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Bitte beachten: geänderte Regelungen für Selbsthilfegruppentreffen!

Liebe Selbsthilfeaktive,

11. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist seit einiger Zeit in Kraft getreten. Das bayerische Gesundheitsministerium hat am 22.12.2020 seine FAQs für Selbsthilfegruppentreffen nochmals überarbeitet. Hieraus ergeben sich einige Änderungen für Selbsthilfegruppentreffen.

  • Ab sofort gilt für alle medizinisch notwendigen Gruppentreffen eine max. Teilnehmerzahl von 5 Personen (inkl. Gruppenleitung). Hierfür ist für jedes Treffen eine verantwortliche, fachkundige Person zu benennen.

  • Falls das Gruppentreffen jedoch auch als Onlinetreffen durchgeführt werden kann, ist lediglich diese Form des Treffens zulässig.

  • Bitte überprüfen Sie nochmals genau, ob sich Ihre Gruppe unbedingt weiterhin treffen möchte bzw. ob Sie als Person am Gruppentreffen unbedingt teilnehmen müssen. Wir haben momentan eine extreme Notlage in Bayern und wir sollten – soweit wie möglich – dazu beitragen, dass die Situation sich nicht noch mehr verschärft. Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Durchführung von Online-Treffen.

  • Bitte beachten Sie in jedem Fall die Ausgangssperre von 21:00 bis 5:00 Uhr morgens!

  • Tragen Sie die komplette Gruppenstunde und natürlich beim Kommen und Gehen eine Maske, am besten eine FFP2 Maske und halten Sie alle beschriebenen Hygiene-Maßnahmen sehr genau ein.

Anbei nun die aktuellen Informationen zu den neuen Regelungen bezüglich Selbsthilfegruppentreffen

Die 11. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist seit einiger Zeit online. https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2020-737/externer Link Da sie sich nicht ausdrücklich zu Präsenztreffen von Selbsthilfegruppen in Bayern äußert, präzisierte das Gesundheitsministerium die Möglichkeiten medizinisch notwendiger Gruppentreffen unter dem Absatz „Betriebe/Betriebsuntersagungen https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/haeufig-gestellte-fragen/#fragen-zu-betriebenexterner Link


Das fortdauernde Pandemiegeschehen in Bayern führt derzeit zu Neuinfektionen auf einem insgesamt deutlich zu hohem Niveau. Es war daher erforderlich, allgemeine Ausgangsbeschränkungen anzuordnen. Nach § 3 der 11. BayIfSMV gilt zusätzlich zwischen 21 Uhr und 5 Uhr eine Ausgangssperre. Im Zeitraum zwischen 5 Uhr und 21 Uhr ist das Verlassen der Wohnung nach § 2 der 11. BayIfSMV nur bei Vorliegen eines triftigen Grundes erlaubt. Ein triftiger Grund, außerhalb der Zeiten der nächtlichen Ausgangssperre die eigene Wohnung zu verlassen, ist nach § 2 Satz 2 Nr. 3 der 11. BayIfSMV die Beanspruchung medizinischer oder pflegerischer Versorgungsleistungen oder der Besuch von Angehörigen therapeutischer Berufe.

Selbsthilfegruppen ergänzen das professionelle Versorgungssystem. Sie betonen die Eigenverantwortung und ermöglichen Teilhabe der Betroffenen und setzen sich auch mit der medizinischen Versorgung auseinander. Neben der fachlichen Beratung und Information bereichern sie die Versorgungslandschaft niedrigschwellig durch eine psychologische und soziale Komponente und setzen wertvolle Ressourcen für die Gesunderhaltung und Problembewältigung frei. Selbsthilfe-Verbände für zum Beispiel Menschen mit Behinderung, chronischen psychosozialen Krankheiten oder Suchterkrankungen bieten darüber hinaus Möglichkeiten der Begegnung und Vertretung der Anliegen und Interessen behinderter oder chronisch kranker Menschen. Selbsthilfe hat daher einen hohen gesundheitspolitischen Stellenwert. Sie zeichnet sich typischerweise durch den selbstbestimmten Austausch Betroffener sowie Angehöriger in Gruppen aus, um die persönliche Lebensqualität zu verbessern.

Mit Blick auf die erforderlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie und auf den gesundheitspolitischen Stellenwert der Selbsthilfe gilt daher das Folgende:

Onlinetreffen von Selbsthilfegruppen sind stets zulässig. Wird eine Selbsthilfegruppe durch eine medizinische oder therapeutische Fachkraft (ggf.: nebenberuflich) geleitet, so stellt die Teilnahme an einem Gruppentreffen nach § 2 Satz 2 Nr. 3 der 11. BayIfSMV einen triftigen Grund zum Verlassen der eigenen Wohnung dar, wenn mit der Durchführung des Treffens als Präsenztreffen in der Gruppe ein gesundheitlicher oder körperlicher Erfolg zu erwarten ist, der Umgekehrt bei der individuellen Betreuung ausbliebe, und die Durchführung medizinisch sinnvoll und notwendig ist.

Die Teilnahme an Präsenztreffen von nicht von einer medizinischen oder therapeutischen Fachkraft geleiteten Selbsthilfegruppen stellt nur dann einen sonstigen (in der 11. BayIfSMV nicht ausdrücklich genannten) triftigen Grund zum Verlassen der Wohnung dar, wenn das Treffen von einer verantwortlichen, fachkundigen Person geleitet wird, mit der Durchführung des Treffens als Präsenztreffen in der Gruppe ein gesundheitlicher oder körperlicher Erfolg zu erwarten ist, der Umgekehrt bei der individuellen Betreuung ausbliebe, die Durchführung medizinisch sinnvoll und notwendig ist und die Teilnehmerzahl – einschließlich Leitung – höchstens 5 Personen beträgt. Unter diesen Voraussetzungen gilt die nach § 4 der 11. BayIfSMV für Treffen vorgesehene zusätzliche Beschränkung auf Teilnehmer aus maximal zwei Hausständen für Präsenztreffen von Selbsthilfegruppen nicht.

Unabhängig hiervon und zusätzlich gelten aber die weiteren Beschränkungen der 11. BayIfSMV auch für Treffen von Selbsthilfegruppen. Gruppentreffen, die den Charakter einer Veranstaltung haben, sind daher nur möglich, wenn hierfür nach §§ 5 in Verbindung mit § 27 Abs. 2 der 11. BayIfSMV eine Ausnahmegenehmigung erteilt wurde. Wann die Zusammenkunft einer Selbsthilfegruppe den Charakter einer zusätzlich an § 5 zu messenden (und damit nur nach Genehmigung durch die Kreisverwaltungsbehörde zulässigen) Veranstaltung annimmt, ist nach den Umständen des Einzelfalls zu entscheiden. Maßgebend sind hierbei Anlass, Zweck und Größe der Zusammenkunft, der Teilnehmerkreis, der Grad der erforderlichen Organisation, ob ein spezielles Programm vorhanden ist, etc. Reine Gruppentreffen mit einer Teilnehmerzahl, die die im Rahmen der Kontaktbeschränkungen festgelegte absolute Obergrenze von fünf Personen nicht übersteigt, werden in der Regel keine Veranstaltungen sein. Treffen, die mit hohem Organisationsaufwand und festem Programm durchgeführt werden (etwa aufwändig geplante Ausflüge), hingegen schon.

Eine sportliche Betätigung ist auch in Selbsthilfegruppen nur nach § 10 Abs. 1 der 11.BayIfSMV möglich und im Zeitraum von 21 Uhr bis 5 Uhr ist die Ausgangssperre nach § 3 der 11. BayIfSMV stets zu beachten.


Für viele ist diese ggf. erneute Einschränkung schwer zu bewältigen. Wir alle aber tragen Verantwortung für unsere eigene wie auch die Gesundheit unserer Mitmenschen. Bleiben Sie aufmerksam, reden Sie über Ihre Gefühle und Gedanken und sprechen Sie Menschen darauf an, wenn Sie merken, dass sie mit der Situation nicht zurechtkommen.


Gerne bieten wir Ihnen Unterstützung bei Onlinetreffen über Jitsi Meet. Bitte nehmen Sie bei Interesse Konakt zu uns auf!


Wir sind auch "zwischen den Jahren" telefonisch und per Mail für Sie da!


In Krisen oder Notfällen können Sie sich gerne an die Telefonseelsorge und/oder an den Krisendienst Würzburg wenden:

  • Telefonseelsorge: Rund um die Uhr – auch an Wochenenden/Feiertagen erreichbar,  Tel. 0800/1 11 01 11 oder 1 11 02 22 oder per Chat unter www.telefonseelsorge.de  
  • Krisendienst: Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr, Bereitschaftsdienst von 18 bis 0:30 Uhr, Tel.0931/5717177

Bleiben Sie miteinander verbunden!

Herzliche Grüße!

Ihr Team des Aktivbüros


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