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Hitzeaktionsplan für die Region Würzburg

Hitzeaktionspläne sind eine geeignete Grundlage, um präventive wie auch akute Kommunikationsstrategien bei extremen Hitzeereignissen festzuschreiben. Sie unterstützen ein angepasstes Hitzeverhalten der Menschen und vereinfachen hitzeangepasste Abläufe unter anderem in sozialen Einrichtungen in Würzburg. 

Nach den Handlungsempfehlungen des Bundesumweltministeriums für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen zum Schutz der menschlichen Gesundheit ist Ziel eines solchen Plans, „mittels verhaltens- und verhältnispräventiver Maßnahmen die Hitze- und – soweit mit den gleichen Maßnahmen möglich – die UV-Exposition zu reduzieren, um hitze- und UV-bedingten Erkrankungen und möglichen Todesfällen vorzubeugen.

Die acht Kernelemente umfassen laut Weltgesungheitsorganisation (WHO):

  • Zentrale Koordinierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • Nutzung eines Hitzewarnsystems
  • Information und Kommunikation
  • Reduzierung der Hitze in Innenräumen
  • Besondere Beachtung von Risikogruppen
  • Vorbereitung der Gesundheits- und Sozialsysteme
  • Langfristige Stadtplanung und Bauwesen
  • Monitoring und Evaluation der Maßnahmen

Die Maßnahmen des Hitzeaktionsplans umfassen unterschiedliche Zeithorizonte – von langfristiger Planung über konkrete Vorbereitungen vor dem Sommer bis hin zu speziellen Maßnahmen während akuter Hitzewellen.
Hierbei kann auf den Erkenntnissen des Forschungsprojekts „ExTrass“, insbesondere auf den Befragungen und Erhebungen zum Verhalten der Würzburger Bevölkerung  bei Hitze, sowie den ausgearbeiteten Handlungsempfehlungen aufgebaut werden, die den Kindertagesstätten und Pflegeeinrichtungen in Würzburg zur Verfügung gestellt wurden. 

Um gebietsspezifische Vulnerabilitäten zu ermitteln, sind die Klimafunktionskartierung und die Messungen der Universität Würzburg weitere wertvolle Grundlagen für einen gelingenen Gesundheitsschutz. 

Der Hitzeaktionsplan für Stadt und Landkreis Würzburg wird aktuell gemeinsam von der Stabsstelle Klima und Nachhaltigkeit (Umwelt- und Klimareferat der Stadt Würzburg) und der GesundheitsregionPlus (Stadt und Landkreis Würzburg) erarbeitet. Dabei ist die Stabsstelle Klima  und Nachhaltigkeit für die inhaltliche Federführung verantwortlich. Zur Umsetzung des Hitzeaktionsplans wurde außerdem ein multidisziplinärer Arbeitskreis „Klimawandel und Gesundheit“ eingerichtet, der von der GesundheitsregionPlus koordiniert wird.

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