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E-Scooter oder E-Tretroller - vielversprechende neue Verkehrsmittel

Ein wichtiges Kennzeichen moderner Mobilität ist die Vielfalt der Verkehrsmittel, die miteinander kombiniert werden. Seit einigen Jahren gehört dazu auch die sogenannte Mikromobilität, also das Fahren mit verschiedenen Kleinstfahrzeugen. Diese Mikromobile können den ÖPNV hervorragend ergänzen und zum Beispiel die Strecke zwischen Haltestelle und Zielort überbrücken helfen. 

Durch die neue Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnungexterner Link wird die Palette der zugelassenen Mikromobile nun gehörig erweitert – insbesondere die E-Scooter oder E-Tretroller gelten als ein vielversprechendes neues Verkehrsmittel. Diese Einführung birgt Chancen für die nachhaltige Mobilität, löst bei vielen Menschen aber auch Befürchtungen aus. Ein erhebliches Maß an Achtsamkeit und Rücksichtnahme von den Fahrerinnen und Fahrern und allen anderen Verkehrsteilnehmern ist daher erforderlich. Durch die Verordnung wird eine neue Fahrzeugklasse eingeführt.

Die wichtigsten Regelungen für diese neuen Elektrokleinstfahrzeuge sind nachstehend zusammengefasst: 

Mindestalter, Versicherung und Zulassung

Das Mindestalter zum Fahren von E-Scootern beträgt 14 Jahre, ein spezieller Führerschein ist nicht erforderlich. Für E-Scooter muss eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Als Nachweis dafür ist eine Versicherungsplakette anzubringen – ähnlich dem Versicherungskennzeichen für Mopeds. Schließlich ist es wichtig, beim Kauf nur Modelle zu wählen, die über eine entsprechende Zulassung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) verfügen. Obwohl keine Helmpflicht besteht, ist das Tragen eines Helms bei der Fahrt sehr zu empfehlen.

Unterwegs auf der Straße – und auf Radwegen

Sofern ein Radfahrstreifen oder ein baulich angelegter Radweg vorhanden ist, müssen Elektrokleinstfahrzeuge diesen benutzen. Dies gilt für ausgewiesene Radwege, gemeinsame oder getrennte Geh- und Radwege, aber auch für solche Radwege ohne Benutzungspflicht für Radfahrende (keine Beschilderung, nur Markierung mit einem Piktogramm „Fahrrad“).


Wenn diese nicht vorhanden sind, so darf und muss auf der Fahrbahn gefahren werden. Auf der Fahrbahn markierte Schutzstreifen müssen dabei genutzt werden. Generell ist bei der Nutzung von Radwegen darauf zu achten, dass der Radverkehr nicht behindert wird und ein Überholen möglich ist. Auch auf gemeinsamen Geh- und Radwegen ist das Gebot der Rücksichtnahme zu beachten. Erforderlichenfalls muss der Fahrende des E-Scooters ebenso wie der Radfahrende die Geschwindigkeit an den Fußgängerverkehr anpassen.

Das Fahren mit E-Scootern auf reinen Gehwegen und in Fußgängerzonen ist verboten. Das gilt in Würzburg auch für die zentrale Fußgängerzone und viele Gehwege in den Grünanlagen (auch wenn diese zum Teil für den Radverkehr freigegeben sind).

 

Radwege:
Radwege:
So ausgeschilderte „baulich angelegte“ Radwege dürfen und müssen mit E-Scootern benutzt werden.
 

Beispiel Frankfurter Straße:
Beispiel Frankfurter Straße: (c) Cochet-Weinandt
Diese Regelung gilt auch für nicht-benutzungspflichtige Radwege (wie hier in der Frankfurter Straße).

„Fahrrad frei“ heißt nicht automatisch „E-Scooter frei“

Das Zusatzzeichen „Fahrrad frei“ (mit dem Fahrradsysmbol) bei Fußwegen, Fußgängerzonen und entgegen der Fahrtrichtung in Einbahnstraßen, erlaubt allerdings keine Durchfahrt für E-Scooter und andere Elektrokleinstfahrzeuge.

Hierfür wurde ein neues Zusatzzeichen eingeführt (kleiner Roller mit einem Stromkabel). Nur wenn dieses Zusatzzeichen angebracht ist, darf mit einem E-Scouter auch auf dem Gehweg oder in der entsprechenden Fußgängerzone gefahren werden.

Dieses Zusatzzeichen wurde in Würzburg bisher aber noch nicht angebracht. Die Lage wird zunächst genau beobachtet.

Zusatzzeichen „Fahrrad frei“
Zusatzzeichen „Fahrrad frei“
Das Zeichen „Fahrrad frei“ gilt nur für Fahrräder. Mit einem E-Scooter darf dort trotzdem nicht gefahren werden.
Zusatzzeichen „Elektrokleinstfahrzeuge frei“:
Zusatzzeichen „Elektrokleinstfahrzeuge frei“:
Nur wenn das Zusatzzeichen „Elektrokleinstfahrzeuge frei“ angebracht ist, darf z.B. ein Gehweg oder die Fußgängerzone befahren werden.

Mitnahme im ÖPNV – der E-Scooter als Gepäck

Im Bereich des Verkehrsverbundes Mainfranken dürfen E-Scooter – als sogenanntes Handgepäck – durch einen Fahrgast mit gültigem Fahrschein kostenfrei mitgenommen werden, sofern sie (zusammengeklappt) auf dem Schoß transportiert werden oder nicht mehr als zwei Stehplätze einnehmen. Weitere Informationen zur Beförderung im ÖPNV finden Sie unter www.vvm-info.deexterner Link

Abstellen und vorbei kommen

Generell können Elektrokleinstfahrzeuge wie Fahrräder abgestellt werden. Bitte achten Sie dabei darauf, weder Fußgängern noch Rollstuhlfahrern den Weg zu versperren. Auf eine freibleibende nutzbare Restgehwegbreite von mindestens 1,6 m muss geachtet werden. Zudem müssen ÖPNV-Haltestellen und Blindenleitsysteme sowie Rettungswege oder Einfahrten jederzeit freigehalten werden.

Wer fährt wo und wie?

Die folgende Abbildung des Bundesverkehrsministeriums fasst die wichtigsten Regelungen für Kinderräder, Elektrokleinstfahrzeuge, Fahrräder und S-Pedelecs zusammen:

Abbildung des Bundesverkehrsministeriums
Abbildung des Bundesverkehrsministeriums

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