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23.6.18 - Aktivisten besteigen Brücke der Deutschen Einheit


Würzburg: Die Drehleiter und Höhenrettungskräfte der Feuerwehr Würzburg wurden gegen 14:00 Uhr auf die Brücke der Deutschen Einheit alarmiert, da Personen auf die Spanndrähte der Tragkonstruktion geklettert waren. Die erste Erkundung ergab, dass Aktivisten planten, ein ca. 8 × 2 m großes Banner an der Brücke zu befestigen. Die Demonstranten auf dem Bauwerk hatten sich professionell mit Kletterausrüstung ausgerüstet und bereits den oberen Bereich der Fahne befestigt. Der Einsatzleiter der Polizei wurde mittels der Drehleiter zu den Demonstranten hinauf gefahren und über die geplante Aktion unterrichtet. Versuche, die Kletterer von ihrer Mission abzuhalten, verliefen zuerst erfolglos.

Damit keine Fußgänger oder Autofahrer durch eventuell herabfallende Gegenstände gefährdet werden, wurde die gesamte Brücke von der Polizei gesperrt, wodurch erhebliche Verkehrsbehinderungen im Umfeld entstanden. Die vor Ort anwesenden speziellen Retter aus Höhen und Tiefen der Berufsfeuerwehr mussten nicht eingreifen, da sich die Aktivisten augenscheinlich bestens für die Aktion ausgerüstet und gesichert im Bauwerk bewegten. Ursprünglich war geplant, die Aktion bis ca. 20:00 Uhr aufrechtzuerhalten.

Der Einsatzleiter der Polizei wurde ein weiteres Mal von der Berufsfeuerwehr zu den Aktivisten emporgefahren. In diesem Zuge wurde angeordnet, dass die Aktion noch maximal 1 Stunde geduldet wird und danach zu beenden sei. Da keine unmittelbare Gefahr für die Aktivisten bestand, konnten die Einsatzkräfte der Feuerwehr gegen 15:50 Uhr die Einsatzstelle verlassen. Um 18:07 Uhr hatten sich die Demonstranten eigenständig abgeseilt bzw. waren wieder heruntergeklettert und hatten ihr Transparent entfernt. Im Anschluss erfolgte die polizeiliche Vernehmung. Insgesamt war die Berufsfeuerwehr Würzburg mit 9 Einsatzkräften über 3 Stunden im Einsatz.  

Weitere Rettungseinsätze im Laufe des Tages
Im Laufe des Nachmittags gegen 16:00 Uhr wurde am Schwarzenberg dann noch eine Wohnung im 3. Stock geöffnet und eine verletzte Person gerettet. Der Rüstzug der Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Lengfeld wurden dann noch gegen 19:00 Uhr auf die B19 zu einem Verkehrsunfall auf Höhe IKEA gerufen. Dort hatte sich ein Fahrzeug überschlagen. Die eingesperrte Person wurde von der Feuerwehr und dem Rettungsdienst aus dem Fahrzeug befreit. Zur Ursachenermittlung musste nach Beendigung der Rettungsmaßnahmen noch ein Fahrstreifen in Richtung Würzburg gesperrt bleiben. Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr stellte in dieser Zeit den Brandschutz sicher, da aus ermittlungstaktischen Gründen das Fahrzeug nicht gedreht werden durfte und die beschädigte Fahrzeugstromversorgung nicht getrennt werden konnte.


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