Menü

Fahrradparken am Hauptbahnhof und in der Innenstadt

[Würzburg, 14.04.2021]

Der Planungs-, Umwelt- und Mobilitätsausschuss hat am 14.04.2021 zum Fahrradparken am Hauptbahnhof und in der Innenstadt einen Beschluss gefasst.

Die Planungen für eine teilbewirtschaftete doppelstöckige Fahrradabstellanlage im Bereich des ebenerdigen Fahrradparkens in der Nähe des Hauptbahnhofes (städtische Fläche) soll weiter verfolgt, kurzfristig umgesetzt und zu einer Bewirtschaftung durch die Würzburger Stadtverkehrs GmbH (SVG) gebracht werden.

Die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn im Blick auf eine längerfristige Integrierung des bewirtschafteten Fahrradparkens in einem neuen Ostflügel sind weiter zu führen. Darüber werden die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn in Hinsicht auf eine mittelfristige Schaffung von Fahrradparken auf Gleis eins (Fläche der Deutschen Bahn) weiter betrieben.

 

Vorgaben aus dem Radverkehrskonzept der Stadt Würzburg (2016), Stadt Würzburg
Vorgaben aus dem Radverkehrskonzept der Stadt Würzburg (2016), Stadt Würzburg

Die Situation des Fahrradparkens in der Innenstadt und am Hauptbahnhof wurde im 
Radverkehrskonzept der Stadt Würzburg vom November 2016 analysiert und dargelegt (Stand der Erfassung im Herbst 2014 / Frühjahr 2015). Zu diesem Zeitpunkt wurden ca. 950 Fahrradabstellanlagen in Form von Anlehnhaltern, Vorderradhaltern und einer Kombination dieser in der Innenstadt gezählt.

Für die Innenstadt wurde im Radverkehrskonzept ein Mehrbedarf von ca. 2.050 zusätzlichen und für den Hauptbahnhof ein Gesamtbedarf von ca. 800-1.200 Fahrradabstellplätzen hergeleitet.

Die im Frühling 2021 durchgeführte Fahrradstellplatzerfassung (Stand 25.02.2021) ergab für die Innenstadt einen Bestand von ca. 2.140 Fahrradstellplätzen. Dies entspricht ca. 225 % der im Jahr 2015 erfassten Stellplätze. 
 

Fahrradstellplätze in der Innenstadt, Stadt Würzburg
Fahrradstellplätze in der Innenstadt, Stadt Würzburg

Am Hauptbahnhof konnten zuletzt mit den Umgestaltungsmaßnahmen des Bahnhofvorplatzes die Fahrradstellplätze im Bereich der städtischen Fläche vor dem Ostflügel des Hauptbahnhofes zusammengefasst und verdoppelt werden (von ursprünglich ca. 498 auf ca. 878).

In der Innenstadt sind dagegen die Flächen meist mit widersprüchlichen Nutzungsinteressen belegt. Zum Beispiel ist eine freie Marktplatzfläche für beliebte Veranstaltungen wichtig oder für die Außenbestuhlung der Gastronomie. Dies alles übereinander zu bringen braucht Zeit, Kreativität und Beharrlichkeit. Hieran arbeitet die Verwaltung aktuell, basierend auf den Analysen des Radverkehrskonzeptes.

Im Rahmen der täglichen Streifenkontrollen werden sog. „Schrotträder“ in der Innenstadt generell gekennzeichnet. Sie werden unter Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen entweder direkt verschrottet oder, wenn sie noch einen Nutzwert aufweisen, eingelagert und in regelmäßigen Abständen versteigert. 
Diese Aufgabe wird nun seit mehreren Jahren erfolgreich in Zusammenarbeit des kommunalen Ordnungsdienstes mit den Stadtreinigern und dem Bauhof abgewickelt. An einer Erhöhung der zu entfernenden Fahrräder wird aktuell verwaltungsintern gearbeitet.

Die Verwaltung verfolgt daher das Ziel, die Bewirtschaftung eines Teiles der Fahrradstellplätze vor dem Hauptbahnhof (ca. 2/3 bewirtschaftet zu 1/3 frei) zeitnah umzusetzen.

>>> zurück