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Fotokunst im Rathaus: Norbert Schmelz zeigt die Quintessenz seiner Arbeiten der letzten 20 Jahre

„Während normalerweise das Geburtstagskind beschenkt wird, machen Sie uns heute mit der Ausstellung ein wunderbares Geschenk“, gratulierte Oberbürgermeister Christian Schuchardt bei der Vernissage von „#Quintessenz20“ zum 20-jährigen Bestehen des Studios Schmelz Fotodesign. 

Wo geht es hier zur Quintessenz?
Wo geht es hier zur Quintessenz? (c) Georg Wagenbrenner / Pressestelle Stadt Würzburg
Mit den Werken des Fotokünstlers Norbert Schmelz (rechts) geht im Würzburger Rathaus auch ein langer Lockdown für Ausstellungen zu Ende. Bei der Eröffnung zitierte Oberbürgermeister Christian Schuchardt Bertolt Brecht „Kunst ist der Luxus, den jeder braucht.“ Nun dient das Foyer im 1. Stock wieder diesem Zweck.
Norbert Schmelz hat aus diesem Anlass aus seinem großen Portfolio fotografischer Arbeiten eine Auswahl getroffen, die ihm heute rückblickend wichtig ist. Einer Handwerkstechnik kommt hierbei eine besondere Rolle zu. Es ist eine fast malerische Darstellungsform: das Polaroid Image Transfer Verfahren. Kann man bei diesen Werken, die den Schwerpunkt der Ausstellung im Würzburger Rathaus bilden, noch von Fotografien sprechen?

Die Technik verleiht den Motiven eine besondere Aura. Nicht nur weil das zu Grunde liegende „peel-apart“-Filmmaterial für Großformatkameras inzwischen weltweit zu Neige geht. Auch wenn die Vorräte schwinden, setzt Schmelz die Filme „zweckentfremdet“ ein, indem er die automatische Entwicklung des Sofortbildmaterials nicht einfach abwartet, sondern das noch entstehende Bild beispielsweise direkt auf Büttenpapier überträgt. Das finale Ablösen des Films kann hierbei auch noch einmal markante Spuren auf dem Kunstwerk hinterlassen. So entstehen Unikate, die weit weg sind von den heutigen Standards und Bearbeitungsschritten der Digitalfotografie. Bei seinen zahlreiche nationalen wie internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen experimentiert Schmelz mit unterschiedlichsten Fototechniken und er gibt in seiner kurzen Einführung zu, dass er in seinem weitestgehend digitalen Berufsalltag die abgeschottete Handarbeit an einem Abzug in der Dunkelkammer vermisst. Analoge und digitale Techniken ste-hen aber nicht im Widerspruch, sondern ergänzen sich auch bei dieser Ausstellung. 

Schmelz ist wie er selbst sagt „Würzburger mit Haut und Haaren“, dies zeigt sich immer wieder auch an Motiven und Themen, die er künstlerisch bearbeitet hat. Ob nun zum Jubiläum „40 Jahre Europastadt Würzburg“ oder zum Stadtjubiläum 2004. Auch seine Engagements für BBK, Salon 77 oder über viele Jahre als Vorsitzender des Würzburger Fotoclubs zeugen von seiner heimatlichen Verwurzelung. Schuchardt nannte Schmelz bei der Vernissage „einen der renommiertesten Würzburger Fotografen“ und würdigte, die vielen Berührungspunkte des Künstlers mit dem Stadtgeschehen in den vergangenen zwei Jahrzehnten. Bei der gut besuchten Ausstellungseröffnung sorgte Klaus Hoeborn an der Gitarre für die musikalische Umrahmung.

Die Ausstellung ist noch bis 23. September 2020 im Oberen Foyer des Würzburger Rathauses zu sehen. Corona-bedingt gibt es einige Regeln zu beachten, die vor Ort aushängen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist im Rathaus ohnehin obligatorisch.


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