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Texte Kulturpreisträger

Otto Sonnleitner

Bildhauer
Geb. 20. November 1906 in Würzburg, gest. 30. Juni 1985 in Würzburg.

Nach der Lehre 1921 – 1925 bei seinem Vater, dem Bildhauer Ludwig Sonnleitner, wechselte er nach München, wo er sich mit verschiedenen Bildhauerarbeiten seinen Lebensunterhalt verdiente. 1926 – 1931 war Otto Sonnleitner Privatschüler von Prossor Fritz Behn an der Kunstschule in München. Bis 1937 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste; zunächst war er Schüler, dann Meisterschüler von Prof. Wackerle. Nach dieser Ausbildung ließ er sich in München als selbstständiger Bildhauer nieder. Als er 1945 nach Kriegsdienst und Gefangenschaft nach München zurückkehrte, waren Wohnung und Atelier zerstört, so dass er ab 1947 die Werkstatt seines Vaters in Würzburg übernahm. Fortan erhielt er Aufträge von weltlicher und kirchlicher Seite im fränkischen Raum wie in der gesamten Bundesrepublik.

Aus seinem künstlerischen Schaffen gingen zahlreiche Denkmäler, Brunnen, Marienfiguren und Altäre hervor. Er schuf Groß- und Kleinplastiken, Stein- und Bronzefiguren und war besonders als Tierplastiker geschätzt. Immer wieder wurde er mit der Gestaltung von öffentlichen Plätzen, Grünanlagen und Straßen beauftragt, da die Aussage seiner Werke jedem Betrachter verständlich war. Zum Würzburger Stadtbild gehören unter anderem der Knabe mit Pferd vor der Goethe-Schule, die Flamingogruppe in der Zahnklinik, die Reihergruppe vor der Sparkasse bei St. Burkard, der Fischerstecher an der Uferpromenade im Mainviertel, die Marktbärbel auf dem Marktplatz sowie das Kiliansportal des Würzburger Doms. Außerdem gestaltete er den Chor der Kirche Hl. Kreuz Würzburg und drei Seitenaltäre für die Abteikirche in Münsterschwarzach sowie das Kanzelrelief und den Altar der Franziskanerkirche in Würzburg, das Grabdenkmal für Jakob Kaiser, Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, auf dem Waldfriedhof in Berlin-Zehlendorf.

Sonnleitner erhielt 1975 das Bundesverdienstkreuz.
Die Stadt Würzburg zeichnet einen Künstler aus, „der die Kulturlandschaft Mainfrankens und insbesondere seine Heimatstadt in hervorragender Weise mit gestaltet hat. Sonnleitner gilt als der beste lebende Bildhauer in Würzburg. Er genießt auch über die mainfränkischen Lande hinaus einen guten Ruf.“

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