eine Brücke schlagen zwischen internationalen, regionalen und lokal verorteten Techniken und Traditionen. Die Kunstwerke werden in der BBK-Galerie, im Johanna-Stahl-Zentrum und im Mainfränkischen Museum zu sehen sein. Das Kulturreferat der Stadt Würzburg rückt die Materialität und ihre Qualitäten ins Blickfeld. Es wird gezeigt, wie Gewebe interpretiert und bearbeitet werden kann bis hin zum neuartigen Membrandach des Energy Efficiency Centers des Bayerischen Zentrums für Angewandte Energieforschung in Würzburg. Das Projekt „Gewebe“ findet landesweit in 20 Städten mit 84 Veranstaltungen statt.

Zu sehen sind die Exponate im Oberen Foyer des Rathauses bis Dienstag, 26. April 2016 zu den Öffnungszeiten des Rathauses Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr und Freitag 8 bis 14 Uhr.

Alles rund um Trachten: Zur Ausstellungseröffnung „Trachten in Unterfranken“ zeigte die Würzburgerin Ingeborg Neubert (li.) auch ihre Tracht aus dem Ochsenfurter Gau. V.li. Dr. Erich Schneider, Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake, Dr. Klaus Reder.

Foto: Claudia Penning-Lother

 

Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Seiten und Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr InfosOK