Menü

Benefizradler in Würzburg empfangen: Krebspatient radelt durch ganz Deutschland

Am 21. Juni startete die Tour von Oliver Trelenberg in seiner Heimatstadt Hagen, am 3. August wurde er in Würzburg von Bürgermeister Martin Heilig begrüßt.

Am 23. September wird Trelenberg wieder in Hagen angekommen.

Oli radelt-1
Oli radelt-1
li. Bürgermeister Martin Heilig begrüßte Oliver Trelenberg (re.) in Würzburg, wo er bei seiner Spenden-Radrundreise einen Ruhetag einlegte. Mitte: Claudia Amberger Berkmann, die den Hotelaufenthalt in Würzburg für Oliver Trelenberg sponserte. Foto (c): Julia Thomas

Dann liegen 5.500 Kilometer hinter ihm, die ihn über Radfernwege quer durch die Republik geführt haben, von West nach Ost, von Süd nach Nord und wieder zurück. 5.500 Kilometer an 90 Tagen, täglich zwischen 50 und 90 Kilometer, sitzt er auf dem Sattel. Bei Regen, bei Hitze, bei Wind, ganz alleine. In allen Etappenorten, an jedem Tag, sammelt er Spenden für den guten Zweck und sensibilisiert für die Belange von krebskranken Menschen. Das Geld geht bei der Stadt Hagen ein und wird bei Trelenbergs Rückkehr an den ausgewählten Spendenempfänger übergeben. In diesem Jahr strampelt sich „Oli radelt“ für „Strahlemännchen - Herzenswünsche für krebskranke Kinder e.V.“ ab. Der Verein unterstützt sowohl die Kinder als auch deren Familien deutschlandweit (https://strahlemaennchen.de).

„Für mich sind Sie ein Held“, begrüßte der Würzburger Bürgermeister den „Botschafter“ für Krebskranke: „Sie hatten eine schwierige Kindheit, haben schwere Krankheiten und Krisen durchgemacht und dann 2013 auch noch die Schockdiagnose Krebs bekommen. Die Folgen der Krankheit und ihrer Therapie machen Ihnen noch heute sehr zu schaffen. All das haben Sie gemeistert“, sprach ihm Heilig seinen größten Respekt aus. Trelenberg erhielt 2013 die Diagnose Kehlkopfkrebs. Die Erkrankung nimmt ihm auch heute noch bisweilen überfallsartig die Luft, beispielsweise bei Steigungen. Daher wird er von einer Radfirma mit einem E-Bike unterstützt, das ihm die Höhenaufritte erleichtert. Er beißt sich durch, ob es bergauf oder bergab geht, ob es regnet oder die Sonne erbarmungslos vom Himmel brennt. Wenn die Tour steht, stehen auch die Termine und die sind einzuhalten. Es darf nichts dazwischenkommen. Daher ist das Rad vor der großen Fahrt in der Werkstatt, um sämtliche Verschleißteile zu erneuern. Morgens wird Trelenberg in einer Stadt verabschiedet, am Abend in der nächsten empfangen. Die Termine stehen und Oli radelt.

Sein Weg führt ihn über Deutschlands bekannte Radfernwege, die er mittlerweile bald alle gesehen haben dürfte. Alle 25 Tage etwa legt Trelenberg einen Ruhetag ein, einer davon war am 3. August in Würzburg, wo er kostenfrei zwei Nächte unterkommen konnte. Jedes Jahr sucht er sich ein anderes Projekt aus und plant eine neue Tour: „Wo es schön ist, fahre ich hin. Und wenn ich fahre, geht es mir gut.“ Immer im Gepäck sind die Flyer, mit denen er für den guten Zweck wirbt – und das mit großem Erfolg: Von 2015 bis 2020 hat Trelenberg 41.000 Euro für verschiedene Projekte eingesammelt.

Mehr Informationen auf www.oli-radelt.deexterner Link.

>>> zurück