Modellstudie Klimabäume als Beispielprojekt gestartet

Im Rahmen der Maßnahme "Smart City Hub" startete das Projekt der Klimabäume mit dem Einbau der ersten 16 Sensoren quer durch das Stadtgebiet.

Einbau Sensoren Klimabäume Nov 2022
Einbau Sensoren Klimabäume Nov 2022 (c) Claudia Lother
Ein erster von 16 Stadtbäumen wurde am Oberen Mainkai mit Sensoren vernetzt, die Aufschluss u.a. über die Feuchtigkeit im Erdreich bringen können. V.li: Zweiter Bürgermeister Martin Heilig, Tilman Hampl (sls-Team, Koordinator Klimabäume), Dr. Christian Hartmann (wissenschaftlicher Projektleiter A&K Umwelt Consult), Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Joachim Spatz (Aufsichtsratsvorsitzender smart and public), Sua Hwang (Geschäftsführerin smart and public GmbH), Martin Schrauth (Leiter Regiebetrieb Gartenamt), Heidrun Groeger (Koordinatorin Smart City Team, Landratsamt Würzburg Kreisentwicklung).

Die Installation der Baumsensoren ist Bestandteil der Maßnahme Smart City Hubexterner Link und wird als Meilenstein herangezogen, um die Durchführbarkeit dieses Systems zu testen. Der "Smart City Hub" bildet das Herzstück, die digitale Infrastruktur, die alle Anwendungen und Lösungen aus der Strategie- und Umsetzungsphase miteinander vereint. Dazu zählt eine Server-Infrastruktur für Geo-, Sensor- und nicht personenbezogene Verwaltungsdaten.

Die Vernetzung der Klimabäume wurde von der smart and public GmbH entwickelt, einem Tochterunternehmen der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH WVV. Mit dem Einbau der Baumsensoren wird die Bodenfeuchtigkeit in zwei unterschiedlichen Tiefen gemessen. Über Funk werden die Daten für die Mitarbeitenden im Gartenamt auf einem Dashboard abrufbar bereitgestellt. Damit wird erkennbar, welche Bäume oder Grünanlagen den größten Trockenstress haben und zuerst gegossen werden müssen. "Effizient lassen sich damit Ressourcen nutzen", erklärt zweiter Bürgermeister Martin Heilig und Leiter des Umwelt- und Klimareferats der Stadt Würzburg, "natürliche und personelle." Zudem helfen die Daten, künftig Bäume zu pflanzen, die mit den veränderten klimatischen Bedingungen besser zurechtkommen. Wie trocken das Erdreich im Sommer werden wird, das dürfte nicht nur für das Gartenamt, das Umwelt- und Klimareferat, die am Projekt beteiligte Universität Würzburg, die die Daten auswertet, und die Umweltstation spannend werden, sondern auch für das stadt.land.smart Team von Stadt und Landkreis Würzburg.

"Das System lässt sich in vielen Bereichen einsetzen und ist auch erweiterbar", erklärt Sua Hwang, Geschäftsführerin von smart and public GmbH. Eine Erweiterung mit Wetter- und Klimadaten wäre möglich und so könnten auch Niederschlagsmengen in die Berechnung einbezogen werden.

Oberbürgermeister Christian Schuchardt beobachtete die Vorbereitung und den Einsatz der Sensoren an einem der ersten Bäume am Oberen Mainkai: "Stadt und Landkreis möchten Smarte Region werden. Wie praktisch und alltagsnah deren Entwicklungen wie der Smart City Hub in unseren Alltag eingreifen können, beeindruckt und beweist: Wir können es uns - und in diesem Fall der Natur - dank intelligenter Technik noch einfacher machen. Je mehr wir uns auf verlässliche Daten einlassen können, umso besser wird es möglich sein, zielgenaue Vorhersagen oder Reaktionen zu provozieren. Die Smarte Region denkt in die Zukunft, das wird der gesamten Gesellschaft von Nutzen sein."

28.11.2022


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