Würzburg #mittendrin

">

Texte Kulturpreisträger

Prof. Dr. Max Hermann von Freeden

Direktor des Mainfränkischen Museums
Geb. 18. November 1913 in Bremen, gest. 20. April 2001 in Würzburg.

Nach Abschluss seines Kunstgeschichtsstudiums in Würzburg und München wurde Max von Freeden 1935 Volontär am Fränkischen Luitpoldmuseum sowie stellvertretender Konservator am Denkmalamt. 1936 erschien seine Dissertation über Balthasar Neumann als Stadtbaumeister, die nach dem Krieg und der Zerstörung Würzburgs als Quellengrundlage für den Wiederaufbau mancher Häuser von großer Bedeutung war. Am Luitpoldmuseum (seit 1939 „Mainfränkisches Museum Würzburg“) wurde er 1938 Assistent und 1939 Konservator. 1940 wurde von Freeden zur Wehrmacht einberufen. 1945 galt sein Augenmerk der Rettung von Kunst- und Kulturschätzen. Er übernahm den Auftrag, an Stelle des völlig zerstörten Museums ein neues auf der Festung Marienberg zu errichten. Schon 1947 konnten die ersten Räume eröffnet werden. Mit dem neuen Mainfränkischen Museum, dessen Direktor er 1949-78 war, setzte von Freeden Maßstäbe für einen neuen Museumsstil, die der neuen Einrichtung mit ihrer publikumswirksamen Präsentation und ihren Sonderausstellungen überregionale und internationale Anerkennung erwarben. Von Freeden öffnete die Museumsräume auch für Konzerte (1956) sowie für Festveranstaltungen. 1956/57 erfolgte durch ihn die Einrichtung des Schlossmuseums Aschach (Bad Kissingen). 1962 wurde von Freeden zum Honorarprofessor für unterfränkische Kunstgeschichte an der Würzburger Universität ernannt.
In mehr als 500 Publikationen, Ausstellungskatalogen und Artikeln hat Max von Freeden die Kunstlandschaft Mainfranken interpretiert und analysiert.

1955 Bayerischer Verdienstorden, 1962 Goldenes Stadtsiegel der Stadt Würzburg, 1972 Ehrenmitglied der Gesellschaft Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte e. V., 1973 Ehrenring der Stadt Würzburg, 1979 Bundesverdienstkreuz I. Klasse, 1983 Medaille des Bezirkstages von Unterfranken, 1986 Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung, 1991 Georg-Sittig-Medaille.

„Die Stadt Würzburg will […] einen Bürger auszeichnen, der durch seine vielfältige kulturelle Tätigkeit, insbesondere aber durch den Aufbau des Mainfränkischen Museums auf der Festung Marienberg nach der Zerstörung das Gepräge der Stadt mitbestimmt und das ‘neue Würzburg’ mitgestaltet hat.“

Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Seiten und Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr InfosOK