Unser Fahrplan bis zum fertigen Kommunalen Wärmeplan - "Wärmeplan Würzburg"
- Die Erstellung des Wärmeplan Würzburg durchläuft mehrere Phasen. Die Stadt Würzburg steuert diesen Prozess eng und sorgt für Transparenz und Beteiligung.Â
- Dabei baut der Wärmeplan Würzburg  auf den Vorarbeiten der Wärmeleitplanung der WVV auf.Â
- Der Bearbeitung des kommunalen Wärmeplans wurde im Januar 2025 durch die Beauftragung des Unternehmens Ramboll Deutschland GmbH gestartet.
✔ Phase 1 (Juni 2025)
Bestandsanalyse
Erfassung aktueller Wärmebedarfe und -strukturen
Im ersten Schritt der kommunalen Wärmeplanung wird ein sogenannter „digitaler Zwilling“ der Gesamtstadt Würzburg erstellt.
Hierfür werden Daten zu den bestehenden Wärmeverbräuchen, verschiedenen Wärmeversorgungsarten sowie der Energieinfrastruktur (Wärme-, Gas und Stromnetz) erhoben und mit Informationen zu Gebäudetyp, -klasse, -nutzung und Baujahr verknüpft.
Diese umfassende Bestandsanalyse ermöglicht eine detaillierte Bewertung der aktuellen Wärmeversorgung und der damit verbundenen Treibhausgasemissionen.
ERGEBNISSE DER PHASE 1: BESTANDSANALYSE WÜRZBURG
Downlaod:Â Gesamtbericht Bestandsanalyse
![]() |
KWP Würzburg Bericht: Bestandsanalyse 2025, 6221 KB |
Zentrale-Erkenntnisse:
✔ Phase 2 (Juni 2025):
Potenzialanalyse
Identifikation lokaler Potenziale für erneuerbare Energien und Abwärme
Im zweiten Schritt werden technisch und wirtschaftlich sinnvolle Energiepotenziale untersucht, die dazu beitragen, die Wärmeversorgung klimaneutral zu gestalten. Dazu zählen unter anderem Solarthermie, Tiefengeothermie, Biomasse und Wärmequellen für Wärmepumpen.
Der Fokus liegt sowohl auf zentralen, netzgebundenen Lösungen als auch auf dezentralen Versorgungsoptionen für einzelne Gebäude und Quartiere.
Aktuell basiert die Würzburger Fernwärme noch zu einem großen Teil auf fossilen Energieträgern – ihre Umstellung auf erneuerbare Energien ist daher ein zentraler Bestandteil der kommunalen Wärmeplanung.
Zusätzlich wird das Potenzial zur Reduzierung des Wärmebedarfs durch energetische Sanierung von Gebäuden analysiert.
ERGEBNISSE DER PHASE 2: POTENZIALANALYSE WÜRZBURG
Download: Gesamtbericht Potenzialanalyse:Â
![]() |
KWP-Würzburg-Bericht-Potenzialanalyse-2025, 22940 KB |
Zentrale-Erkenntnisse:
✔ Phase 3 (Entwurf September 2025)
Zielszenario
Erstellung & Vergleich von Versorgungsszenarien & Einteilung des Stadtgebietes nach Wärmeversorgungsarten
Im Zielszenario fassen wir die Erkenntnisse aus der Bestands- und Potenzialanalyse zu einem klaren Zielbild für Würzburg zusammen – eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung bis spätestens 2040, orientiert an den Klimazielen der Stadt und des Freistaates Bayern.
Das Zielszenario beschreibt hierbei die Entwicklung des Wärmebedarfs und der Wärmeversorgungssysteme Würzburgs in den Jahren 2025, 2030, 2035 und 2040.
Besonders geeignet sind Wärmeversorgungsarten, die im Vergleich zu anderen erneuerbaren Versorgungslösungen folgende Eigenschaften aufweisen:
- Niedrige Kosten: Die sogenannten "Wärmegestehungskosten" umfassen Investitionskosten, einschließlich Infrastrukturausbaukosten sowie Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer der Anlage.
- Geringe Treibhausgasemissionen: Durch eine hohe Effizienz der unterschiedlichen erneuerbaren Wärmeversorgungsarten werden die Treibhausgasemissionen schrittweise reduziert.
- Minimale Realisierungsrisiken: Bewährte Technologien, klare Genehmigungsverfahren und breite Akzeptanz minimieren Risiken.
- Hohe Versorgungssicherheit: Stabile, widerstandsfähige Systeme mit einer hohen Verfügbarkeit gewährleisten eine zuverlässige Wärmeversorgung.
Neben den Wärmeversorgungsarten wird die Verringerung des Energiebedarfs durch die energetische Sanierung und den Klimawandel berücksichtigt.
Â
Festlegung von Eignungsgebieten
Durch den Abgleich von Wärmebedarfen und Potenzialen werden im Stadtgebiet geeignete Wärmeversorgungsarten identifiziert und in verschiedenen Gebieten, sogenannten Clustern dargestellt. Diese Gebiete nennen sich Eignungsgebiete. Ziel der Unterteilung der Stadt in Eignungsgebiete ist es, eine Orientierung für zukünftige Versorgungsarten und verfügbare Wärmequellen zu schaffen.
Der Wärmeplan stellt keine Verpflichtung für Gebäudeeigentümer*innen dar, ein bestimmtes Heizsystem einzubauen oder zu nutzen. Ebenso auch keinen Anspruch auf eine bestimmte Wärmeversorgung durch die Stadt Würzburg oder ein Energieversorgungsunternehmen. Der Wärmeplan ersetzt auch keine individuelle, projektbezogene Planung.
ERGEBNISSE DER PHASE 3: ENTWURF ZIELSZENARIO
Downlaod:Â Gesamtbericht Entwurf Zielszenario - mit Steckbriefen
![]() |
KWP Würzburg: Bericht Entwurf Zielszenario 2025 mit Steckbriefen, 8068 KB |
Zentrale-Erkenntnisse:Â
✔ Phase 4 (Entwurf September 2025):
Umsetzungsstrategie
Konkrete Maßnahmenentwicklung im Einflussbereich der Stadt Würzburg.
Basierend auf der Bestands- und Potenzialanalyse sowie dem definierten Zielszenario wird eine kommunale Wärmewendestrategie entwickelt. Diese legt Instrumente, Maßnahmen, Umsetzungsprioritäten und einen Zeitplan fest, um die Wärmewende in Würzburg effektiv voranzutreiben.
Die Strategie bildet die entscheidende Schnittstelle zwischen dem Wärmeplan und der konkreten Umsetzung vor Ort. Die Maßnahmen zielen darauf ab, den Energieverbrauch zu senken, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und den Aufbau einer zukunftssicheren Energieversorgungsstruktur im Stadtgebiet zu fördern. Dabei werden die festgelegten Maßnahmen im Rahmen eines Monitorings kontinuierlich überprüft und bei Bedarf angepasst.
Â
ERGEBNISSE DER PHASE 4: ENTWURF UMSETZUNGSSTRATEGIE
Downlaod:Â Gesamtbericht Entwurf Umsetzungsstrategie
![]() |
KWP Würzburg: Bericht Entwurf Umsetzungsstratgie 2025, 1414 KB |
Beispielhafte Maßnahmen:
Der Entwurf der Kommunalen Wärmeplanung - Wärmeplan Würzburg - wurde erarbeitet und gem. §13 Abs. 4 S. 1 und 2 WPG zur öffentlichen Einsichtnahme in der Zeit vom 30.09. bis 31.10.25 bereitgestellt. Nach Beschluss des Stadtrates wird der Wärmeplan Würzburg wieder öffentlich einsehbar sein.
Rechtliche Wirkung des Wärmeplans: Was bedeutet er für Sie?
Der Wärmeplan Würzburg ist ein strategisches Dokument der Stadt Würzburg, das den Weg zur klimaneutralen Wärmeversorgung aufzeigt. Gemäß § 23 Abs. 4 des Wärmeplanungsgesetzes (WPG) hat dieser Plan zunächst keine direkte rechtliche Außenwirkung.Â
Es besteht deshalb keine Verpflichtung eine bestimmte Wärmeversorgung zu installieren oder zu nutzen und es kann kein Versorgungsanspruch geltend gemacht werden.Â
Kontakt für Fragen:
Mail: waermeplanung@stadt.wuerzburg.de
Telefon: 0931 - 37 2746
