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Würzburg International

Theatre without borders – mit Theater Grenzen überwinden

Projektwoche der Partnerstädte Würzburg und Umeå in Schweden in Zusammenarbeit mit dem Mainfranken Theater erfolgreich beendet

2022 arbeiteten Schülerinnen und Schüler aus den Partnerstädten Würzburg und Umeå an dem Theaterstück Let’s Inherit The Earth von Morna Pearson zusammen. Die Aufführungen fanden im April in Umeå statt. Durch den Austausch beider Gruppen erlebten die Jugendlichen, wie Theater auch über Grenzen hinweg verbinden kann. Das Projekt fand im Rahmen des Jugendprogramms Erasmus+ zwischen dem Büro Würzburg International, dem Mainfranken Theater Würzburg, Würzburgs Partnerstadt Umeå in Schweden und dem Riemenschneider Gymnasium statt.
14 schwedische Schülerinnen der Midgårdsskolan in Umeå besuchten im Januar 2022 mit den Lehrkräften Matilda Glenge und Jörgen Smedengren die 17 Jugendlichen aus dem Grundkurs Dramatisches Gestalten des Riemenschneider-Gymnasiums unter der Leitung von Annette Obrusnik. Begleitet wurde der gesamte Besuch von Theaterpädagogin Kristýna Kraus und FSJlerin Lilli Moutschka vom Mainfranken Theater. 

Ursprünglich sollte das Projekt im Frühjahr 2020 starten. Wegen der Pandemie musste es jedoch immer wieder verschoben werden. Alle Beteiligten waren sich einig, dass das Projekt unter Einhaltung strenger hygienischer Maßnahmen jetzt endlich durchgeführt werden sollte. So mussten einige Programmpunkte, wie ein privater Besuch in den Familien und die Teilnahme am Unterricht an der Schule entfallen. Stattdessen gab es für die schwedischen Schülerinnen die Möglichkeit, die Partnerstadt durch eine Stadtrallye, einen Besuch des Mainfranken Theaters und der Residenz besser kennenzulernen. Erst am Nachmittag fanden beide Gruppen zueinander und arbeiteten intensiv an dem Theaterstück Let’s inherit the earth von Morna Pearson. Es geht um den Klimawandel, die Zerstörung der Welt durch die Menschen und das absurde Verhalten von vielen Einzelnen. Gibt es überhaupt noch Hoffnung? Seit September 2021 beschäftigen sich die Jugendlichen parallel mit den Rollen und dem Inhalt des Stückes, nun hatten sie die Möglichkeit, sich darüber auszutauschen und gemeinsam szenische Arbeit anzugehen. Nach dem Besuch probten die Gruppen parallel das Stück weiter. 

Beide Inszenierungen wurden schließlich im April 2022 bei einem Besuch der deutschen Klasse in Umeå aufgeführt. Das Stück ist in englischer Sprache verfasst, einzelne Szenen werden in der Muttersprache der Beteiligten gesprochen. Untereinander verständigten sich die Schülerinnen und Schüler ebenfalls auf Englisch. Die Jugendlichen beider Schulen zeigten sich am Ende der Woche begeistert von dem Projekt. Neue Freundschaften wurden geschlossen, über die verschiedenen Schulsysteme diskutiert und sehr viel gelacht. „I am so grateful – Ich bin so dankbar.“- Dieser Satz fiel in der Abschlussrunde am Freitagnachmittag sehr häufig. Er drückt aus, wie glücklich die Jugendlichen sind, Erfahrungen zu sammeln, die über den normalen Schulunterricht hinausgehen und wie notwendig dies in Pandemiezeiten ist. Auch die betreuenden Lehrkräfte und Organisatorinnen des Projekts blicken glücklich und zufrieden auf die Woche zurück: „Zusammen reden, zusammen spielen, Gemeinschaft erfahren. Das sind die Grundlagen für eine friedvolle und gesicherte Zukunft unserer Jugend.“
 

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