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Im Extremfall gut vorbereitet: Die Jüngsten und Ältesten vor Hitze und Starkregen schützen

Handlungsempfehlungen für Kitas und Pflegeeinrichtungen zum Umgang mit Hitzewellen und Strakregenereignissen

Wetterextreme nehmen zu

In den letzten Jahren traten in vielen Städten in Deutschland extreme Wetterereignisse wie Hitze und Starkregen häufiger auf und haben in ihrer Intensität viele überrascht. Es wird immer wichtiger, sich auf solche Wetterlagen vorzubereiten. Um insbesondere die Jüngsten und Ältesten unserer Gesellschaft effektiv zu schützen, wurden innerhalb des Forschungsprojektes „ExTrass“, in das auch die Stadt Würzburg sowie die Johanniter-Unfall-Hilfe eingebunden sind, Handlungsempfehlungen für Kitas und Pflegeeinrichtungen zur Vorsorge gegen Hitze und Starkregen erarbeitet.

Gesundheitliche Risiken streigen

Während einige Menschen den sommerlichen Temperaturen entgegenfiebern, leiden andere unter Hitzebelastungen. Und diese sind nicht zu unterschätzen: so können sie insbesondere für die Jüngsten und Ältesten unserer Gesellschaft oder andere Risikogruppen sogar lebensgefährlich werden. Jedes Jahr führen Hitzewellen daher zu zusätzlichen Todesfällen. Gerade für ältere Menschen erhöhen sich durch das dann oft weniger belastbare und anpassungsfähige Herz-Kreislauf-System die gesundheitlichen Risiken während einer Hitzewelle erheblich. Außerdem sinkt im Alter das Durstempfinden und auch bestimmte Medikamente können den Wasser- und Elektrolythaushalt des Körpers beeinflussen und so zu einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber den schädlichen Folgen von Hitze beitragen. Auch Kleinkinder sind bei Hitzewellen aufgrund der noch nicht ausgeprägten Selbstregulation (Flüssigkeitszufuhr, Sonnenschutz oder an Hitze angepasste Kleidung) gefährdet und für die Auswirkungen noch nicht ausreichend sensibilisiert.

Deshalb obliegt sozialen Einrichtungen, die Kinder und Senior*innen betreuen, bei Hitze eine besondere Verantwortung. Und auch für Angehörige, die betreuungs- oder pflegebedürftige Personen zu Hause versorgen, ist eine Sensibilisierung für die mit Hitzewellen einhergehenden Gesundheitsrisiken sowie das Wissen um den richtigen Umgang damit sehr wichtig.

Neben den hohen Temperaturen sind auch Starkregenereignisse nicht zu unterschätzen, können sie doch recht plötzlich zu Schäden an Gebäuden und wertvollen Gegenständen führen, bei falschem Verhalten auch zu schwerwiegenden Personenschäden. Eine gute, effektive Vorsorge sowie eingeübtes, sicheres Handlungswissen für den akuten Eintrittsfall sind daher essenziell, um diese Herausforderungen zu bewältigen.

Handlungsempfehlungen für soziale Einrichtungen und betreuende Angehörige

Seit 2018 beschäftigt sich das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Forschungsprojekt „ExTrass – Urbane Resilienz gegenüber extremen Wetterereignissen“ externer Linkmit Anpassungsmöglichkeiten an Hitze und Starkregen. Im Fokus stehen hierbei aufgrund der Betreuung vulnerabler Bevölkerungsgruppen auch soziale Einrichtungen. In Befragungen von Kindertagesstätten und Senioreneinrichtungen zeigte sich, dass die meisten sozialen Einrichtungen bisher über kein konkretes Konzept zum Umgang mit Hitzewellen und Starkregen verfügen. Bislang praktizierte, aber nicht festgeschriebene Handlungsabläufe und Vorsorgemaßnahmen wurden erfasst und um weitere Maßnahmen, Hinweise und Informationen ergänzt. Die daraus entstandenen konkreten Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Hitzewellen und Starkregen wurden nun an alle Kitas und Pflegeeinrichtungen in Würzburg verschickt. Damit auch Einrichtungen außerhalb von Würzburg und private Angehörige Pflegebedürftiger von den Handlungsempfehlungen profitieren können, stehen diese zum  Download zur Verfügung:

Schutz in Kindertageseinrichtungen

Schutz vor Hitze in Kitas Schutz vor Hitze in Kitas, 451 KB
Schutz vor Starkregen in Kitas Schutz vor Starkregen in Kitas, 453 KB

Schutz in Pflegeeinrichtungen

Schutz vor Hitze in Pflegeeinrichtungen Schutz vor Hitze in Pflegeeinrichtungen, 471 KB
Schutz vor Starkregen in Pflegeeinrichtungen Schutz vor Starkregen in Pflegeeinrichtungen, 465 KB

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