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Abschlussbilanz zur Verkehrskampagne „Sicherheit im Straßenverkehr“

Eine mehrtägige, informierende Verkehrskampagne zur Stärkung der Sicherheit im Straßenverkehr fand in der letzten Woche in Würzburg statt.

Radfahrer auf der Mainbrücke
Radfahrer auf der Mainbrücke Foto: (c) Stadt Würzburg - Ugur Yurdagül

„In dieser Form ist die Kampagne eine Premiere und geht zurück auf einen Beschluss im Bau-und Ordnungsausschuss“, wie der Sicherheitsreferent Wolfgang Kleiner in einer Pressemitteilung mitteilt.

Ziel der Kampagne war es laut Kleiner, dass der städtische Kommunale Ordnungsdienst in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht und der Polizeiinspektion die Verkehrsteilnehmer sensibilisieren für mehr gegenseitiges Verständnis und mehr Rücksichtnahme im Straßenverkehr, insbesondere für mehr Verantwortungsbewusstsein gerade für die schwächeren Verkehrssteilnehmer. „Daher stand insbesondere der Schutz von Kindern, Senioren, Radfahrern und Menschen mit Behinderungen in ihrer Funktion als Verkehrsteilnehmer im Vordergrund“, so Kleiner.

Montag bis Freitag wurden Flyer zu bestimmten Verkehrssituationen verteilt und elektronisch über soziale Medien veröffentlicht. Parallel dazu wurden vor Ort Schwerpunktkontrollen durchgeführt: Dabei stand z. B. das Thema „Schulwegsicherung“ im Mittelpunkt. Neben täglichen Geschwindigkeitsmessungen im 30 km/h-Bereich vor Schulen wurde gezielt an der Josef-Grundschule Grombühl, an der Maria-Ward-Schule, an der Goetheschule und an der Mönchbergschule verbotswidriges Parken auf Gehwegen kontrolliert. Erfreulicherweise wurde die Präsenz der Parkkontrolleure gerade von den Eltern des Bring- und Abholverkehrs für aufklärende Gespräche zum Thema „sicherer  Schulweg“ vor Ort genutzt. Nicht allen war dabei bewusst, welches Gefahrenpotential wartende bzw. parkende Autos auf dem Schulweg für die Schulkinder in sich bergen. Letztendlich zeigten nicht nur Verwarnungen, sondern insbesondere Aufklärung und Sensibilisierung bereits einen augenscheinlichen Erfolg: Wurden zu Beginn der Aktionswoche noch rund 30 Parkverstöße vor den Schulen verwarnt, reduzierte sich die Zahl der Verwarnungen am Ende der Aktion deutlich. „Ein Erfolg durch die Präsenz und Aktklärung“, wie Kleiner sagt.

Manche mangelnde Sensibilität der Verkehrsteilnehmer trat zum Vorschein, wenn sie ohne Berechtigung „nur mal kurz“ auf einem freien Behindertenparkplatz parkten wollten. Um die Mobilität im Straßenverkehr gehbehinderter Menschen zu verbessern, wurden Parkerleichterungen geschaffen und im Zuge dessen so genannte Behindertenparkplätze eingerichtet. „Für Nichtberechtigte sind solche Stellplätze aber tabu“, so Kleiner. „Da gilt auch nicht die leichtfertige Ausrede, dass man gleich wieder wegfahre.“ Diese Parkverstöße wurden gebührenpflichtig verwarnt und ein aufklärender Text an der Windschutzscheibe hinterlassen. Allein am Mittwoch letzter Woche, dem Schwerpunkttag zu diesem Thema, wurden in der Innenstadt zehn Mal Verwarnungen zu je 35,00 € ausgesprochen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag im Thema Radverkehr in der Fußgängerzone. „Das Radfahren in der Würzburger Fußgängerzone ist ausdrücklich erlaubt und erwünscht“, so Kleiner, „Allerdings dürfen Radfahrer nur Schrittgeschwindigkeit fahren, also nicht schneller als 7 bis 10 km/h“, erklärt er. Im Rahmen der Schwerpunkttage am Dienstag und Donnerstag der letzten Woche wurden knapp 400 Radfahrer in der Fußgängerzone angehalten. Auch bei diesen Kontrollen standen Prävention, Kommunikation und Aufklärung im Vordergrund.

Wenngleich die Rücksichtnahme und die Verkehrsdisziplin mancher Radfahrer in der Fußgängerzone nicht auf dem wünschenswerten Niveau seien, so sind doch ein Radfahrer insbesondere in anderen Situationen dringend schutzwürdig: Die Radwege in Würzburg sollen sichere Verkehrswege für die Fahrradfahrer sein. Parkende Fahrzeuge auf Radwegen behindern einerseits die Radfahrer und bringen diese andererseits zusätzlich in Gefahr, wenn sie auf die Straße plötzlich ausweichen müssen. So wurden im Rahmen der Verkehrskampagne auch schwerpunktmäßig die Radwege und Radschutzstreifen kontrolliert. Erfreulicherweise waren die festgestellten Parkverstöße in der Anzahl eher minimal. Dennoch bedeutet jedes verbotswidrige Parken auf Radwegen und Schutzstreifen eine nicht zu unterschätzende Gefahr.

Kleiners Fazit: „Die verschiedenen Verkehrs- und Gefahrensituationen haben gezeigt, wie wichtig Sensibilisierung aller Verkehrsteilnehmer für rücksichtsvolles Verkehrsverhalten und gegenseitigen Respekt ist.“ Die Aktionswoche verdeutliche, dass Aufklärungsarbeit wichtig ist und auch angenommen wird. „Manches kann noch besser werden“, so Kleiner. „Mit der Verkehrswoche sei aber durch den Kommunalen Ordnungsdienst, die Polizei und die Verkehrswacht ein guter Schritt in Richtung faires Miteinander und mehr Rücksicht im Straßenverkehr gemacht worden. Daher werden wir diese Aktion für das Frühjahr 2021 wieder planen.“


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