Kulturpreis und Kulturförderpreise
Der Kulturpreis ist die höchste Auszeichnung, die die Stadt Würzburg im kulturellen Bereich vergibt. Er würdigt Persönlichkeiten, Gruppen oder Institutionen, die durch außergewöhnliches künstlerisches und kulturelles Schaffen gewirkt oder sich in besonderer Weise um das kulturelle Leben der Stadt Würzburg verdient gemacht haben. Der Kulturpreis ist mit 5.000 € dotiert.
Bis zu drei Kulturförderpreise werden mit gemeinsam dem Kulturpreis vergeben. Sie zeichnen Persönlichkeiten, Gruppen oder Institutionen aus, die erste förderungswürdige professionelle künstlerische Leistungen vollbracht haben. Der Kulturförderpreis ist mit 2.500 € dotiert.
Den Kulturpreis der Stadt Würzburg haben erhalten
2025: Frank Zauritz, Fotograf
Seit den 1990er Jahren prägt Frank Zauritz
mit seinem unverkennbaren fotografischen Blick die deutsche und internationale Fotografie. Vom Sport- und Pressefotografen entwickelte er sich zu einem der bekanntesten Porträtkünstler Deutschlands. Seine Aufnahmen – ob von Politiker:innen oder Prominenten aus Film, Musik und Sport – verbinden dokumentarische Präzision mit künstlerischer Vision. Mit seinem einzigartigen Stil, welcher Fotografie als bewusste Illusion versteht, kreiert er Bilder von außergewöhnlicher Ausdruckskraft.
2024: Thomas Glasmeyer, Theater mit Puppen
Thomas Glasmeyer
vereint in seinem Ein-Mann-Figurentheater „piccolo teatro espresso“ die Rollen des Intendanten, Puppenbauers, Regisseurs und Texters. Mit kreativer Vision und Hingabe begeistert er seit fast 35 Jahren ein breites Publikum mit über 1.000 selbst geschaffenen Figuren. Seine Inszenierungen offenbaren tiefgründige Geschichten, facettenreiche Charaktere und die außergewöhnliche Gabe, den kindlichen und humorvollen Blick auf die Welt niemals aus den Augen zu verlieren.
2023: Monteverdichor unter der Leitung von Matthias Beckert, Konzertchor
Rund 100 Studierende und Alumni der Universität Würzburg und der Hochschule für Musik Würzburg bilden den Monteverdichor Würzburg
, der seit 1998 von Matthias Beckert geleitet wird. Mit musikalisch sehr anspruchsvollen Programmen und einem Repertoire von der Renaissance bis in die Gegenwart begeistert dieser Ausnahmechor seine regionalen wie überregionalen Publika seit vielen Jahren auf höchstem musikalischem Niveau. Durch seine kontinuierliche Qualität hat sich der Monteverdichor eine singuläre Bedeutung im Musikleben Würzburgs erarbeitet.
2021: Birgit Süß, Kabarettistin
Birgit Süß
gehört aufgrund ihrer beeindruckenden Bühnenpräsenz, ihrem kabarettistischen Witz und ihrem musikalischen Können zu einer der wichtigsten Vertreterinnen der Musikkabarett- und Kleinkunsttheaterszene Deutschlands. Dabei gelingt es ihr vortrefflich, die Balance zwischen kabarettistischen Witz und ernster Kritik, zwischen hoher Kunst und augenzwinkernden Spaß, zwischen charmanter Unterhaltung und ernsthafter Vermittlung zu finden. Seit den 1990er Jahren bereichert sie durch ihre Auftritte das kulturelle Leben der Stadt Würzburg und engagiert sich darüber hinaus für die Würzburger Kunst- und Kulturszene.
2020: Elvira Lantenhammer, Malerin
Elvira Lantenhammer
hat über viele Jahre in bewundernswert konsequenter Arbeit ein originäres malerisches Werk geschaffen, das längst überregionale und internationale Anerkennung gefunden hat. Insbesondere mit ihren „Lageplänen“ entwickelte Elvira Lantenhammer eine außergewöhnliche Art der Farbmalerei, mit der sie als Künstlerin eine markante und einzigartige künstlerische Haltung und Position erfolgreich behauptet.
2018: Michael Wollny, Pianist
Michael Wollny
zählt als Pianist mittlerweile zu den wichtigsten europäischen Jazzmusikern. Seine Karriere ist eng mit der Würzburger Hochschule für Musik verbunden, wo er Jazzpiano studierte. In Würzburg legte er die Grundlagen für seine internationale Karriere und hierher kehrte er für seine Konzerte immer wieder zurück.
2017: Klaus Ospald, Komponist
2015: Prof. Dr. Hans Ulrich Gumbrecht, Literatur- und Geisteswissenschaftler
2014: Angelika Summa, Bildhauerin
2012: Mathias Repiscus, Regisseur und Theaterleiter
2010: Diana Damrau, Kammersängerin
2009: Dr. Jürgen Lenssen, Bau- und Kunstreferent der Diözese Würzburg
2007: Herbert Mehler, Bildhauer
2006: Bernd Glemser, Pianist
2004: Christian Kabitz, Kirchenmusikdirektor
2002: Frank Markus Barwasser, Kabarettist
2000: Norbert Glanzberg, Komponist
1998: Hans-Georg Noack, Autor
1996: Joachim Koch, Bildhauer
1994: Dr. Klaus Hinrich Stahmer, Musiker/Komponist
1992: Dieter Stein, Maler
1991: Curd Lessig, Maler
1990: Lothar C. Forster, Bildhauer
1989: Reinhard Dachlauer, Bildhauer
1988: Bertold Hummel, Komponist
1987: Waltraud Meier, Sängerin
1986: Siegfried Koesler, Domkapellmeister
1985: Siegfrid Fink, Perkussionist
1984: Willi Greiner, Maler/Grafiker
1981: Yehuda Amichai, Dichter
1980: Werner Dettelbacher, Autor
1979: Prof. Dr. Max H. von Freeden, Museumsdirektor
1978: Rudolf Köckert, Musiker
1977: Wolfgang Lenz, Maler
1976: Dr. Heinrich Pleticha, Autor
1975: Richard Rother, Grafiker/Bildhauer
1974: Otto Sonnleitner, Bildhauer
1973: Luigi Malipiero, Schauspieler/Maler
1972: Hans Schädel, Architekt/Dombaumeister
1971: Josef Versl, Maler
1970: Günter Jena, Organist/Musiker
1968: Fritz Koenig, Bildhauer
1967: Eugen Jochum, Dirigent
1966: Emy Roeder, Bildhauerin
1965: Friedrich Schnack, Schriftsteller
Den Kulturförderpreis der Stadt Würzburg haben erhalten
2025: Rahel Behnisch | Robert Schlotter | Janik Söllner
Rahel Behnisch, Sprachkünstlerin
Seit 2019 ist Rahel Behnisch
als Moderatorin, Schauspielerin und Poetry-Slammerin auf zahlreichen Bühnen und Festivals präsent. Mit Projekten wie dem Poesiefenster verbindet sie verschiedene Kunstformen auf inspirierende Weise. Darüber hinaus prägt sie als Buchbloggerin, Literaturinfluencerin und Autorin die Würzburger Literaturlandschaft – unter anderem mit ihrem Kanal rabenpoesie, ihrer Buchkolumne auf egoFM und ihrer Arbeit als Herausgeberin beim Verlag Lektora.
Robert Schlotter, Cellist
Bereits in jungen Jahren überzeugte der Cellist Robert Schlotter
mit außerordentlichem Talent und Musikalität. Als Schüler des musischen Gymnasiums und der Exzellenzklasse der Hochschule für Musik Würzburg machte er früh auf sich aufmerksam. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen belegen seine herausragende künstlerische Qualität. Mit seinen Auftritten begeistert er deutschlandweit ein breites Publikum und bereichert auch das Würzburger Musikleben immer wieder durch sein virtuoses Spiel.
Janik Söllner, Illustrator
Als freiberuflicher Illustrator arbeitet Janik Söllner
regelmäßig für internationale Publikationen wie The New York Times und ZEIT LEO. Darüber hinaus verleiht er als Kommunikationsdesigner verschiedensten Produkten einen eigenen künstlerischen Glanz. Sein unverwechselbarer Stil prägt sowohl seine Auftragsarbeiten als auch seine freien Werke auf Papier. Mit seinen Illustrationen greift er aktuelle Themen wie etwa den Klimawandel auf und verbindet künstlerische Präzision mit gesellschaftlicher Relevanz.
2024: Max Gehlofen | ATE | Call It A Day
Max Gehlofen, Bildender Künstler
Max Gehlofen
widmet sich in seiner Kunst insbesondere dem menschlichen Körper, wobei er natürliche Materialien wie Stein, Holz und Ton mit künstlichen Medien wie Plexiglas und 3D-Druck kombiniert. Detailgenauigkeit und ein feines Gespür für Form verleihen seinen Arbeiten – ob Skulptur oder Zeichnung – eine zeitgemäße Ästhetik. Seine Werke stehen im Dialog mit ihrer Umgebung und machen Kunst im alltäglichen Raum erfahrbar, wodurch er die Schwelle zwischen Kunst und Alltag herabsetzt. Er bereichert die Würzburger Kulturszene und setzt neue Impulse.
ATE, Streetart-Künstlerduo
ATE
– Simon Schacht und Christian Schlosser – macht sich seit Jahren durch illustrative Designs, Fassadengestaltungen, Installationen und Leinwände einen Namen in der Würzburger Streetart-Szene. Die Werke, ob digital oder analog, innen oder außen, groß oder klein, bereichern den öffentlichen Raum und platzieren gesellschaftlich relevante Botschaften an niedrigschwelligen Orten. Darüber hinaus engagieren sich Simon Schacht und Christian Schlosser in der Kunstvermittlung, die sich insbesondere an junge Menschen richtet und den Zugang zur Kunst fördert.
Call It A Day, Post-Hardcore-Band
Call It A Day
bringt frischen Wind in die Newcomer-Szene des modernen Post-Hardcore. Ihre Musik ist geprägt von emotionalen Passagen, melodischen Refrains und rhythmischen Breakdowns. Thematisch drehen sich die Songs um die Auseinandersetzung mit dem inneren Selbst und der eigenen Identität. Dabei beschäftigen sie sich sowohl mit persönlichen als auch gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Band setzt auf eine Mischung aus cleanen Vocals und gelegentlichen Shouts, kombiniert mit einer professionellen Präsenz in sozialen Medien und Musikvideos.
2023: Jaroslav Drazil | Frank Christian Wagner | Marie-Thérèse Zahnlecker und Theresa Maria Romes
Jaroslav Drazil, Maler
Ungeachtet seiner noch jungen Künstler-Karriere gehört Jaroslav Drazil
bereits zu den profiliertesten Malern seiner Generation in unserer Region. Ob Landschaftsbilder oder Porträts, alle Gemälde verbindet ein einzigartiges Spiel mit Formen und Farben, die überzeugend belegen, wie Jaroslav Drazil innerhalb weniger Jahre bereits eine originäre und unverwechselbare Bildsprache entwickelt hat, die auch überregionale Aufmerksamkeit erfährt.
Frank Christian Wagner, Regisseur
Frank Christian Wagners
narrativer Kurzfilm „A Father's Job“ stellt eine fiktive Hauptfigur in den Mittelpunkt und zeigt anhand dieser tausende Einzelschicksale vieler Jüdinnen und Juden auf, die aufgrund gesellschaftlicher Ächtung und zunehmender Einschränkungen noch vor Kriegsende als einzigen Ausweg den Freitod sahen. Mit eindrücklichen Bildern und kluger Regie zieht der Film Zuschauerinnen und Zuschauer in seinen Bann. Dramaturgisch perfekt konzipiert und künstlerisch auf internationalem Niveau inszeniert und umgesetzt, gibt er dem Handlungsstrang, den Stimmungen und den Spielcharakteren die Richtung vor, lässt aber genug Raum für Interpretation.
Marie-Thérèse Zahnlecker und Theresa Maria Romes, Festivalorganisatorinnen / Musikerinnen
2021 gründeten die Sopranistin Theresa Maria Romes und die Pianistin Marie-Thérèse Zahnlecker das KAMMERMUSIK! Festival Würzburg
. Präsentiert werden Werke unterschiedlicher Epochen in gemischten Ensembles mit dem Ziel, aufstrebenden Musikerinnen und Musikern aus der Region sowie der Kammermusik im Allgemeinen eine Bühne zu bieten. Als Intendantinnen, Organisatorinnen, Geldbeschafferinnen und Künstlerinnen zugleich konnten die beiden Frauen innerhalb kurzer Zeit ein begeistertes Publikum gewinnen und Würzburg um ein einzigartiges Festival bereichern.
2021: Hannah Solveij Gramß | Hussien Mahmoud | Dominik Blenk
2020: Festival Neues Lied | Klavierduo Franziska und Florian Glemser | Kim Fabienne Hertinger
2018: Dr. Christine Ott | Johannes Hepp | Carolin No
2017: Roberta Verna | Richard Verna | Ulrike Schäfer
2015: Benjamin Brückner | Pauline Füg | Andy Sauerwein
2014: Maneis Arbab | Matthias Braun | Julia Rutigliano
2012: Katrin Heyer | Marco Netzbandt | Johannes Pfeuffer
2010: Andrea Carola Kiefer | Benjamin Heisenberg | Horst Ziegler
Platzhalter Headline
Text
2009: Ivan Alboresi | Philipp Hennevogl | Sinn Yang
2007: Verena Hemmerlein | Dr. Markus Grimm | Dennis Schütze
2005: Cornelia Boese | Linda Schwarz
2003: Sonja Edle von Hoeßle | Boris Wagner
2001: Brigitte Obermeier | Thomas K. Kopp
1999: Markus Bellheim | Musik-Gruppe "MILES"
1997: Volker Felgenhauer | Thomas Heinemann
1995: Angelika Summa | Marion Costa
1985: Ulrich Schultheiß
1982: Merve Giehl | Rudolf Ramming