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Sie wollen Ihre Einbürgerung in den deutschen Staatsverband beantragen

Wichtiger Hinweis:
Die Stadt Würzburg (Staatsangehörigkeitsbehörde) ist nur für Sie zuständig, wenn Sie Ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Stadtgebiet Würzburg haben. Wenn Sie einen Beratungstermin wünschen oder Fragen zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit haben, können Sie uns wie folgt telefonisch erreichen:

für die Buchstaben A bis K  unter Tel. 37-2437
für die Buchstaben L bis Z   unter Tel. 37-2853.

Bitte rufen Sie am besten außerhalb unserer Öffnungszeiten an, d.h. zu folgenden Zeiten:

Montag und Mittwoch in der Zeit von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Dienstag und Donnerstag in der Zeit  von 08:00 Uhr bis 11:30 Uhr


Nachfolgend werden die wesentlichen Voraussetzungen der so genannten Anspruchs- bzw. Ermessenseinbürgerung zusammengefasst:

Ermessenseinbürgerung (nach §§ 8 und 9 StAG)

Bei Ermessenseinbürgerungen gelten für bestimmte Personengruppen kürzere Mindestaufenthaltszeiten als bei Anspruchseinbürgerungen. Dies trifft insbesondere für ehemalige Deutsche, deutschsprachige Einbürgerungsbewerber, Ehegatten von deutschen Staatsangehörigen und Asylberechtigte/anerkannte Flüchtlinge zu. Über nähere Einzelheiten informieren Sie die zuständigen Sachbearbeiter.

Anspruchseinbürgerung (nach § 10 StAG)

Für eine Anspruchseinbürgerung müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Sie bekennen sich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland. Eine entsprechende Erklärung muss jeder Einbürgerungsbewerber, der das 16. Lebensjahr vollendet hat, bei der Einbürgerungsbehörde abgeben. 
     
  • Sie besitzen ein unbefristetes Aufenthaltsrecht oder als Staatsangehöriger der Schweiz oder dessen Familienangehöriger eine Aufenthaltserlaubnis auf Grund des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedsstaaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft andererseits über die Freizügigkeit oder eine Aufenthaltserlaubnis für andere als die in den §§ 16, 17, 20, 22, 23 Abs. 1, §§ 23 a, 24 und 25 Abs. 3 bis 5 des Aufenthaltsgesetzes aufgeführten Aufenthaltszwecke und haben seit mindestens acht Jahren ununterbrochen rechtmäßig Ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland.

    Ihr Ehegatte und Ihre minderjährigen Kinder können in diesem Fall im Wege einer Ermessenseinbürgerung miteingebürgert werden, auch wenn sie sich selbst noch nicht 8 Jahre rechtmäßig im Inland aufhalten. 
     
  • Sie können den Lebensunterhalt nachhaltig für sich und Ihre unterhaltsberechtigten Familienangehörigen ohne Inanspruchnahme von Leistungen nach dem Zweiten oder Zwölften Buch Sozialgesetzbuch bestreiten.

    Von dieser Voraussetzung kann nach Prüfung des Einzelfalles abgesehen werden, wenn Sie aus einem nicht von Ihnen zu vertretenden Grund den Lebensunterhalt nicht ohne Inanspruchnahme von Leistungen nach dem Zweiten oder Zwölften Buch Sozialgesetzbuch bestreiten können. 
     
  • Sie sind bereit, Ihre bisherige Staatsangehörigkeit aufzugeben, sofern Sie diese nach dem Recht Ihres Herkunftsstaates nicht schon automatisch durch die Einbürgerung verlieren.

    Die ausländische Staatsangehörigkeit muss grundsätzlich aufgegeben werden. Sie erhalten, um die Entlassung aus der bisherigen Staatsangehörigkeit betreiben zu können, bei Vorliegen der übrigen Einbürgerungsvoraussetzungen eine Einbürgerungszusicherung. Ausnahmen vom Grundsatz der Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit sind nur dann möglich, wenn der Verlust nicht oder nur unter besonderen Schwierigkeiten herbeigeführt werden kann.Darüber hinaus enthält ein Ausnahmekatalog weitere Gründe, bei deren Vorliegen die Hinnahme von Mehrstaatigkeit in Frage kommen kann. Die Prüfung und Entscheidung darüber erfolgt gesondert für jeden Einzelfall. Unter Hinnahme von Mehrstaatigkeit werden generell Staatsangehörige anderer EU-Mitgliedsländer sowie der Schweiz eingebürgert. 
     
  • Sie sind weder im Inland noch im Ausland zu einer Straftat verurteilt worden. Es wurde keine Maßregel der Besserung und Sicherung gegen Sie angeordnet.

    Bei der Beurteilung bleiben außer Betracht:
    - die Verhängung von Erziehungsmaßregeln oder Zuchtmitteln nach dem Jugendgerichtsgesetz
    - Verurteilungen zu Geldstrafen bis zu 90 Tagessätzen
    - Verurteilungen zu Freiheitsstrafen bis zu 3 Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt und nach Ablauf der Bewährungszeit erlassen worden sind.

    Bei laufenden Ermittlungsverfahren wird mit der Entscheidung über einen Einbürgerungsantrag bis zum Abschluss des strafrechtlichen Verfahrens abgewartet. Im Ausland erfolgte Verurteilungen und im Ausland anhängige Ermittlungs- und Strafverfahren sind im Einbürgerungsantrag bzw. der entsprechenden Erklärung anzugeben. Jugendstrafen sind immer einbürgerungshindernd.
     
  • Sie verfügen über ausreichende Sprachkenntnisse.
    Diese ausreichenden Sprachkenntnisse werden durch das Zertifikat Deutsch nachgewiesen, sofern nicht evtl. bereits Nachweise über ausreichende Deutschkenntnisse vorliegen, die anerkannt werden können. 
     
  • Sie verfügen über Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland.
    Diese Kenntnisse werden durch eine erfolgreiche Ablegung eines Einbürgerungstests nachgewiesen, sofern nicht evtl. bereits Nachweise über die geforderten Kenntnisse vorliegen, die anerkannt werden können.

Antragsverfahren

Beratung:

In einem Beratungsgespräch beraten wir Sie ausführlich über die Voraussetzungen und den formalen Ablauf des Einbürgerungsverfahrens. Wir bitten hierzu, telefonisch oder über das Kontaktformular einen Beratungstermin mit dem zuständigen Sachbearbeiter zu vereinbaren. Sie erhalten neben dem Antragsformular eine individuelle Mitbringliste über die benötigten Unterlagen für eine Einbürgerung.

Abgabe des Einbürgerungsantrages

Bei diesem Termin beantragen Sie Ihre Einbürgerung und legen die erforderlichen Unterlagen vor.


Erforderliche Unterlagen

Für ein Beratungsgespräch:

  • gültiger Nationalpass und Aufenthaltstitel

Für die Abgabe des Einbürgerungsantrages:

  • gültiger Nationalpass und Aufenthaltstitel
  • ausgefüllter Einbürgerungsantrag mit Anlagen
  • weitere Unterlagen im Original und in Fotokopie: Eine Liste der erforderlichen Unterlagen erhalten Sie beim Beratungsgespräch.

Gesetzliche Grundlagen   

§§ 10 bzw. 8 und 9 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) 


Gebühren (§ 38 StAG)

  • ab vollendetem 16. Lebensjahr: 255,00 Euro
  • pro miteinzubürgerndes minderjähriges Kind ohne eigenes Einkommen: 51,00 Euro

Gebührenpflichtig ist auch die Antragsrücknahme oder Antragsablehnung.


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Kontakt
Fachabteilung Staatsangehörigkeits- und Ausländerangelegenheiten
Rückermainstraße 2
97070 Würzburg
Tel: 0931 - 37 0
Fax: 0931 - 37 33 90
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