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Weitere Brunnen und Denkmäler im Ringpark


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ringpark_hutten-wappen.jpg Gartenamt
Hutten-Wappen, Ringpark
 

Im Sanderglacis, in der Verlängerung der Lindahlstraße finden wir das Hutten-Wappen. Das Wappen des Fürstbischofs Christoph Franz von Hutten wurde 1992 vom Verschönderungsverein in der Nähe seines ursprünglichen Standortes wieder aufgestellt.


Das Jahn-Denkmal finden wir nördlich des Sanderauer Hallenbades. Das Bronzerelief wurde anläßlich des Turnfestes im Jahr 1904 enthüllt und erinnert an die Verdienste des Turnvaters Jahn. Sein Porträt befindet sich in der Mitte eines Kalksteinfelsens, der malerisch von Efeu und Sträuchern umgeben ist. Auf dem Felsensockel haben sich die 25 Turnvereine des Gaus verewigt, auf deren Initiative hin das Denkmal errichtet worden ist.


Wassergarten. Nur wenige Meter entfernt in östlicher Richtung liegt der Wassergarten. Dort sprudeln während der wärmeren Jahreszeit elf Fontänen aus vier quadratischen und einem großen rechteckigen Becken. Das tieferliegende Geheimnis dieser Erholungsanlage ist nur noch den älteren Würzburger bekannt: Unter den Betonböden des Bassins befinden sich die Kelleräume des Amerikahauses, das ein Stück Würzburger Nachkriegsgeschichte gestaltet hat. Im Jahr 1947 zog das Amerikahaus in die Baracken ein, die auf dem von Kastanien umgebenen Rechteck im Ringpark errichtet worden waren.

Die Aufgabe dieser Einrichtung bestand darin, die Bürger des Nachkriegsdeutschlands mit den Spielregeln der Demokratie bekannt zu machen und ihnen die Ideale der amerikanischen Lebensweise nahezubringen, um so einen Beitrag zur "Reorientierung"


Lindahl-Brunnen. Gegenüber der Neuen Universität befindet sich, inmitten einer Baumgruppe, der Lindahl-Brunnen. Ein von Peter Feile geschaffenes Bronzerelief prangt an dem Felsenbrunnen im Sanderglacis, den Lindahl noch während seiner Amtszeit hat bauen lassen. Die Gedenkstätte wurde 14 Jahre nach Lindahls Selbstmord auf Initiative seiner Freunde hin geschaffen, um an die gartenkünstlerische Leistung des Schweden zu erinnern. Lindahl-Grabstein Eine zweite, späte Würdigung wurde dem Leben zu Lebzeiten heftig kritisierten und nach seinem Tod dann doch geehrten Stadtgärtner zuteil. Nach 95 Jahren wurden seine sterblichen Überreste ins Ehrengrab der Stadt Würzburg umgebettet. Der alte, auf dem Hauptfriedhof überflüssig gewordene Grabstein, bestehend aus Säule und Postament, ist nur wenige Meter vom Lindahl-Brunnen entfert zu besichtigen und bildet mit diesem die Lindahl-Gedenkstätte.
 

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ringpark_lindahlbrunnen.jpg Gartenamt
Lindahlbrunnen, Ringpark


 Der Studentenstein blickt auf eine lange und im wahrsten Sinne des Wortes bewegte Geschichte zurück. Er wurde 1927 anläßlich des zehnten Deutschen Studententags als Ehrenmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Kommilitonen enthüllt. Damals stand der 22 Tonnen schwere Quader aus Odenwälder Granit im Sanderglacis, in der Nähe des Huttenschlößchens.

Während des "Dritten Reichs" wurde der Stein auf einem geschlossenen Unterbau gesetzt, der nationalisozialistischen Ideologie entsprechend, mit einem mächtigen Adler gekrönt und im Jahre 1939 als "Langemarckstein" gefeiert. Seine Umgebung nutzte die Partei als Aufmarschgelände.

1957 gestaltete der Bildhauer Hubertus von Pilgrim den Studentenstein zum "Mahnmal des Friedens" um. Zwei Jahre danach wurde der schwere Stein im Rahmen einer spektakulären Umbettungsaktion von seinem alten Platz zu seinem nunmehrigen Standort nahe der Neuen Universität transportiert. Die Bronzereliefs versinnbildlichen Tod, Trauer und Auferstehung.


Meilenstein der Zeit. Außerhalb des Ringparks, aber noch im Bereich des ehemaligen Glacis, an der Ecke Weingartenstraße, befindet sich der "Meilenstein der Zeit", der 1965 vom Verschönerungsverein Würzburg gestiftet wurde. Er erinnert an den Beginn der Entfestigung vor 100 Jahren.


Schönborn-Brunnen. Wenden wir uns dem Schönborn-Brunnen im Klein-Nizza zu, oberhalb des Ententeichs gelegen. Im Blickfang des Felsenbrunnens befindet sich das aus dunkelrotem Sandstein gehauene Wappen des Grafen Johann Philipp von Schönborn, von 1642 bis 1673 Fürstbischof von Würzburg.

Der Brunnen erinnert uns an die Zeit, als die Stadt eingeschnürt war von der barocken Befestigung, ohne jede Möglichkeit sich auszudehnen oder der wachsenden Bevölkerung neuen Wohnraum zu verschaffen. Die Erlösung brachte erst 100 Jahre später die Aufhebung der rechtmainischen Festungseigenschaft (1856) sowie der Ankauf des Befestigungsgeländes (1868). Im Zuge der Stadtentfestigung konnten endlich die alten Anlagen abgetragen, Gräben zugeschüttet und Straßendurchbrüche vorgenommen werden. Als letztes fiel 1880 das Pleicher Tor. Das im Giebel eingelassene Schönborn-Wappen wurde herausgenommen und im Husarenwäldchen aufbewahrt. Erst später wurde es am Felsenbrunnen befestigt.
 


Der Zürn-Gedenkstein wurde 1984 anläßlich des 100. Todestages des bedeutenden Würzburger Bürgermeisters Dr. Georg von Zürn (1834-1884) im Klein-Nizza enthüllt. Julian Walther aus Werneck schuf den 70 Zentimeter hohen Quaderstein mit dem bronzenen Halbrelief Zürns, aufgesetzt auf eine Rundsäule.

Dr. Zürn begann seine Karriere mit einem Blitzstart. Nach glänzend bestandenem Jura-Examen und kurzer Assessortätigkeit trat er als 31jähriger 1865 das Amt des Bürgermeisters an. Er fällte Entscheidungen, die richtungsweisend für Würzburgs weitere Entwicklung zur modernen Großstadt waren. So leitete er mit Bachdruck die Entfestigung der Stadt und damit verbunden den Umbau des Glacis zu einem modernen Landschaftspark ein.

Zürn kann zu Recht als "Vater des Ringparks" bezeichnet werden, hatte doch Lindahl in ihm seinen wichtigsten Fürsprecher und Förderer, der ihn vor den Angriffen des Gemeindekollegiums in Schutz nahm. Folglich setzte mit Zürns Tod 1884 auch Lindahls Niedergang ein, der dann 1887 ein trauriges Ende fand, als er sich im Sanderglacis erschoss.


Der Erthal-Brunnen im Klein-Nizza ist dem Schönborn-Brunnen verwandt. Auch er besteht aus Kalksteinfelsen, deren Spitze ein Wappen krönt. Es stammt vom Sandertor, das als letztes der von Schönborn begonnen Befestigungsanlagen 1783 fertiggestellt worden war - genau 125 Jahre nach dem Pleicher Tor.

Der Bauantrag eines Grundbesitzers gab im Jahr 1898 den Anstoß, das Sandertor abzubrechen, da denkmalpflegerische Überlegungen damals noch keine Rolle spielten. Gerettet wurde allein das Wappen des Fürtbischofs Frank Ludwig von Erthal, der von 1779 bis 1795 regierte. Es ziert das Giebeldreieck der äußeren Fassade des Sandertors.
 


Valentin-Becker-Brunnen
Valentin Becker, Stadtkämmerer, viel bekannter als Liederkomponist ("Wohlauf, die die Luft geht frisch und rein") und Dirigent, lebte von 1814 bis 1890. Sein Werk ist sogar, wenn auch recht flüchtig, mit der Geschichte des Ringparks verbunden: Anläßlich der weihevollen Übergabe der ersten Zürn-Büste 1886 komponierte er ein Lied, das überschwenglich das Entfestigungsengagament des Bürgermeisters feiert.


Der "Grotten- oder Felsenbrunnen" gleicht dem Brunnen im Hofgarten, und das het einen Grund: Im Jahr 1821 schenkte die Schlösserverwaltung die von Wolfgang und Lukas Auvera geschaffene Figurengruppe "Herkules und Antäus" der Stadt. Jahre danach wurden die Skulpturen erst im Ringpark aufgestellt. Dem Prunkstück aus dem Hofgarten sollte der passende Brunnen als Ergänzung zur Seite gestellt werden.

So wurde aus Muschelkalkblöcken ein Felsenbrunnen aufgetürmt, in dessen Mitte ein Wasserstrahl aufsteigt, der über moosbewachsene Flanken ins Becken plätschert. Die Figurengruppe gibt es jedoch schon lange nicht mehr.


Kriegerdenkmal Die Geschichte des Kriegerdenkmals beginnt 1876, als ein Obelisk für die Gefallenen im deutsch-französischen Krieg errichtet worden war. Das Denkmal in seiner gegenwärtigen Form wurde 1931 als "Helden-Ehrenmal" für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges enthüllt. Nunmehr ist der Platz eine Gedenkstätte.

Der berühmte Würzburg Bildhauer Fried Heuler (1889-1959) hat das Kriegerdenkmal während des Zeitraumes von 1925 bis 1931 geschaffen. Es beeindruckt den Betrachter besonders wegen seiner schlichten, auf jedes heroisierende Pathos verzichtenden Darstellung.


Der Kiliansbrunnen ist ein Geschenk des Prinzregenten Luitpold von Bayern (1821-1912) an seine Geburtsstadt. In der Residenz erblickte er als dritter Sohn König Ludwigs I. das Licht der Welt. Luitpold von Bayern lebte später zwar in München, Würzburg und den Franken blieb er gleichwohl immer treu verbunden.

Entwurf und Ausführung des Brunnens oblagen Stadtbaurat Bernatz. Die krönende Bronzefigur, die den die Stadt segnenden Frankenapostel Kilian darstellt, modellierte Balthasar Schmidt, Ferdinand von Miller goß sie. Der vierseitige Sockel, das Brunnenbecken und die zwei Schalen bestehen aus Carrara-Marmor. Die Figur mußte 1943, zusammen mit vielen Kirchenglocken, den Weg zur Schmelze nach Hamburg antreten, überlebte aber den Krieg und kehrte 1949 an ihren Platz zurück.


Luitpold-Denkmal Aus Dankbarkeit für den Kiliansbrunnen setzten die Würzburger nun ihrerseits dem Prinzregenten 1903 ein Denkmal. Östlich des Bahnhofs im Ringpark befand sich das Standbild des beliebten Bayernherrschers, umgeben von einem säulentragenden Halbrund. Die Bronzefigur des Regenten wurde kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs eingeschmolzen, das Säulenrund im Zuge der Bahnhofsumgestaltung 1957 abgetragen. Nur noch zwei Muschelkalkstümpfe blieben im Rasen stehen.


Fontäne Pleicherglacis Im Zweiten Weltkrieg entstand ein Löschwasserteich im Ringpark zwischen Bismarckstraße und Koellikerstraße. 1968 wurde der Teich in die heutige Anlage mit Fontäne umgestaltet.



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