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Flächennutzungsplan

Die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans mit integriertem Landschaftsplan wurde Ende 2017 in einem Grundsatzbeschluss vom Stadtrat beschlossen. Der rechtswirksame Flächennutzungsplan der Stadt Würzburg ist aus dem Jahr 1987 und hat mit mehr als 30 Jahren Lebensdauer, rund 110 Änderungsverfahren und im Zuge von beschleunigten Bebauungsplanverfahren zahlreichen Berichtigungen gem. § 13a Abs. 2 Nr. 2 BauGB an Belastbarkeit eingebüßt.

Der Aufstellungsbeschluss für den Neuaufstellungsprozess wurde vom Stadtrat im Februar 2020 gefasst und begründet nun den Beginn des formalen Verfahrens. Ziel ist es, dem Stadtrat innerhalb der kommenden fünf Jahre (d.h. bis 2025) eine beschlussfähige Fassung des neuen Flächennutzungsplans mit integriertem Landschaftsplan vorzulegen.

Der Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan ist ein vorbereitender Bauleitplan, der die Art der Bodennutzung unter Einbezug der beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung in Grundzügen darstellt. Er stellt Wohnbauflächen, gemischte und gewerbliche Bauflächen, Sonderbauflächen und Gemeinbedarfsflächen dar. Weiterhin sind überörtliche Verkehrsflächen, Flächen für die Ver- und Entsorgung sowie von Bebauung freizuhaltende und zu schützende Bereiche dargestellt. Der Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan erfüllt eine doppelte Funktion: Er setzt die Ziele der übergeordneten Planung sowie die eigenen, definierten städtischen Entwicklungsziele um, steuert aber darüber hinaus auch die verbindliche Bauleitplanung dahingehend, das Bebauungspläne grundsätzlich aus dem Flächennutzungsplan zu entwickeln sind.

Inhalte und Ablauf des Neuaufstellungsprozess

Die Planungsparadigmen und Ansprüche an die räumliche Planung haben sich seit der vergangenen Aufstellung stark verändert. Vor allem die Landschafts- und Freiraumaspekte in Verbindung mit Umwelt- und Klimaschutzbelangen haben in den letzten Jahren eine prägende und gestaltende Funktion im Planungsprozess eingenommen. Diese Entwicklung muss sich künftig auch im Rahmen der vorbereitenden Bauleitplanung niederschlagen. Gleiches gilt für das Thema Verkehr und Mobilität, an das heute zu Recht andere Ansprüche gestellt werden als noch vor 30 Jahren.

Schaubild Kernthemen FNP-LP

 

Die bisherigen Schlüsselthemen für den Neuaufstellungsprozess in Würzburg sind:

  • Umwelt- und Klimabelange
  • Sicherung und Entwicklung siedlungsnaher Freiräume und Grünflächen
  • Schutz natur- und kulturraumtypischer Landschaftsbilder
  • Mobilität
  • Hänge / Hangkanten und hochwertige Grünzüge auch vor dem Hintergrund des Wohnungsdrucks sichern
  • Sicherung der Stadtteilzentren
  • Umgang mit Flächenverbrauch

Schaubild Zeitplan FNP-LPDie Öffentlichkeit (Bürgerschaft, Akteure der Stadtgesellschaft) wird im Rahmen der formalen Verfahrensschritte nach BauGB in den Neuaufstellungsprozess eingebunden. Begleitend zu den Entwurfsständen sind beispielsweise Informationsveranstaltungen vorgesehen, auch um den mit der Raum.Perspektive.Würzburg. begonnenen Dialog und Austausch fortzuführen und eine Einbindung in die Gestaltung der künftigen Stadtentwicklung konsequent zu ermöglichen.  

In den Neuaufstellungsprozess des Flächennutzungsplans mit integriertem Landschaftsplan fließen vielfältige, derzeit in Erarbeitung befindliche Einzelkonzepte wie der Wohnbauflächenentwicklungsplan, die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts, die Stadtbiotopkartierung, ein Verkehrs- und Mobilitätskonzept, sowie Gutachten zu den Themen Gewässern und Störfallbetrieben ein.

 

RAUM.PERSPEKTIVE.WÜRZBURG.

Ein erster wichtiger Schritt für den neuen Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan wurde mit der Raum.Perspektive.Würzburg. geleistet. In diesem umfangreichen Prozess wurden unter breiter Öffentlichkeitsbeteiligung strategische Entwicklungsziele für den Flächennutzungsplan erarbeitet, welche nun die maßgebende, räumlich-strategische Grundlage bilden. Im April 2018 wurde der Auftrag zur Erarbeitung der Raum.Perspektive.Würzburg. an das Team aus PLANKOM / cityförster / freiwurf vergeben. 

Die Raum.Perspektive.Würzburg. sollte der Öffentlichkeit einen Zugang zum abstrakten Feld der Flächennutzungsplanung ermöglichen und für langfristige, in die Zukunft gerichtete Entwicklungsfragen sensibilisieren. Ein Fokus lag darauf, über Qualitäten, Prioritäten und Planungsziele gemeinsam zu diskutieren und den strittigen und kontroversen Diskussionen, die bei unterschiedlichsten Zielen und Ansprüchen an die Planung zwangsläufig auftreten, Raum zu geben. Diese Konflikte im Prozess der Raum.Perspektive.Würzburg. zu lösen war jedoch nicht der Anspruch. Dennoch war eine intensive Öffentlichkeitsbeteiligung unverzichtbare Grundlage für diesen Planungsprozess.

Schaubild Entwicklungsziele RPW


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