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Texte Kulturpreisträger

Joachim Koch

Bildhauer
Geb. 11. Februar 1949 in Stirn (Mittelfranken), lebt und arbeitet in Kleinrinderfeld bei Würzburg und in Kaiserslautern.

Nach einer abgeschlossenen Stukkateur- und Malerlehre in Würzburg besuchte Joachim Koch von 1967 bis 1972 die renommierte Folkwangschule für Gestaltung in Essen. Seit ca. 1975 ist er freischaffend als Bildhauer tätig. 1978 hatte er in der Otto-Richter-Halle Würzburg seine erste Einzelausstellung, auf die zahlreiche weitere Ausstellungen (u. a. in Schweinfurt, Villingen-Schwenningen, Bamberg/ Villa Dessauer und Kaiserslautern) und Ausstellungsbeteiligungen (u. a. in Stuttgart, Hannover, München und Wien) folgten. 1993/94 nahm er einen Lehrauftrag am Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt wahr.

Kochs bevorzugtes Material ist Stahl, gelegentlich kombiniert mit Holz. Seine Plastiken zeichnen sich durch klare, oft geometrische Formen, handwerkliche Perfektion und äußerste Präzision aus, die „auch Widerstand gegen die grassierende Geschmacklosigkeit und den allgegenwärtigen Pfusch“ und „gegen den alltäglichen Material- und Bedeutungsverschleiß“ darstellen.
Ergebnis der erfolgreichen Teilnahme an zahlreichen Ausschreibungen und Wettbewerben ist eine Fülle von Arbeiten im öffentlichen Raum. Beispiele sind in Würzburg die Edelstahlfigur beim Eingang des Physikalischen Instituts, das variable Metallrelief am Erweiterungsbau Kunststofftechnik der Fachhochschule, die Eisenfigur bei der Feuerwehrschule und die Cortenstahlfigur beim Amt für Landwirtschaft, ferner eine Muschelkalkfigur in den Weinbergen bei Sommerhausen, die Eisenfigur vor dem Amtsgericht Kitzingen, die Edelstahlfigur in der Frauengasse in Schweinfurt-Zürich und der Edelstahlkubus beim Mechatronik-Gebäude der Fachhochschule Aschaffenburg. Im Würzburger Kulturspeicher ist Koch mit einigen Werken ebenfalls ständig präsent. Außerdem trat er mit Fotoarbeiten hervor (Ausstellung „Point de vue“ 1991 in der Städtischen Galerie Würzburg).

1971 erhielt Koch den Folkwangpreis und 1980 einen Förderpreis des Landes Bayern. Mit dem Kulturpreis zeichnete die Stadt Würzburg „eine Künstlerpersönlichkeit aus, die mit großer Phantasie und kompromissloser Geradlinigkeit seit über zwei Jahrzehnten künstlerisch tätig ist und im Bereich der nichtfigürlichen Kunst ein bereits herausragendes Werk hervorgebracht hat, dessen Fortsetzung und Weiterentwicklung mit Spannung erwartet wird“.

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