Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Seiten und Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr InfosOK
externer Link

Die neue Umweltstation: Aus altem Beton entsteht moderne Anlaufstelle

Als 1990 anlässlich der damals in Würzburg stattgefundenen Landesgartenschau ein Umweltinformationszentrum in einem Gebäude am Zeller Tor eingerichtet wurde, ahnte noch niemand, dass damit der Grundstein für ein landesweites Konzept von Umweltstationen gelegt werden würde.

27 Jahre später gibt es nun rund 60 anerkannte Umweltstationen nach dem Würzburger Vorbild in Bayern.

Für die Umweltstation der Stadt Würzburg ist das damals bezogene Gebäude aber zwischenzeitlich erheblich sanierungsbedürftig geworden und wird unter funktionalen Gesichtspunkten den Anforderungen einer modernen Umweltbildungseinrichtung nicht mehr gerecht.

Der Würzburger Stadtrat hat sich nachdrücklich für einen Neubau entschieden und damit auch dafür, den zentralen und etablierten Standort am Alten Zeller Tor am Eingang zum Landesgartenschaugelände 1990 zu erhalten und einen Architektenwettbewerb für dieses Projekt durchzuführen.

Der mit dem 1. Preis ausgezeichnete Beitrag des Büros Balda Architekten besticht durch eine fast spielerisch wirkende Leichtigkeit und Freundlichkeit des architektonischen Entwurfs. Dabei wird auf natürliche Art und Weise die gegebene Landschaftsformation aufgegriffen und gleichzeitig ein idealer Lösungsvorschlag für die auch weiterhin notwendige Einbeziehung der Bastion als Aktionsfläche unterbreitet. Die gewählte Formensprache weist ein selbstbewusstes Bauwerk aus, das der ältesten Umweltstation in Bayern gerecht und auch ein Aushängeschild für die gesamte Stadt sein wird.

160407_neubau umweltstation

Besonders hervorzuheben sind sowohl die Nutzung innovativer Baumaterialien, wie Recycling- Beton, als auch die Nutzung zukunftsweisender Technik, wie der Einbau einer Eisspeicherheizung. Beides wurde durch die Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, kurz DBU, ermöglicht. So wird erstmalig in Bayern Recyclingbeton im Hochbau verwendet und für die Klimatisierung des Gebäudes die Energie eines Eisspeichers genutzt.

„Die ovale Form der neuen Umweltstation steht symbolisch auch für eine umweltfreundliche Kreislaufwirtschaft – insbesondere fürs Recycling“, Oberbürgermeister Christian Schuchardt freute sich bei der Grundsteinlegung für die neue Umweltstation, dass der spielerische Architekturentwurf des Büros Balda auch durch seine inneren Werte überzeugen kann.

Der rund 4,5 Millionen € teure Gebäudekomplex wird komplett barrierefrei sein und sich perfekt in das bestehende Gelände an der Bastion einfügen. Freiflächen und der Zugang zur Bastion eröffnen der Umweltbildungseinrichtung innen wie außen großartige Möglichkeiten für Veranstaltungen, Ausstellungen und die tägliche Beratungsarbeit. Umweltreferent Wolfgang Kleiner erinnerte an die Verleihung des Deutschen Umweltpreises im Jahre 2016 durch den damaligen Bundes-präsidenten Joachim Gauck in Würzburg. Die ausgezeichnete Idee, Beton zu recyceln von Dr. Angelika Mettke aus Cottbus wird nun erstmals in Bayern in der Praxis umgesetzt. Nachdem man 1990 zur ersten Landesgartenschau in Würzburg auch die erste Umweltstation in Bayern präsentierte - 60 weitere sollten bis heute folgen - ist man nun wieder ein Pionier. Dank der finanziellen Förderung durch die Deutschen Bundesstiftung Umwelt wird es ermöglicht, diesen Neubau mit der kompetenten wissenschaftlichen Begleitung durch das Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V. und die der Brandenburgischen Technischen Universität zu verwirklichen.



Grundsteinlegung der neuen Umweltstation >

 


>>> zurück
Kontakt
Umweltstation der Stadt Würzburg
Nigglweg 5
97082 Würzburg
Tel: 09 31 - 37 44 00
Fax: 09 31 - 37 44 77
Kontakt aufnehmen
Öffnungszeiten
Mo - Do: 8:00 - 16:30 Uhr
Fr:8:00 - 12:30 Uhr